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§ 49a StVZO (Lichttechnische Einrichtungen)

Die lichttechnischen Einrichtungen von Kfz

Ab § 49a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) finden sich zahlreiche Paragraphen, die sich mit den einzelnen vorgeschriebenen lichttechnischen Einrichtungen an Kraftfahrzeugen und deren Anhängern auseinandersetzen. In § 49a StVZO finden sich dabei die allgemeinen Richtlinien, die jeder Fahrzeugführer und -halter zu beachten hat. Doch was droht bei einem Verstoß gegen eine Vorschrift zur lichttechnischen Einrichtung?

Bußgeldtabelle zu § 49a StVZO

TBNRTatbestandStrafe (€)
349130Sie führten das Kraftfahrzeug/den Anhänger und verstießen dabei gegen eine allgemeine Vorschrift über lichttechnische Einrichtungen.5
349136Sie führten das Kraftfahrzeug/den Anhänger und verstießen dabei gegen das Verbot zum Anbringen anderer als vorgeschriebener oder für zulässig erklärter lichttechnischer Einrichtungen.20

„An Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein.“ (§ 49a Absatz 1 StVZO)

Die Vorschriften zu den lichttechnischen Einrichtungen an Kfz umfassen zahlreiche Paragraphen.
Die Vorschriften zu den lichttechnischen Einrichtungen an Kfz umfassen zahlreiche Paragraphen.

Über die Zulässigkeit von lichttechnischen Einrichtungen an einem Fahrzeug entscheiden dabei allgemeine EU-Richtlinien. Der Vorschrift nach erlaubte Beleuchtungseinrichtungen sind in der Regel gekennzeichnet durch Prüfsiegel – ECE-Genehmigung, EG-Typgenehmigung oder Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG).

Nur in der EU und dabei auch für das jeweilige Fahrzeugmodell zugelassene Scheinwerfer und Leuchten dürfen angebracht sein. Liegt keine Bauartgenehmigung vor, dürfen Sie die lichttechnischen Einrichtungen auch nicht an Ihrem Fahrzeug anbringen. Andernfalls könnte die Betriebserlaubnis für Ihr Auto ungültig werden.

Sie dürfen die Leuchten auch nur für den festgelegten Zweck nutzen, eine zweckwidrige Nutzung kann ebenfalls zum Verlust der Betriebserlaubnis führen.

Das Fahren ohne Betriebserlaubnis kann ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro nach sich ziehen.

Allgemein gilt, dass nur bestimmte Farben für die jeweiligen Leuchten vorgeschrieben sind. Nach vorne dürfen dabei nur lichttechnische Einrichtungen angebracht sein, die weißes Licht abstrahlen. Die hinteren Scheinwerfer müssen rot abstrahlen – mit Ausnahme des Rückfahrscheinwerfers (weißes Licht). Als einzige gelbe Lampen sind an Fahrzeugen die Fahrtrichtungsanzeiger – „Blinker“ – zugelassen.

Andere Leuchtenfarben – blau, grün, orange usf. – sind an Fahrzeugen, die die öffentlichen Verkehrswege befahren, nicht zulässig und führen zum Verlust der Betriebserlaubnis. Ebenso verhält es sich aber auch bei Scheinwerfern mit rotem statt weißen Abblendlicht.

Auch die Farben der Scheinwerfer und Leuchten sind festgelegt.
Auch die Farben der Scheinwerfer und Leuchten sind festgelegt.
Welche Einrichtungen finden sich bei Fahrzeugen?

  • Fern- und Abblendlicht
  • Rückfahrscheinwerfer
  • Bremsleuchte, Schlussleuchte und Rückstrahler
  • Nebelschlussleuchten
  • Fahrtrichtungsanzeiger
  • Begrenzungsleuchten und Rückstrahler
  • seitliche Kenntlichmachung
  • Umrissleuchten
  • Parkleuchten
  • Tagfahrlicht (in Deutschland nicht Pflicht)
  • Nebelscheinwerfer (in Deutschland nicht Pflicht)
Entspricht die Beleuchtung an Ihrem Fahrzeug nicht der Vorschrift bzw. liegt keine Bauartgenehmigung vor, kann zusätzlich ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro drohen.

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