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Im Sommer illegal Müll entsorgen: Ein hohes Bußgeld droht

Bußgeldtabelle: Müllentsorgung im Sommer

VerstoßBußgeld
einen oder mehrere unbedeutende Gegenstände unerlaubt weggeworfen10 bis 100 €*
Gegenstände illegal entsorgt, die scharfe Kanten haben, schneidend wirken oder ätzend sind25 bis 300 €*
bei Brandgefahr durch hohe Temperaturen Zigarette im Wald entzündet100 bis 50.000 €*
unerlaubt abgestellte "Fahrradleichen"variiert im Einzelfall
*Bußgelder variieren je nach Bundesland und Einzelfall

Bußgeld durch Müll & illegales Wegwerfen

Bußgeld droht: Müll wegzuwerfen sollte selbstverständlich sein.
Bußgeld droht: Müll wegzuwerfen sollte selbstverständlich sein.
Warme Temperaturen und Sonnenstrahlen locken jedes Jahr zur Sommerzeit mehr Menschen ins Freie. Dadurch nimmt jedoch auch der Abfall zu, der entgegen geltender Gesetze in der Öffentlichkeit zurückgelassen wird. Doch Freunde der Frischluft sollten es sich zweimal überlegen, ob sie illegal Müll entsorgen. Das drohende Bußgeld kann sehr hoch ausfallen.

Bedeutsam ist diesbezüglich mitunter § 69 Absatz 1 Nummer 2 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Demnach handelt derjenige ordnungswidrig, der fahrlässig oder vorsätzlich Abfälle außerhalb von zugelassenen Anlagen und Einrichtungen entsorgt. Je nach Wohnort müssen Anwohner dabei die Vorgaben der zuständigen Behörde beachten. Immer wieder kommt es doch zu Verstößen, bei denen Bußgelder in sechsstelligen Beträgen anfallen können.

Wer sich im Sommer entscheidet, illegal Müll zu entsorgen, sollte das Bußgeld also lieber bedenken. So können einzelne unbedeutende Gegenstände, die wahllos weggeworfen werden, den Täter bis zu 100 Euro kosten. Ätzende Flüssigkeiten oder scharfe Kanten sorgen schnell für eine Erhöhung auf bis zu 300 Euro. Und richtig teuer ist das Rauchen bei Waldbrandgefahr: Schon das Entzünden einer Zigarette in entsprechenden Gebieten zur Gefahrenzeit kann den Raucher um 50.000 Euro ärmer machen.

Wie hoch die Sanktionen für unerlaubte Müllentsorgung ausfallen, ist mitunter von dem Bundesland abhängig, in dem die Verstöße begangen werden. Verantwortliche Behörden dürfen nach einem gewissen Ermessensspielraum handeln, müssen Bußgelder aber verhältnismäßig erteilen. Das sorgt dafür, dass beispielsweise eine Privatperson für gewöhnlich nicht so viel zu zahlen hat, wie es bei Unternehmen der Fall ist, die illegal Müll entsorgen. Das Bußgeld fällt im letzteren Fall sehr wahrscheinlich höher aus.

Müllentsorgung kann als Straftat gewertet werden

In einigen Fällen wird unerlaubte Abfallentsorgung als Straftat gewertet und kann sogar eine Freiheitsstrafe von mehreren Jahren nach sich ziehen. Diesbezüglich ist unter anderem § 326 Strafgesetzbuch (StGB) zu beachten. Starke Verunreinigungen von Boden, Luft oder Gewässer können einen Unternehmer so schon einmal für fünf Jahre ins Gefängnis bringen. Folglich ist es beispielsweise nicht empfehlenswert, ein altes Auto im Wald abzustellen. Öl oder Benzin können in den Boden eindringen und somit den Straftatbestand von § 326 StGB erfüllen.

Unschöne Gerüche im Sommer vermeiden

Auch Zuhause sollte der Biomüll regelmäßig entsorgt werden, damit die eigene Mülltonne nicht stinkt im Sommer.
Auch Zuhause sollte der Biomüll regelmäßig entsorgt werden, damit die eigene Mülltonne nicht stinkt im Sommer.
Auch außerhalb des Spektrums der umweltschutzbedingten Ordnungswidrigkeiten sorgt Abfall immer wieder für unerwünschte Erscheinungen. Gerade Anwohner in Mietshäusern könnten sich daran stören, dass etwa die vor dem Haus befindliche Mülltonne stinkt. Im Sommer kommt es durch hohe Temperaturen und aktive Insekten schnell zu extrem unangenehmen Gerüchen, sowohl bei den großen Sammeltonnen als auch beim eigenen Müllbeutel innerhalb der Wohnung.

  • Der Biomüll sollte daher alle ein bis zwei Tage rausgebracht werden.
  • Damit keine Maden die Mülltonne im Sommer unsicher machen, empfiehlt sich der Einsatz von Behältern mit Filterdeckeln. Diese wandeln Fäulnisgase in geruchsfreie Substanzen um und verhindern, dass sich Insekten einnisten.
  • Zeitungspapier, mit dem Kartoffelschalen oder Kaffeefilter eingepackt werden können, entzieht dem Müll Feuchtigkeit und schließt Gerüche ein.
  • Bestehendem Gestank kann besonders gut mit Essig zu Leibe gerückt werden.
  • Müllbehälter sollten, wenn möglich, nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
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