Mischkonsum: Wirkung, Gesetzeslage und Strafen

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Welche Gefahren entstehen durch Drogen-Mischkonsum?

Wer Drogen und Alkohol mischt, darf keinesfalls am Straßenverkehr teilnehmen.

Wer Drogen und Alkohol mischt, darf keinesfalls am Straßenverkehr teilnehmen.

In Deutschland ist der Konsum von Alkohol und Nikotin legal. Sofern Sie nicht unter Einfluss von Alkohol Auto fahren oder anderweitig eine Gefahr für Andere darstellen, ist Ihnen gesetzlich freigestellt, wie viel Sie rauchen oder trinken. Anders sieht die Gesetzeslage im Fall von Cannabis, Speed, Heroin, LSD oder anderen illegalen Drogen aus.

Dabei handelt es sich um illegale Substanzen. Werden Sie beim Konsum dieser Rauschmittel erwischt, drohen auch ohne das Führen eines Fahrzeugs bereits ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen. Welche Folgen der Drogen-Mischkonsum auf Ihren Körper hat und mit welchen Sanktionen Sie rechnen müssen, wenn Sie Mischkonsum betreiben und Auto fahren, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Was ist Mischkonsum?

Als Mischkonsum – bzw. multipler Substanzgebrauch – wird die Einnahme verschiedener Drogen bzw. Suchtmittel zum gleichen Zeitpunkt oder in kurz aufeinander folgenden Zeitabständen bezeichnet.
Nach dem Konsum von Kokain oder Crystal Meth Auto fahren? Das kann verheerende Folgen haben.

Nach dem Konsum von Kokain oder Crystal Meth Auto fahren? Das kann verheerende Folgen haben.

Dabei entstehen Kreuzreaktionen, die die Wirkung der einzelnen Substanzen verstärken können. Nicht alle Drogen haben dasselbe Ziel. Zum einen gibt es Mittel, wie Ecstasy oder Speed, die vorrangig aufputschend wirken. Blutdruck und Puls steigen, die Atemfrequenz erhöht sich und es werden deutlich erhöhte Mengen der sogenannten „Glückshormone“ – wie z. B. Serotonin und Endorphine – ausgeschüttet.

Die gängigste Form dieser Rauschmittel wird als MDMA bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Methylendioxyamphetamin, das aktuell weltweit als „Partydroge“ die Runde macht.

Auf der anderen Seite gibt es Rauschmittel, die vorrangig beruhigend und berauschend wirken sollen. Besonders der Konsum von Tetrahydrocannabinol (THC), das in weiblichen Cannabispflanzen zu finden ist, ist darauf ausgelegt. Sämtliche Drogenarten wirken sich maßgeblich auf den Körper und insbesondere auf die Zurechnungsfähigkeit des Konsumenten aus. Dass Mischkonsum ein Ausschlusskriterium für die Teilnahme am Straßenverkehr sein sollte, ist somit offensichtlich.

Nicht nur direkt nach dem Mischkonsum stellen die Konsumenten eine Gefahr für den Straßenverkehr dar. Vor allem bei regelmäßiger Einnahme verschiedener Substanzen entstehen langfristige Veränderungen der Reaktions- und Kognitionsfähigkeit. Ein Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr ausschließt. Wer sich trotzdem ans Steuer setzt, verstößt gegen das Verkehrsrecht.
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Welche körperlichen Auswirkungen hat der Mischkonsum von Drogen?

Wer verschiedene Drogen mischt, versetzt den Körper in einen unberechenbaren Zustand und verstößt gegen das Gesetz. Der Mischkonsum verschiedener Drogen – dazu zählt auch die Kombination von Alkohol und anderen Drogen – führt zu unberechenbaren Kreuzreaktionen und Wirkungsverstärkungen. Zu den akut auftretenden, körperlichen Folgen und Risiken von Mischkonsum können zählen:

  • Orientierungsunfähigkeit
  • Halluzinationen
  • Herz-Kreislaufstörungen
  • Angst- und Panikzustände
  • Nervenstörungen
  • Muskelkrämpfe
Eine weitere Gefahrenquelle liegt im Mischkonsum von Medikamenten, wie Antibiotika, und Drogen. Auch die gemeinsame Einnahme von Antidepressiva und Drogen kann verheerende Folgen haben.

Strafrechtliche Folgen von Mischkonsum

Drogen-Mischkonsum vor dem Autofahren ist fahrlässig und strafbar.

Drogen-Mischkonsum vor dem Autofahren ist fahrlässig und strafbar.

Wer illegale Drogen besitzt und konsumiert, macht sich strafbar. Dabei handelt es sich um eine Straftat, die je nach Kontext entsprechend hart bestraft wird. Das Maß der Sanktion für das Fahren unter Drogeneinfluss richtet sich dabei nach dem Straßenverkehrsgesetz (StVG).

Wer harte Drogen – vor allem im Mischkonsum – zu sich nimmt, ist nicht nur kurz nach der Einnahme, sondern generell nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr berechtigt. Missachten Sie das Gesetz und fahren trotz Mischkonsum, kann der Führerschein entzogen werden.

Bei Drogen wie Cannabis geht es in einer Polizeikontrolle darum, ob zwischen Konsum und Fahrtantritt mindestens sechs Stunden lagen. Wer regelmäßig THC konsumiert, ist jedoch generell nicht berechtigt, Auto zu fahren. Auch wenn der Konsum von Cannabis mittlerweile in einigen Ländern und Landkreisen legalisiert wird, zählt die Pflanze in Deutschland zu den illegalen Drogen. Daher wird auch hier vom Besitz und Konsum abgeraten, um Sanktionen zu vermeiden.

Wurden Sie unter Einfluss von Drogen beim Fahren erwischt, werden ein Bußgeld von 500 Euro sowie ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg fällig. Bei Wiederholungstaten kann es zu Bußgeldern von bis zu 1.500 Euro und dem Entzug der Fahrerlaubnis und bei der Gefährdung des Verkehrs auch zu Freiheitsstrafen kommen.
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