Startseite / Fahrverbot: Das macht es aus
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Fahrverbot: Das macht es aus

Das Fahrverbot im Verkehrsrecht

Das Fahrverbot im Verkehrsrecht als erzieherische Maßnahme
Das Fahrverbot im Verkehrsrecht als erzieherische Maßnahme

Fahrverbote stellen neben dem Bußgeld und Punkten in Flensburg eine erzieherische Maßnahme dar, die auf eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr folgt.

Der Fahrer sollte nach dem Fahrverbot möglichst eine größere Disziplin im Verkehr anstreben.

Fahrverbote – Was ist zu beachten?

Wenn eine Straftat im Straßenverkehr begangen wird, kann ein Fahrverbot folgen. Andere Sanktionen, die auf eine Straftat als Verkehrsteilnehmer folgen können, sind Geld- oder Haftstrafen.

Das Fahrverbot kann 1 Monat bis zu 3 Monate betragen. In diesem Zeitraum darf sich der Betroffene nicht auf öffentlichem Gelände hinter das Steuer setzen. Beim Fahren trotz Fahrverbot greift das Straßenverkehrsgesetz (StVG) ein. Die Konsequenzen für das Fahren ohne Fahrerlaubnis nach §21 sind gravierend. Eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe warten auf den Fahrer. Begeht er diese Straftat fahrlässig, reduziert sich die Freiheitsstrafe auf 6 Monate und die Geldstrafe auf bis zu 180 Tagessätze.

Das Fahrverbot beginnt, sobald das Urteil Rechtskraft hat. Das ist zwei Wochen nach Erhalt des Bescheids der Fall. Gibt der Fahrer den Führerschein zu diesem Zeitpunkt noch nicht ab, gilt das Fahrverbot trotzdem und verlängert sich zudem. Das Fahrverbot richtet sich nämlich nach dem Datum der Abgabe der Fahrerlaubnis. Hat der Betroffene also ein Fahrverbot von 2 Monaten und gibt den Führerschein am 13. März ab, ist das Fahrverbot bis zum 12. Mai wirksam.

Fahrverbot wegen Geschwindigkeitsüberschreitung

Fahrverbot aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung
Fahrverbot aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung

Wer als Verkehrsteilnehmer eine Ordnungswidrigkeit begangen hat, fragt sich, welche Konsequenzen ihn nun erwarten. Neben dem Bußgeldbescheid und Punkten in Flensburg kann, je nach Schwere der Tat, eine Geld-, beziehungsweise Freiheitsstrafe oder ein Fahrverbot drohen.
Ein Fahrverbot mit einer Länge zwischen 1 und 3 Monaten kann zum Beispiel auf eine Geschwindigkeitsüberschreitung mit einem Pkw oder Kraftrad erfolgen.

Außerorts wird ein Fahrverbot schon ab 41 km/h zu schnell verhängt. Es erhöht sich ab 61 km/h zu schnell auf 2 Monate und bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von über 70 km/h sind es bereits 3 Monate Fahrverbot.

Innerorts ist die StVO aufgrund des höheren Unfallrisikos etwas strenger. Das Fahrverbot von 1 Monat folgt auf eine Übertretung der Höchstgeschwindigkeit um 31 km/h, ab 51 km/h sind es 2 Monate und ab 61 km/h folgen 3 Monate Fahrverbot.

Verkehrsteilnehmer sollten sich allerdings genau über den Bußgeldkatalog 2017 mit den Fahrverboten informieren, denn es gibt auch Ausnahmeregelungen. Ist der Fahrer besonders unbelehrbar und begeht dieselbe Ordnungswidrigkeit noch einmal, kann ein Fahrverbot auch schneller verhängt werden. Überschreitet er außerorts oder innerorts zweimal oder sogar öfter im Jahr die festgelegte Höchstgeschwindigkeit um mindestens 26 km/h, folgt aufgrund der Geschwindigkeitsüberschreitung das Fahrverbot von 1 Monat, das sonst erst ab 41 km/h folgen würde.

Fahrverbot bei Alkohol am Steuer

Wer mit Alkohol am Steuer unterwegs ist, muss ein strenges Strafmaß erwarten. Ein hohes Bußgeld und Punkte in Flensburg folgen. Beim Überschreiten der 0,5 Promillegrenze wird zudem auf jeden Fall ein Fahrverbot verhängt. Beim ersten Verstoß folgt 1 Monat Fahrverbot und beim zweiten sowie dritten Mal 3 Monate. Dasselbe gilt beim Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz im Verkehr. Gefährdet der alkoholisierte oder der unter Drogen stehende Fahrer andere Verkehrsteilnehmer, drohen keine Fahrverbote mehr, sondern es kommt zu einer Entziehung der Fahrerlaubnis bei über 0,3 Promille.

Das Fahrverbot umgehen

Das Fahrverbot umgehen durch ein höheres Bußgeld
Das Fahrverbot umgehen durch ein höheres Bußgeld

Was einige Verkehrsteilnehmer wahrscheinlich nicht wissen, ist, dass sie das Fahrverbot umwandeln könnnen, indem sie ein höheres Bußgeld zahlen statt das Fahrverbot anzutreten.
Das deutsche Recht erlaubt dies allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Umstände, unter denen der Fahrer das Fahrverbot abwenden kann, sind unter anderem folgende:

  • Zwischen dem Begehen der Tat und dem Urteil ist viel Zeit vergangen
  • Bestimmte persönliche Gegebenheiten führten zum Begehen der Ordnungswidrigkeit
  • Sogenanntes „Augenblicksversagen“
  • Der Fahrer beging die Tat aufgrund einer Notsituation
  • Der Betroffene kann versuchen, den Bußgeldstellen und dem Gericht zu schildern, dass ihn das Fahrverbot mit einer besonderen Härte trifft. Dies ist allerdings eine schwierige Angelegenheit und muss durch Nachweise und Dokumente glaubhaft gemacht werden.

Eine weitere Person, also ein Zeuge, kann diesen Umstand bestätigen. Sie muss den vollständigen Namen und ihre aktuelle Anschrift angeben.
Das Gericht oder die Behörde wägt dann ab, ob es sich tatsächlich um besonders kritische Umstände handelt und ob eine Geldstrafe statt Fahrverbot denselben erzieherischen Effekt hat.

Die Chancen stehen nicht schlecht, wenn der Betroffene normalerweise unauffällig bezüglich dem Verkehrsrecht ist und nicht sonderlich hohe Einnahmen hat.
Normalerweise wird das Bußgeld verdoppelt, um das Fahrverbot zu umgehen. Der Betroffene kann sich also tatsächlich vom Fahrverbot „freikaufen“.

Das Fahrverbot im Ausland

Wer in Deutschland laut Straßenverkehrsordnung (StVO) unter Fahrverbot steht, sollte nicht davon ausgehen, dass er sich im Ausland sorgenlos hinter das Steuer setzen kann.

Mit einem Fahrverbot aus Deutschland im Ausland fahren
Mit einem Fahrverbot aus Deutschland im Ausland fahren

Aufgrund eines Abkommens können viele Länder ein Fahrverbot aus einem anderen Land übertragen. In den meisten Fällen folgt allerdings nur ein Bußgeldbescheid für das Führen eines Fahrzeugs, ohne einen Führerschein vorzeigen zu können. Österreich stellt allerdings eine Ausnahme dar, da der Informationsaustausch mit Deutschland zügig ist. Um sich einer noch höheren Strafe zu entziehen, sollte der Betroffene dem jeweiligen Beamten nicht offen darlegen, dass er keinen Führerschein aufgrund eines Fahrverbots in Deutschland bei sich hat.

Je nach dem, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird oder nicht, kann das Bußgeld relativ gering ausfallen oder es wird eine Haft- beziehungsweise Geldstrafe fällig. Das Strafverfahren wird meistens eingeleitet, wenn die Beamten erfahren, dass der Betroffene trotz eines Fahrverbots hinter dem Steuer sitzt. Besteht die Ordnungswidrigkeit allerdings darin, dass die jeweilige Person den Führerschein momentan nicht bei sich führt, greift nur die Bußgeldtabelle mit einem mehr oder minder hohen Bußgeld. In Luxemburg beträgt es beispielsweise vergleichsweise wenig, nämlich 24 Euro.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

3 Kommentare

  1. Ich habe mich in Albstadt-Ebingen verfahren und gelangte infolge Nervosität und Unachtsamkeit auf der Vierspureigen in Gegenrichtung. Fuhr sofort wieder ab und meldete den Vorgang umgehend noch der Polizei. Tags darauf wurde mein FS beschlagnahmt. Was kann ich unternehmen. Wie lautet wohl ein Urteil.

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo,

      es kann zu einem dauerhaften Entzug der Fahrerlaubnis kommen, auch eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe können die Folge sein. Zudem erhalten Sie 3 Punkte.

      – Die Redaktion

    • warum meldest du sowas?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.