FAQ: Hybrid-Auto
Bei einem Hybrid-Auto wird ein Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor gekoppelt. Es gibt verschiedene Arten von diesem Antrieb. So unter anderem der Plug-in-Hybrid. Dieser kann an einer Steckdose oder Wallbox geladen werden, ein normaler Hybrid nicht. Mehr zu den Arten lesen Sie hier.
Ja, das Fahrzeug funktioniert dann wie ein normaler Voll-Hybrid, ist aber wegen des Zusatzgewichts weniger effizient. Das Fahrzeug wird während des Fahrens geladen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Nicht automatisch. Nur bestimmte Arten von Hybrid-Antrieben erhalten ein E-Kennzeichen. Wann das so ist und welche Verkehrsregeln dann gelten, haben wir hier zusammengefasst?
Inhaltsverzeichnis
Bußgelder bei Verstößen mit einem Hybrid-Auto
Hier finden Sie einen Überblick zu möglichen Bußgeldern:
| Verstoß | Bußgeld |
|---|---|
| unberechtigtes Parken auf einem E-Parkplatz | 55 € |
| ohne Kennzeichen an einer Ladesäule geparkt | 55 € |
| Überschreitung der Höchstparkdauer an einer Ladesäule | ab 20 € |
Was ist ein Hybrid-Auto?

Was heißt bzw. bedeutet „Hybrid-Auto“ eigentlich? Wie funktioniert ein Hybrid-Antrieb im Auto? Und was ist dann ein Mid- / Plug-In-Hybrid-Auto? Grundsätzlich bedeutet „hybrid“, dass mindestens zwei verschiedene Arten von etwas kombiniert und zusammen genutzt werden. Bei einem Fahrzeug kommen zwei verschiedene Antriebstechnologien zum Einsatz. Das heißt, es arbeiten ein Benzin- oder Dieselmotor mit einem Elektromotor zusammen.
Während der Fahrt unterstützt der Elektromotor den Verbrenner beim Anfahren oder in den Beschleunigungsphasen. Energie wird dann oft durch Rekuperation (über die Bremsenergie) gewonnen und in einer Batterie gespeichert.
Beim Hybrid-Auto kann die Funktion des Antriebs unterschiedlich gestaltet sein, denn es gibt verschiedene Wege ein Fahrzeug per Hybrid zu betreiben. Die verwendete Technik kann auch entscheidend dafür sein, ob Hybrid-Auto bei der Steuer Vorteile hat oder ein E-Kennzeichen erhalten kann.
Antrieb beim Auto: verschiedene Hybrid-Arten im Überblick
Die unterschiedlichen Techniken beim Hybrid-Auto beeinflussen das Laden bzw. die Art, wie der Elektromotor im Fahrzeug verwendet wird. So gibt es beispielsweise die Bezeichnung Micro-Hybrid. Sie trifft auf ein Hybrid-Auto zu, wenn es zwar einen elektrische Komponente gibt, aber keine zwei unterschiedlichen Energiewandler.
Meist haben dieses Fahrzeuge folgende Merkmale:
- Start-Stopp-Automatik
- Rekuperation über Bremsenergie (Laden der Starterbatterie)
- Kein oder nur sehr geringe Unterstützung des Antriebs durch Elektromotor
Bei einem Micro-Hybrid-Fahrzeug dient die Leistung der elektrischen Komponente in erster Linie dazu, den Leistungsbedarf der Lichtmaschine zu verringern. Es ist also nicht vorrangig als Antrieb zu sehen. Ähnlich sieht das auch beim Mild-Hybrid-Auto (MHEV) aus. Der Elektromotor unterstützt den Verbrenner lediglich. Ein rein elektrisches Fahren ist hier meist ebenfalls nicht möglich. Es ist ein Hybrid-Auto ohne Laden an der Steckdose. Die Bremsenergie kann in einer Nutzbremse teilweise wiedergewonnen werden.

Ein Mild-Hybrid-Auto besitzt üblicherweise einen Startergenerator, die Start-Stopp-Funktion und die Rekuperation ist stärker als beim Micro-Hybrid-Auto. Im Wesentlichen dient auch hier der elektrische Antrieb der Unterstützung beim Los- und Anfahren. Die Kraftstoffeinsparung ist bei dieser Technik höher als beim Micro-Hybrid.
Die nächste Stufe stellt das Voll-Hybrid-Auto (HEV) dar. Diese Fahrzeuge können bereits kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen. Die Batterie wird ausschließlich während der Fahrt durch den Motor oder beim Bremsen geladen. Dieses Hybrid-Auto hat eine Reichweite, die im Stadtverkehr in Bezug auf den Kraftstoffverbrauch durchaus von Vorteil sein kann.
Darüber hinaus gibt es dann noch das Plug-in-Hybrid-Auto (PHEV). Der entscheidende Unterschied ist hier die Möglichkeit, das Fahrzeug extern über ein Stromkabel zu laden. Diese Modelle haben größere Batterien und eine deutlich höhere Reichweite im elektrischen Modus. Hier dient der Elektromotor dann nicht mehr nur zur Unterstützung, sondern auch als eigenständiger Antrieb.
Hybrid-Auto: Vor- und Nachteile
Wie alle Arten von Fahrzeugen, gibt es Vorteile und Nachteile beim Hybrid-Auto. Zu den Vorteilen gehört sicherlich die schon genannte Kraftstoffeinsparung, die durch die Bremsenergierückgewinnung erzielt werden kann. Aber auch das geräusch- und emissionslose Anfahren ist im Stadtverkehr, insbesondere in Wohngebieten, positiv zu sehen. Unter Umständen kann ein Hybrid-Auto als Dienstwagen steuerliche Vorteile bringen.

Ein Nachteil beim Hybrid-Auto ist das höhere Gewicht durch die Motoren und die Batterie. Um diese im Fahrzeug unterzubringen, wird bei vielen Modellen am Kofferraumvolumen gespart. Darüber hinaus entsteht ein Verbrauchsvorteil in der Regel nur auf kurzen Strecken oder im Stadtverkehr. Auf langen Strecken oder auf der Autobahn ist dieser Vorteil verschwindend gering oder nicht vorhanden.
Ob die Anschaffung von einem Hybrid-Auto sinnvoll ist, hängt von den Erwartungen und Zielen des Nutzers ab. Mit dem richtigen Antrieb kann es möglich sein, weitere Vorteile zu erhalten. So unter anderem ein E-Kennzeichen und damit verbundene Privilegien.
Wichtig ist hier, dass nicht jedes Hybrid-Auto automatisch ein E-Kennzeichen erhält. Aber wann bekommt man für ein Hybrid-Auto ein E-Kennzeichen? Nur Plug-in-Hybride (PHEV), die bestimmte Kriterien nach dem Elektromobilitätsgesetz (EmoG) erfüllen, sind dazu berechtigt. Aktuell muss das Fahrzeug entweder eine rein elektrische Mindestreichweite (oft 50 km) aufweisen oder weniger als 50 g CO2 pro Kilometer ausstoßen.
Fällt das Hybrid-Auto unter diese Bestimmungen, bietet das E-Kennzeichen dann meist folgende Vorteile:
- Parkprivilegien: Viele Kommunen erlauben kostenloses oder vergünstigtes Parken auf E-Parkplätzen
- Busspur: Unter bestimmten Bedingungen dürfen E-Fahrzeuge Bussonderfahrstreifen mitbenutzen, sofern dies durch Zusatzzeichen freigegeben ist.
- Zufahrtsrechte: Ausnahmen von Verkehrsverboten (z. B. in bestimmten Umweltzonen) sind möglich.
Aber Achtung beim Parken vor Ladesäulen: Wer dort parkt, ohne tatsächlich zu laden oder ohne die nötige Kennzeichnung, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Gibt es beim Hybrid-Auto einen Steuervorteil? Ja, ein Plug-in-Hybrid ist steuerbegünstigt, insbesondere wenn er als Dienstwagen genutzt wird. Während für reine Verbrenner die private Nutzung mit 1 % des Bruttolistenpreises versteuert werden muss, sinkt dieser Satz für qualifizierte Hybride auf 0,5 %.
Bei der Kfz-Steuer für ein Hybrid-Auto sparen Sie ebenfalls, da der CO2-Ausstoß niedriger bewertet wird als bei reinen Benzinern oder Dieseln.
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