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Busunfall: Warum Unfälle mit Bussen besonders gefährlich sind

Nach einem Busunfall richtig reagieren!

Ein Busunfall ist besonders riskant, weil viele Menschen daran beteiligt sind.
Ein Busunfall ist besonders riskant, weil viele Menschen daran beteiligt sind.

Jeden Tag kommt es zu zahlreichen Verkehrsunfällen auf den deutschen Straßen. Gründe gibt es dafür viele. Vor allem, wenn nicht nur der Fahrer eines Fahrzeugs selbst, sonders weitere Insassen gefährdet werden, ist es wichtig, dass besonders dann sehr vorsichtig gefahren wird.

Denn nicht selten mussten Fahrgäste bei einem Busunfall schon mit ihrem Leben bezahlen, weil der Busfahrer zu leichtsinnig war. Was ist aber eigentlich zu tun, wenn es zum Ernstfall, also einem Verkehrsunfall mit einem Bus, kommt? Ist das Verhalten bei einem Unfall mit einem Bus identisch mit dem nach einem Autounfall?

Was gibt es hierbei alles zu beachten? Wie sollten Beteiligte und Zeugen eines Busunfalls reagieren? Das und mehr verrät Ihnen dieser Ratgeber.

Welche Arten von Busunfällen gibt es?

Egal, um welches Fahrzeug es geht, die Auswirkungen eines Unfalls können stark variieren. Da ist ein Busunfall natürlich keine Ausnahme. Je nachdem, um was für eine Art Bus es sich handelt und wo er unterwegs ist, können die Auswirkungen von einem Blechschaden bis hin zu Personenschäden reichen.

Selbstverständlich hängen die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von einem Unfall mit Bus nicht nur vom Gefährt selbst, sondern vor allem auch von derjenigen Person, die den Bus steuert, und den äußeren Umständen ab.

Schulbusunfall

Jeden Tag sind zahlreiche Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Neben S-Bahn und Straßenbahn zählen dazu auch Busse. Von Berufstätigen, Studenten oder Schülern gern genutzt, um von A nach B zu gelangen, stellt der Stadtverkehr die betreffenden Busfahrer nicht selten vor neue Herausforderungen.

Passiert mit dem Linienbus ein Unfall, geschieht dies zumeist im Berufs- und Stadtverkehr.
Passiert mit dem Linienbus ein Unfall, geschieht dies zumeist im Berufs- und Stadtverkehr.

Oftmals führen plötzlich entstehende Staus und rücksichtslose Fahrweisen anderer Verkehrsteilnehmer deshalb auch beispielsweise zu Auffahrunfällen mit dem Linienbus. Solch ein Unfall mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für die Fahrgäste besonders ärgerlich, denn schnell gelangen sie danach nicht mehr zu ihrem Ziel.

In ländlichen Gegenden kann ein Bus aber auch schon einmal etwas weitere Strecken zurücklegen. Gerade bei Überlandfahrten sollte die Geschwindigkeit auch bei Bussen, die Schüler an Bord haben, nicht unterschätzt werden. Ein Unfall mit dem Schulbus ist auch hier nicht auszuschließen. Kalte Wintermonate mit vereisten Landstraßen oder Wildwechsel bei Nebel machen eine Fahrt hier zum besonders riskanten Spiel. Nicht selten ist ein Busunfall hierbei vorprogrammiert.

Unfall mit einem Reisebus

Im Straßenverkehr sind aber auch tagtäglich viele Reisebusse unterwegs. Besonders einige Fernbusanbieter sind vorwiegend auf Bundesstraßen oder Autobahnen anzutreffen.

Hohe Geschwindigkeiten sind hier an der Tagesordnung. Doch genau die können die Reise in den Urlaub, zur Familie oder anderen Zielen schnell zu einer brenzligen Erfahrung machen, wenn es zu einem Busunfall kommt.

Die maximalen Geschwindigkeiten für Busse liegen bei:

  • 80 km/h auf Bundesstraßen (60 km/h, wenn nicht alle Fahrgäste einen Sitzplatz haben)
  • 100 km/h auf Autobahnen

Um mit dem Reisebus einen Unfall zu vermeiden, sollten sich Busfahrer auch immer an diese Geschwindigkeitsgrenzen halten. Denn tun sie das nicht, setzen sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Sicherheit der Passagiere aufs Spiel.

Zwar sind Staus ärgerlich, weil dadurch eine pünktliche Ankunft am Ziel nicht mehr gegeben ist. Jedoch sollte ein Busfahrer keine riskanten Überholmanöver starten, sobald sich der Stau wieder aufgelöst hat. Denn oftmals sind diese verbunden mit zu geringen Sicherheitsabständen. Ein schwerer Busunfall ist dann nämlich nicht mehr in weiter Ferne.

Nützlich zu wissen: Lange Strecken und Müdigkeit sind gerade bei Busfahrern gang und gäbe. Um Sekundenschlaf oder einen eventuellen Busunfall zu vermeiden, ist es unabdingbar, dass ein Fahrer seine regelmäßigen Pausen- und Ruhezeiten einhält.

Korrektes Verhalten nach einem Busunfall

Ein Unfall mit dem Bus auf der Autobahn endet aufgrund des hohen Tempos häufig mit Verletzten.
Ein Unfall mit dem Bus auf der Autobahn endet aufgrund des hohen Tempos häufig mit Verletzten.

Ist es doch mit dem Bus zu einem Unfall gekommen, sollten alle Beteiligten versuchen, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik auszubrechen. Zunächst ist es zweitrangig, wer die Schuld am Unfall trägt. Um diese Frage zu klären, bleibt immer noch genug Zeit, wenn alle Beteiligten in Sicherheit sind und die Rettungskette eingehalten wurde.

Die folgenden Schritte sollten Sie nach einem Busunfall unbedingt beachten:

  1. Unfallstelle absichern: Das schließt mit ein, dass das Wichtigste nach einem Busunfall ist, sich nicht selbst zu gefährden. Der Busfahrer und andere beteiligte Kfz-Fahrer sollten deshalb eine Warnweste anziehen, die Warnblinkanlage am Fahrzeug einschalten und ein Warndreieck in angemessenem Abstand aufstellen. Ist es möglich, die in den Unfall verwickelten Fahrzeuge an die Seite zu fahren, sollte auch das geschehen, um keine Folgeunfälle zu provozieren. Je nach Zustand des Busses sollten sich Fahrgäste am Fahrbahnrand in Sicherheit bringen.
  2. Erste Hilfe leisten: Im Anschluss daran sollten Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden. Sind Wiederbelebungsmaßnahmen vonnöten, sollten diese vor dem Notruf getätigt werden. Ein anderer Beteiligter oder Zeuge kann natürlich bereits währenddessen den Krankenwagen bzw. die Polizei verständigen.
  3. Versicherungsfragen klären: Sind alle Verletzten versorgt und die Polizei am Unfallort angekommen, kann sich nun der Schuldfrage zugewandt werden. Hierbei ist es zunächst wichtig, dass der Busfahrer seinen Vorgesetzten verständigt. Anschließend müssen die Versicherungsdaten mit anderen beteiligten Verkehrsteilnehmern ausgetauscht werden. Sind bei dem Busunfall Fahrgäste zu Schaden gekommen, sollte auch mit ihnen ein Personalienaustausch stattfinden.
  4. Unfallbericht schreiben: Neben dem Unfallprotokoll, welches die Polizei anfertigt, sollten alle Unfallbeteiligten einen Unfallbericht anfertigen und diesen bei der Versicherung einreichen. Aber Achtung: Er ist nur gültig, wenn er von allen Beteiligten unterzeichnet wird. So kann eine reibungslose Schadensregulierung vorgenommen werden.
Gaffern sollte hier Einhalt geboten werden. Vor allem, wenn es Verletzte gibt, sollte versucht werden, diese vor Schaulustigen abzuschirmen, bis die Polizei kommt. Danach übernehmen dies die Beamten.

Schuldfrage beim Busunfall

Ein Verkehrsunfall mit dem Bus kann beispielsweise auch ein Auffahrunfall sein.
Ein Verkehrsunfall mit dem Bus kann beispielsweise auch ein Auffahrunfall sein.

Bei einem fremdverschuldeten Busunfall muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers für die Kosten am gegnerischen Fahrzeug und eventuellen Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld bei Fahrgästen aufkommen. Dennoch können auch gefährliche Handlungen oder Unachtsamkeit durch den Busfahrer selbst einen Unfall spielend leicht herausfordern.

Trägt also der Busfahrer und nicht dessen Unfallgegner die Schuld am Unfall, wird es kompliziert, denn hier können gleich mehrere Personen des Busunternehmens an der Schuld am Busunfall mit beteiligt sein bzw. dafür belangt werden – wie etwa das jeweilige Busunternehmen selbst.

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