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Selbstverschuldeter Unfall: Kosten dafür selbst tragen?

Unfall selbst verschuldet: Richtiges Reagieren zählt!

Teilkasko: Wurde ein Unfall selbst verschuldet, kommt sie nicht für Schäden am Kfz des Unfallverursachers auf.
Teilkasko: Wurde ein Unfall selbst verschuldet, kommt sie nicht für Schäden am Kfz des Unfallverursachers auf.

Kein Unfall ist schön, aber besonders, wenn Sie diesen selbst verschuldet haben, ist immer Ärger im Anmarsch. Einer der wichtigsten Faktoren ist hierbei die Meldung bei der Kfz-Versicherung.

Denn nur auf diesem Wege bekommt der Geschädigte auch die Reparaturkosten für sein Fahrzeug von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers wieder.

Wie sieht es aber aus für die Schäden am Auto des Unfallverursachers? Zahlt die Haftpflicht­versicherung auch hier bei Selbstverschulden oder ist dafür eine andere Versicherungsform vonnöten? Die wichtigsten Vorschriften rund um das Thema „selbstverschuldeter Unfall“ können Sie in diesem Ratgeber nachlesen!

Autounfall selbst verursacht: Was ist zu tun?

Ein selbstverschuldeter Unfall ist immer ein recht schwieriges Unterfangen: Auf der einen Seite sollten Sie so fair bleiben, wie möglich. Kann nach einem Autounfall die Schuldfrage allerdings nicht eindeutig geklärt werden, sollten Sie auf der anderen Seite niemals ein überstürztes Schuldeingeständnis nach dem Unfall ablegen.

Unfälle führen nicht selten zu Schockzuständen, die es den Betreffenden nicht möglich machen, klar zu denken und Umstände korrekt einzuschätzen. Das Urteilsvermögen ist hierbei zumeist getrübt! Kommen Sie also erst einmal zur Ruhe, bevor Sie der Versicherung mitteilen, dass es ein selbstverschuldeter Unfall war.
Eine Vollkasko übernimmt bei selbstverschuldetem Unfall auch die Kosten am Auto des Unfallverursachers.
Eine Vollkasko übernimmt bei selbstverschuldetem Unfall auch die Kosten am Auto des Unfallverursachers.

Haben Sie einen Unfall selbst verschuldet, muss die Versicherung dies zeitnah erfahren. Jedoch kann sich im Nachhinein vielleicht doch noch herausstellen, dass Sie am Unfall gar keine Schuld tragen – oder nur eine Teilschuld. Übereilen Sie also nichts!

Ist zweifellos klar, dass Sie den Unfall verursacht haben, sollten Sie dann auch so ehrlich sein und dies an Ihre Haftpflichtversicherung weiterleiten, damit dem Geschädigten Kosten für eventuelle Reparaturen schnell ersetzt werden. Eine Haftpflichtversicherung ist verpflichtend für die Anmeldung eines Fahrzeugs in Deutschland und daher auch unerlässlich bei Schuldfragen eines Unfalls.

Wichtig: Egal, welche Versicherungsform vorhanden ist – Schäden, die ein selbstverschuldeter Unfall gekoppelt mit Fahrlässigkeit oder Vorsatz mit sich brachte, werden nicht von der Versicherung übernommen.

Selbstverschuldeter Unfall bei anderen Versicherungsformen

Die Haftpflichtversicherung kommt nicht für die Kosten am Wagen des Unfallverursachers auf. Dementsprechend können Sie in solch einem Fall von Glück reden, wenn ein selbstverschuldeter Unfall durch eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt wird. Im Folgenden erfahren Sie, wie ein selbstverschuldeter Unfall bei einer Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung gehandhabt wird.

Teilkaskoversicherung

Eine Teilkasko und ein selbstverschuldeter Unfall passen in Sachen Schadensregulierung nicht allzu gut zusammen, denn diese Versicherungsform übernimmt zwar Schäden an Ihrem Fahrzeug, aber nur solange ein Selbstverschulden ausgeschlossen werden kann.

Zum Beispiel würde eine Teilkaskoversicherung für Schäden aufkommen, die durch einen Wildunfall verursacht wurden.

Vollkaskoversicherung

Ein selbstverschuldeter Unfall bedeutet oft, tief in die Tasche greifen zu müssen.
Ein selbstverschuldeter Unfall bedeutet oft, tief in die Tasche greifen zu müssen.

Besitzt Ihr Auto jedoch eine Vollkasko und ein Unfall wurde selbst verschuldet durch Sie, werden alle Kosten vom Versicherungsunternehmen übernommen.

Einen Unfall selbst zu verursachen, bedeutet aber auch hier, eine Selbstbeteiligung erbringen zu müssen. Wie hoch diese angesetzt ist, sollte im Versicherungsvertrag festgesetzt sein.

Negativ hierbei ist, dass der Unfallverursacher letzten Endes in seinen Beiträgen hochgestuft wird und demzufolge trotzdem recht tief in die Tasche greifen muss, sollte es ein selbstverschuldeter Unfall die Ursache sein.

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Ein Kommentar

  1. Ein sehr informativer Artikel! Der Hinweis des Schockzustands direkt nach einem Unfall finde ich auch extrem hilfreich, denn hier können viele Fehler gemacht werden, die der Verurscher im Nachhinein bereuen könnte. So sollte man in der Regel NIE die Schuld an einem Unfall direkt zugeben, dafür ist die Polizei da um das zu klären. Hier können manche Gesellschaften nämlich sehr pingelig werden, die wollen erstmal alles geprüft wissen, bevor ein Zugeständniss gemacht wird.

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