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Bußgeld aus dem Ausland – So gehen Sie vor

Auch andere Länder haben Verkehrsregeln

Bußgelder im Ausland sind oft höher als es in Deutschland der Fall ist.
Bußgelder im Ausland sind oft höher als es in Deutschland der Fall ist.

Im Urlaub herrscht oft eine heitere Stimmung. Der Alltag und die stressige Arbeit werden für einen bestimmten Zeitraum komplett vergessen und Spaß und Entspannung stehen schon während der Reise im Auto im Vordergrund.

Bei all der Erholung vergessen einige Menschen jedoch, dass auch außerhalb von Deutschland genau auf die Verkehrsregeln geachtet werden muss. Und schon ist eine Ordnungswidrigkeit im Verkehr geschehen.

Viele Fragen sich, ob ein Bußgeld, das im Ausland verhängt wurde, ernst genommen werden muss. Dieser Ratgeber geht der Thematik auf den Grund und klärt, wer bei einem solchen Bußgeldbescheid in der Verantwortung steht, wieso sich schnelles Bezahlen lohnt und inwiefern innerhalb der EU Regelungen den Ablauf der Verfahren beeinflussen.

Der Verantwortliche sitzt am Steuer, oder?

Viele Länder der europäischen Union (dazu gehört unter anderem Italien) belangen bei Ordnungswidrigkeiten im Verkehr gerne die Fahrzeughalter. In diesem Fall wird davon auch nicht abgewichen, wenn zum Tatzeitpunkt jemand anderes am Steuer saß. Hier wird die Halterhaftung vor die Fahrerhaftung gestellt. Erhalten Sie nach dem Urlaub einen Bußgeldbescheid aus dem Ausland, obwohl Sie zum Zeitpunkt der Tat nicht am Steuer saßen, können Sie aber beruhigt sein.

Nach deutschem Recht wird der Halter in solchen Fällen nicht belangt. Das Bundesamt für Justiz wird bei einem Bescheid dieser Art keine Vollstreckung durchführen (der Zugriff auf die Halterdaten soll nur die Ermittlungen fördern). Zahlen Sie die Strafe dann nicht, haben Sie prinzipiell also nichts zu befürchten. Ausnahmen sind hier Ordnungswidrigkeiten, die auch in der deutschen Bundesrepublik unter die Halterhaftung fallen.

Aufgepasst: Bezahlen Sie ein Bußgeld aus dem Ausland nicht und bereisen das betreffende Land danach wieder, können Sie richtig Ärger bekommen. Sogar eine Haftstrafe ist möglich.
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Muss ich zahlen?

Die Frage nach der Notwendigkeit der Zahlung plagt wohl die meisten Auslandsbesucher. Wollen Sie das jeweilige Land in naher Zukunft wieder bereisen, sollten Sie aus dem obig genannten Grund in jedem Fall zahlen und die Behörden so zufrieden stellen.

Das Bußgeld im Ausland: Eine schnelle Bezahlung kann es eventuell verringern.
Das Bußgeld im Ausland: Eine schnelle Bezahlung kann es eventuell verringern.

Auch wenn Sie nach geltendem Recht eindeutig für eine Tat zu belangen sind, die im EU-Ausland begangen wurde (z. B. in Frankreich), kommen Sie nicht um die Zahlung herum.

Dafür sorgt das Vollstreckungsabkommen, das seit einigen Jahren für die meisten EU-Mitgliedsländer gilt. Bußgelder, die laut herrschendem Bußgeldkatalog 70 Euro oder mehr betragen, werden über die Grenzen hinweg vollstreckt.

Auch Bearbeitungsgebühren werden hier dazugerechnet. Bezahlen Sie das Bußgeld aus dem Ausland nicht, drohen höhere Strafen (auch in diesem Fall sind Haftstrafen möglich).

Seit 2013 ist es den EU-Mitgliedern, die das Abkommen unterzeichnet haben, möglich, auf Halterdaten von ausländischen Fahrern zuzugreifen. Dieser Zugriff ist aber auf bestimmte Delikte beschränkt. Dazu zählen unter anderem Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstöße und Fahren unter Alkoholeinfluss.

Rabatte für Schnellzahler

Jeder, der sich dazu entscheidet, ein Bußgeld aus dem Ausland schnell zu bezahlen, kann von möglichen Rabatten profitieren. So müssen Sie für Bußgelder aus Spanien beispielsweise nur die Hälfte zahlen, wenn Sie innerhalb von 20 Tagen überweisen. Ähnlich verhält es sich auch mit Großbritannien, nur dass die Rabattfrist hier 14 Tage beträgt. Im Zweifelsfall kann Sie hier ein Rechtsanwalt aus dem Verkehrsrecht beraten.

Bei einem Bußgeld aus dem Ausland wird in der Regel nur eine Geldstrafe verhängt. Punkte vom Urlaubsland können nicht auf das Punktekonto in Flensburg wandern.
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2 Kommentare

  1. In Deutschland verjährt die Tat nach 3 Monaten wenn der Bescheid nicht in dieser Zeit zugestellt wird, ich bin am 20.8 in F zu schnell gefahren 8km/h und hatte am 4.12 Post im Briefkasten.
    Ist die Tat verjährt? und stoppt die Zeit während man mich als Halter des Mietwagens ausfindig macht?

    Gruss A

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Andre,

      eine Rechtsberatung dürfen wir nicht vornehmen. Hier könnte Ihnen unter Umständen die Beratung durch einen Anwalt weiterhelfen.

      – Die Redaktion

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