PoliScan Speed – Ein Lasermessgerät mit Tücken?

Das PoliScan Speed kann als Tower auftreten. Dieses säulenartige, stationäre Messgerät ist oft an einen Blitzer gekoppelt.
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Laser im Straßenverkehr

Das PoliScan Speed kann als Tower auftreten. Dieses säulenartige, stationäre Messgerät ist oft an einen Blitzer gekoppelt.

Das PoliScan Speed kann als Tower auftreten. Dieses säulenartige, stationäre Messgerät ist oft an einen Blitzer gekoppelt.

Die Messung der Geschwindigkeit im heutigen Straßenverkehr erfolgt mithilfe verschiedene Methoden. Im Kopf der Autofahrer ist dabei vor allem das klassische Bild des Blitzers vertreten: Ein Gerät, welches die Geschwindigkeitsüberschreitung erfasst und direkt ein Beweisfoto schießt.

Diese simple Vorstellung passt aber nicht immer zu den komplexen technischen Vorgängen innerhalb der Geräte.

Lasermessgeräte existieren heute in zahlreichen Varianten. Darunter auch ein Modell von dem Hersteller Vitronic: Das PoliScan Speed. Hier erfahren Sie alles zur Kontroverse um die Geschwindigkeitsmessung mit diesem Modell und warum sich unter Umständen ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt.

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Fehlerquellen beim PoliScan Speed

In der Vergangenheit wurden schon viele Einsprüche gegen Bußgeldbescheide eingereicht, die durch einen PoliScan Speed zustande gekommen sind. Ein beachtlicher Teil der Bußgeldverfahren wurden daraufhin auch zugunsten der Beschuldigten eingestellt. Das Gerät von Vitronic wurde unter anderem aus folgenden Gründen angezweifelt:

  • Softwareversion mit nicht nachvollziehbarem Messsystem: Beim Polican Speed ist vor allem die Softwareversion 1.5.5. berüchtigt. Diese erhielt den Namen Blackbox, weil sie es verhinderte, dass die Messungen im Nachhinein nachvollziehbar waren (dies wurde oft als Verletzung eines fairen Verfahrens ausgelegt). Trotz Update soll diese Version teilweise noch genutzt werden. Ein Einspruch kann hier von Erfolg gekrönt sein.
  • Fehler durch Verdeckung: Das PoliScan Speed arbeitet mit einen Lichtimpuls, der auf die Fahrbahn strahlt und schließlich vom Fahrzeug zurückgeworfen wird. Die Art der Weg-Zeit-Berechnung schließt beim PoliScan Speed Messfehler eher aus. Doch kam in der Vergangenheit oft die Frage auf: „Beobachtet“ der Laser erst das Fahrzeug, bevor er die Information an den Blitzer weitergibt? In diesem Fall könnte es nämlich passieren, dass das schnelle Auto plötzlich bremst und das Auto auf der Spur daneben vom Blitzerfoto erfasst wird. Aktuelle Software soll diese Wahrscheinlichkeit ausschließen, im Zweifellsfall lohnt sich aber eine Prüfung durch einen Sachverständigen.
  • Falsche Bedienung: Generell gilt, dass das Lasergerät von Vitronic nach dem Einschalten von allein arbeitet. Bei einigen Betriebsarten sind aber bestimmte Tests durchzuführen – bei weitem nicht alle Polizisten handeln dabei entsprechend. So stellte das Hamburger Amtsgericht schon ein Verfahren ein, weil der zuständige Polizist beim PoliScan Speed keinen erforderlichen Displaytest durchgeführt hatte.
Die wenigsten Lasermessgeräte sind zugleich Laser als auch Blitzer. Polizisten benutzen Lasergeräte meistens zur Durchführung einer Geschwindigkeitsmessung. Wird in einem solchen Fall eine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt, werden die Autofahrer aus dem Verkehr herausgewunken. Ein Bild durch einen Blitzer entsteht dann nicht. Das PoliScan Speed kann jedoch auch an ein Blitzgerät gekoppelt sein.
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