Bei 22 km/h zu schnell geblitzt: Das sind die Folgen!

Von Anh P.

Letzte Aktualisierung am: 13. April 2024

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Ratgeber 22 km/h zu schnell

Bußgeldtabellen: Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 22 km/h

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Innerorts 22 km/h zu schnell mit...BußgeldPunkteLohnt ein Einspruch?
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Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Außerorts 22 km/h zu schnell mit...BußgeldPunkteLohnt ein Einspruch?
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Lkw, Fahrzeug mit Anhänger150 €1Hier prüfen **

Bußgeldrechner: Geschwindigkeitsüberschreitung (Pkw & Lkw)

FAQ: 22 km/h zu schnell

Was kostet es, 22 km/h zu schnell außerorts zu fahren?

Wenn Sie eine geschlossene Ortschaft mit 22 km/h zu schnell durchfahren, droht ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg. Ein Fahrverbot gibt es hingegen noch nicht. Dieses bekommen Sie erst ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 km/h zu schnell außerorts. Wiederholungstäter müssen mit einem Fahrverbot rechnen, wenn sie bereits zwei mal innerhalb von 12 Monaten mit mehr als 26 km/h geblitzt wurden.

Was kostet es, 22 km/h zu schnell innerorts zu fahren?

Das Bußgeld bei 22 km/h innerorts zu schnell beträgt mindestens 115 Euro. Dazu kommen 28,50 Euro Verwaltungsgebühren. Es kann aber auf bis zu 230 Euro erhöht werden, wenn Sie bereits Punkte in Flensburg haben und schneller als 150% der Höchstgeschwindigkeit gefahren sind.

Was passiert, wenn man 22 km/h zu schnell fährt in der Probezeit?

Fahranfänger in der Probezeit begehen einen A-Verstoß, wenn sie mindestens 21 km/h zu schnell fahren. Das heißt, bei 22 km/h zu schnell außerorts in der Probezeit verlängert sich diese um 2 Jahre und Sie müssen ein Aufbauseminar besuchen. Selbiges gilt für 22 km/h zu schnell innerorts während der Probezeit.

Video: Tempolimits

Welche Tempolimits gelten, erfahren Sie auch im Video.
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Innerhalb geschlossener Ortschaft 22 km/h zu schnell gefahren

Wer innerorts mit 22 km/h zu schnell geblitzt wurde, muss mit höheren Bußgeldern rechnen als außerorts.
Wer innerorts mit 22 km/h zu schnell geblitzt wurde, muss mit höheren Bußgeldern rechnen als außerorts.

Werden Sie innerorts geblitzt, müssen Sie im Vergleich zu einem Verstoß außerorts mit höheren Bußgeldern rechnen. Das liegt daran, dass innerhalb geschlossener Ortschaften ein anderes Gefahrenpotenzial vorliegt. 

Fahren Sie 22 km/h zu schnell innerorts bei erlaubten 30 km/h, gilt auch hier der gleiche Bußgeldkatalog. Es drohen eine Mindeststrafe von 115 Euro plus Verwaltungskosten in Höhe von 28,50 Euro. Dazu kommt ein Punkt in Flensburg. Dasselbe gilt für 22 km/h zu schnell innerorts bei erlaubten 50 km/h. 

Das standardisierte Schreiben der Behörden kann wie folgt lauten:

“Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 22 km/h. Zulässige Geschwindigkeit: 30 km/h. „Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): 52 km/h.”

Der Toleranzabzug von 3 km/h wirkt zwar minimal, kann aber einen entscheidenden Unterschied machen. Fahren Sie innerorts 22 km/h zu schnell, bleiben nach Toleranzabzug 19 km/h übrig. Dabei fallen 70 Euro Bußgeld an und ein Punkt in Flensburg bleibt Ihnen erspart.

Außerhalb geschlossener Ortschaft 22 km/h zu schnell: Landstraße

Auf einer Landstraße hingegen ist je nach Fahrzeugtyp eine maximale Höchstgeschwindigkeit vorgegeben, die Sie dieser Tabelle entnehmen können:

Zulässige HöchstgeschwindigkeitFür welche Kfz gültig?
60 km/h- Kfz über 7,5 t
- Kfz über 3,5 t mit Anhänger
- Busse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze zur Verfügung stehen
80 km/h- Kfz von 3,5 bis 7,5 t (ausgenommen Pkw)
- Pkw mit Anhänger
- Lkw und Wohnmobile bis 3,5 t mit Anhänger
- Busse (auch mit Gepäckträger)
100 km/h- Pkw und andere Kfz bis 3,5 t

Die Strafe bei 22 km/h zu schnell außerorts fällt etwas geringer aus als bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts. Fahren Sie außerorts 22 km/h zu schnell, kostet Sie das ein Bußgeld von 100 Euro plus 28,50 Verwaltungsgebühr und einen Punkt in Flensburg.

22 km/h außerorts zu schnell: Autobahn

Während innerorts eine klar definierte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt, gibt es auf Autobahnen keine feste Vorgabe. Diese wird je nach Abschnitt mit entsprechenden Schildern angezeigt. Es kommt derselbe Bußgeldkatalog bei 22 km/h zu schnell außerhalb geschlossener Ortschaften zum Einsatz. Ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro plus einen Punkt in Flensburg kosten 22 km/h zu schnell auf der Autobahn. Auch hier kommen die 28,50 Verwaltungskosten obendrauf. 

Aber Achtung: Fahren Sie auf einer Stadtautobahn 22 km/h zu schnell, befinden Sie sich innerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Hier gelten die Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße innerorts, die höher ausfallen.

22 km/h zu schnell auf der Autobahn-Baustelle

Was passiert, wenn ich in einer Baustelle mit 22 km/h zu schnell geblitzt werde?
Was passiert, wenn ich in einer Baustelle mit 22 km/h zu schnell geblitzt werde?

Auf einer Baustelle gilt häufig eine herabgesetzte Höchstgeschwindigkeit von 80 oder 60 km/h, da die Fahrbahn verengt und gegebenenfalls verdreckt ist. Dadurch ergibt sich eine höhere Unfallgefahr. 

Wenn Sie auf einer Autobahn-Baustelle geblitzt werden, müssen Sie das gleiche Bußgeld zahlen, das auch auf normalen Autobahnen und Bundesstraßen gilt. Es zählt der Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsverstöße außerorts. Demnach drohen auch hier bei 22 km/h zu schnell ein Bußgeld von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg.

22 km/h zu schnell mit Lkw oder Anhänger

Wurden Sie mit einem Lkw oder einem Fahrzeug über 3,5 t bei 22 km/h zu schnell geblitzt, müssen Sie mit einem höheren Bußgeld rechnen. Da die Folgen eines Unfalls mit besonders schweren Fahrzeugen schwerwiegender sind, gelten sowohl innerorts als auch außerorts härtere Konsequenzen. Innerorts kosten 22 km/h zu schnell 175 Euro zzgl. Verwaltungsgebühren und einen Punkt in Flensburg. Außerorts gibt es ebenfalls einen Punkt und 150 Euro Bußgeld. 

22 km/h zu schnell in der Probezeit

Während der Probezeit werden Verkehrsverstöße in A- und B-Verstöße kategorisiert. A-Verstöße sind schwerwiegend, B-Verstöße hingegen gelten als etwas weniger schwerwiegend. Ab einem Geschwindigkeitsverstoß von 21 km/h handelt es sich um einen A-Verstoß (beim ersten Mal). Das bedeutet, dass 22 km/h zu schnell die Probezeit um zwei Jahre verlängert und Sie an einem Aufbauseminar teilnehmen müssen. Werden Sie zum zweiten Mal innerhalb der Probezeit bei einem Geschwindigkeitsverstoß um mindestens 21 km/h geblitzt, folgt die Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung

Über den Autor

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Anh P.

Anh hat eine journalistische Ausbildung absolviert und verstärkt unsere Redaktion seit 2018. Ihre Ratgeber befassen sich u. a. mit Verkehrsverstößen, Fragen zum Bußgeldverfahren und Tipps zur Fahrzeugpflege. Außerdem verfasst sie Pressemitteilungen und unterstützt uns als Lektorin.

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