§ 8 FZV (Zuteilung von Kennzeichen)

§ 8 FZV regelt die Zuteilung von Kennzeichen, Wunschkennzeichen und Wechselkennzeichen für bestimmte Fahrzeugklassen.

Der Sinn hinter den Kennzeichen

In § 8 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) ist die Zuteilung eines Kennzeichens genau geregelt. Darüber hinaus erklärt der Paragraph, wie die Zahlen und Buchstaben auf jedem einzelnen Schild festgelegt werden. Auch regelt das Gesetz die Vergabe von Wechselkennzeichen im Falle von zwei zulassungsfreien kennzeichenpflichtigen Fahrzeugen. Im folgenden Bußgeldkatalog sind alle Tatbestände des § 8 FZV (Zuteilung von Kennzeichen) zu finden.

Bußgeldtabelle zu § 8 FZV:

Tatbestands­nummerTatbestand Strafe (€)
808600 Fahrzeug, dass ein Wechselkennzeichen hat, ohne oder mit unvollständigem Kennzeichen fahren50
808606 Fahrzeug, dass ein Wechselkennzeichen hat, ohne oder mit unvollständigem Kennzeichen auf öffentlicher Straße abstellen40
Das Nummernschild ist das amtliche Kennzeichen jedes Kraftfahrzeugs und unterliegt strengen Richtlinien. Jedes Fahrzeug, welches erfolgreich zugelassen wird, muss sich mit einem Nummernschild vorn und hinten an der Karosserie ausweisen. Auf diese Weise ist die Polizei in der Lage, Straftäter effektiv zu verfolgen und zu identifizieren.

§ 8 FZV folgend besteht jedes Kfz-Kennzeichen aus einem Unterscheidungszeichen für den betreffenden Verwaltungsbezirk und einer auf das Fahrzeug festgelegten Erkennungsnummer. Das Unterscheidungszeichen besteht dabei in der Regel aus ein bis drei Buchstaben (so steht beispielsweise B für Berlin und HH für Freie und Hansestadt Hamburg). Danach folgt eine Zahlen- und Buchstabenkombination, die zufällig vergeben oder auf Antrag selbst ausgewählt wird.
Die Kosten für ein Wunschkennzeichen liegen bei 2,60 Euro Reservierungskosten und 10,20 Euro Gebühren. Die Reservierung lässt sich heute am besten auf den Internetseiten der Zulassungsstellen durchführen. Dort lässt sich auch gleich überprüfen, ob das gewünschte Nummernschild schon vergeben ist.

Ein Antrag auf Wunschkennzeichen ist jedoch beschränkt. Es gilt die Regelung, dass keine Erkennungsnummer und auch keine Kombination aus Erkennungsnummer und Unterscheidungskennzeichen gegen „die guten Sitten verstoßen“ darf. Verfassungsfeindliche Zeichen werden entsprechend nicht akzeptiert.
§ 8 FZV regelt die Zuteilung von Kennzeichen, Wunschkennzeichen und Wechselkennzeichen für bestimmte Fahrzeugklassen.

§ 8 FZV regelt die Zuteilung von Kennzeichen, Wunschkennzeichen und Wechselkennzeichen für bestimmte Fahrzeugklassen.

Es obliegt den einzelnen Landesregierungen, beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Antrag auf die Festlegung oder Aufhebung von Unterscheidungskennzeichen zu stellen. Dabei besteht die Möglichkeit, dass ein Verwaltungsbezirk mehr als ein Unterscheidungskennzeichen zugewiesen bekommt. Jedes festgelegte oder aufgehobene Unterscheidungszeichen wird folglich im Bundesanzeiger geöffnet.

Der Bundesanzeiger funktioniert als Amtsblatt, welches von den deutschen Bundesbehörden als Verkündigungs- und Bekanntmachungsinstitution genutzt wird.

Es stellt kein Problem dar, nach der Aufhebung eines Kennzeichens ein Fahrzeug weiterzuführen, welches mit der betreffenden Autonummer zugelassen ist. Dies gilt, bis das Fahrzeug außer Betrieb gesetzt wird. Wird ein Kennzeichen nach § 8 FZV angefertigt, ist es dem Antragssteller auf Wunsch vor der Zuteilung zu zeigen.

Kommt es zur Zulassung von zwei Fahrzeugen eines Halters oder sollen zwei zulassungsfreie kennzeichenpflichtige Fahrzeuge eines Besitzers Nummernschilder erteilt bekommen, wird ein Wechselkennzeichen zugeteilt. Dafür müssen die betreffenden Fahrzeuge zur gleichen Fahrzeugklasse gehören, die entweder der Klasse M1, L oder O1 entspricht. Saisonkennzeichen, rote Kennzeichen, Kurzzeitkennzeichen oder Ausfuhrkennzeichen gehören zu einer anderen Kennzeichenklasse und dürfen nicht mit einem so zugeteilten Wechselkennzeichen vertauscht werden.

Auch darf ein Wechselkennzeichen nicht zur selben Zeit für mehr als ein Fahrzeug verwendet werden. Des Weiteren regelt § 8 FZV, dass ein mit dem Wechselkennzeichen ausgestattetes Fahrzeug nur dann im öffentlichen Verkehrsraum betrieben werden darf, wenn das betreffende Kennzeichen komplett mit dem gemeinsamen Kennzeichenteil und dem fahrzeugbezogenen Teil am Fahrzeug angebracht ist. Die Zulassungsbehörde ist außerdem dazu in der Lage, ein zugeteiltes Kennzeichen von Amts wegen oder auf Antrag anzupassen und für diesen Zweck den Fahrzeughalter aufzufordern, das Kfz vorzuzeigen.

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