Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid – Was erhöht Ihre Chancen?

Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot: Müssen Sie sich mit den Sanktionen abfinden?

Die Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid steigen bei formalen Fehlern.
Die Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid steigen bei formalen Fehlern.

Haben Sie eine Ampel überfahren, die bereits seit mehr als einer Sekunde Rot angezeigt hat, so müssen Sie mit einem Bußgeld in Höhe von 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg sowie einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.

Ein Fahrverbot kann besonders für Menschen, die aus beruflichen Gründen auf Ihren Führerschein angewiesen sind, eine Existenzbedrohung darstellen. Steigt das Punktekonto des Fahrers auf acht an, droht gar die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Viele Betroffene fragen sich, ob sie durch einen Einspruch den Sanktionen entgehen können. Doch wie groß sind die Erfolgsaussichten bei einem Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

FAQ: Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid

Wann lohnt sich ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid?

Ein Einspruch kann sich unter anderem dann lohnen, wenn der Bußgeldbescheid formale Fehler aufweist, dieser bereits verjährt ist, Fehler bei einer Geschwindigkeitsmessung zu vermuten sind, der Fahrer auf dem Blitzerfoto nicht eindeutig zu erkennen ist oder Sie den vorgeworfenen Verstoß nachweislich nicht begangen haben.

Wer kann die Chancen beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einschätzen?

Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht kann Ihren Bußgeldbescheid prüfen, wenn nötig Akteneinsicht vornehmen und anschließend beurteilen, ob sich ein Einspruch lohnt.

Was passiert bei einem erfolgreichen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

In diesem Fall müssen Sie das Bußgeld nicht zahlen. Eventuell mögliche Nebenfolgen wie Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot fallen zudem weg.

Verjährung, formale oder technische Fehler: Achten Sie auf Details

Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid, wenn ein Fahrverbot droht?
Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid, wenn ein Fahrverbot droht?

Lohnt sich ein Einspruch gegen Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot? Diese Frage stellen sich viele Auto- oder Lkw-Fahrer, nachdem sie einen Bußgeldbescheid erhalten haben. Eine pauschale Antwort darauf gibt es aber nicht, es kommt stets auf den Einzelfall an.

Einen Einspruch sollten Sie nicht vorschnell einlegen. Dieser hat nämlich nur dann eine Aussicht auf Erfolg, wenn Sie plausible und belegbare Gründe dafür vorbringen können, warum Sie den Bescheid nicht akzeptieren. Dazu gehören unter anderem die Folgenden:

  • Sie haben unter anderem dann höhere Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid, wenn Sie formale Fehler feststellen können. Prüfen Sie daher zunächst den Bescheid genau. Wurde beispielsweise der Hinweis auf den Eintritt der Rechtskraft oder Ort und Zeit des Verstoßes nicht angegeben, so ist der Bußgeldbescheid fehlerhaft und damit anfechtbar. Über welche Angaben der Bescheid noch verfügen muss, können Sie § 66 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) entnehmen.
  • Der Bußgeldbescheid ist bereits verjährt. Das ist in der Regel der Fall, wenn der Bescheid später als drei Monate nach dem Verstoß bei Ihnen eingeht.
  • Sie haben den Ihnen vorgeworfenen Verstoß gar nicht begangen. Das kann sein, wenn Ihr Fahrzeug mit einem anderen verwechselt wurde oder eine andere Person gefahren ist.
  • Ihnen wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung vorgeworfen, Sie sind auf dem Blitzerfoto aber nicht zweifelsfrei zu erkennen.
  • Sie gehen davon aus, dass bei der Messung Fehler gemacht wurden. Dazu kann es unter anderem kommen, wenn das Gerät falsch aufgestellt oder bedient wurde. Auch ein fehlender Eichschein kann die Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid erhöhen. Um Fehler dieser Art festzustellen, ist jedoch in der Regel eine Akteneinsicht vonnöten. Es empfiehlt sich, diese von einem Anwalt für Verkehrsrecht vornehmen zu lassen.
Beachten Sie: Allzu viel Zeit dürfen Sie sich nicht lassen, wenn Sie einen Fehler in Ihrem Bußgeldbescheid entdeckt haben. Ihr Einspruch muss nämlich laut § 67 Abs. 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Bescheides bei der Behörde eingehen.

Nicht vorschnell Einspruch einlegen – Lassen Sie sich professionell beraten!

Ein Anwalt kann die Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid prüfen.
Ein Anwalt kann die Erfolgsaussichten beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid prüfen.

Die Aussicht darauf, um ein Bußgeld, Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot herumzukommen, hört sich für viele Auto- oder Lkw-Fahrer natürlich verführerisch an. Das sollte Sie jedoch nicht dazu bringen, gegen jeden eintreffenden Bußgeldbescheid automatisch Einspruch einzulegen.

Es ist nämlich Folgendes zu beachten: Haben Sie Einspruch eingelegt und erkennt die zuständige Bußgeldstelle diesen nicht an, werden die Unterlagen an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Diese kann zur Klärung des Sachverhaltes ein Verfahren vor Gericht anstoßen.

Sollten Sie aus diesem als Verlierer hervorgehen, müssen Sie nicht nur das Bußgeld zahlen, sondern auch die Kosten des Verfahrens tragen. Dabei können schnell hohe Summen zusammenkommen.  Aus diesem Grund ist es in den meisten Fällen sinnvoll, wenn Sie sich vor Einlegen des Einspruchs professionell beraten lassen.

Ein Fachanwalt für Verkehrsrecht kann die Erfolgsaussichten bei einem Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einschätzen und Ihnen wertvolle Ratschläge geben. Haben Sie eine Verkehrsrechtsschutzversicherung, übernimmt diese die Kosten für die Beratung durch den Anwalt.
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