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Blitzer im Straßenverkehr – Nicht wegzudenken

Ein Geschwindigkeitsmessgerät kommt selten allein

Heutzutage können Blitzer auch ohne Blitz funktionieren.
Heutzutage können Blitzer auch ohne Blitz funktionieren.

Viele Autofahrer hat es schon erwischt. Sie waren schneller unterwegs als erlaubt und begegneten plötzlich dem verräterischen Blitz. Einige Zeit später lag der Bußgeldbescheid im Briefkasten und der Ärger war groß.

Blitzer sind in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Im Verkehr sind sie der Arm der Gesetzeshüter und sorgen dafür, dass Verkehrssünder überführt und sanktioniert werden können.

Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Blitzerarten, Gesetzesvorgaben, Bußgeldvorschriften und weitere wichtige Hintergrundinformationen.

Blitzermodelle kategorisiert in der Blitzer-Liste

Der Sinn der Blitzer: Mittels Strafen zu sicherem Fahrverhalten anregen

Schon über 50 Jahre lang kommen Radarfallen im Straßenverkehr zum Einsatz. Aus den ersten Modellen haben sich unter anderem die oben aufgeführten Variationen entwickelt, welche bis heute im Einsatz sind. Radarkontrollen haben den sprichwörtlichen Zweck die Straßenverkehrsordnung zu bewahren. Im namensgebenden Gesetz wird nämlich vorgeschrieben, dass die Geschwindigkeit beim Fahrzeug nur so hoch sein darf, wie dieses noch vom Fahrer kontrolliert werden kann.

Eine gewisse Toleranz gilt beim Blitzen. Unter 100 km/h werden für gewöhnlich 3 km/h abgezogen.
Eine gewisse Toleranz gilt beim Blitzen. Unter 100 km/h werden für gewöhnlich 3 km/h abgezogen.

Geschwindigkeitsüberschreitungen gehören in Deutschland zu den Hauptgründen von Unfällen. Kaum eine Ordnungswidrigkeit wird auch so oft von den Behörden erfasst und verfolgt. Und genau deshalb sind Blitzer unersetzbar geworden.

Verkehrsteilnehmer werden auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten hin kontrolliert und bei Verstößen entsprechend bestraft.

Auf diese Weise möchte der Gesetzgeber Gefahrensituationen durch zu hohe Geschwindigkeiten vermeiden und somit die Sicherheit der Personen im öffentlichen Verkehr bewahren.

Es existiert zwar kein offizieller Blitzer-Rechner, die Kosten die beim Geblitztwerden entstehen, lassen sich jedoch mit unserem Rechner zur Geschwindigkeitsüberschreitung ermitteln und im aktuellen Bußgeldkatalog einsehen. Dieser wird regelmäßig vom Kraftfahrt-Bundesamt herausgegeben.

Feste und mobile Blitzer

Bei der Einteilung von Blitzern bietet es sich an, diese zunächst in feste (stationäre) und mobile Blitzer zu kategorisieren. Um einen guten Eindruck von der Wirkungsweise dieser Gerätekategorien zu bekommen, folgt die Erklärung zu einem Beispiel jedes Typs:

  • Stationäre Radarmessung (Beispiel für feste Blitzer): Dieser Gerätetyp ist wohl mit der bekannteste. In der klassischen Variante handelt es sich hierbei um eine auf einem Mast befestigte Box, die mit ihren Linsen einer Ampel ähnelt. Generell messen diese Geräte über Radarstrahlen zuverlässig – fahren jedoch mehrere Autos schnell hinter einander, können Messungen nicht zulässig sein.
  • Lichtschrankenmessung (Beispiel für mobile Blitzer): Bei diesem mobilen Messgerät werden mehrere Sender und Empfänger so aufgestellt, dass sie ein Lichtstrahl über die Fahrbahn hinweg verbindet. Fahren Autos durch die Lichtschranken, erfolgt über eine Weg-Zeit-Berechnung die Geschwindigkeitserfassung. Bei Überschreitung des erlaubten Tempolimits wird ein Beweisfoto geschossen. Die Funkverbindung zur Bildkamera kann hier ein Schwachpunkt sein.

Anhand dieser beiden Beispiele wird ersichtlich, wie unterschiedlich Blitzerapparate funktionieren. Doch eines haben alle Blitzer gemein: Toleranz spielt bei den Messungen eine gewisse Rolle.

Das Thema Toleranz

Der Toleranzabzug bei einem Blitzer ist nichts Ungewöhnliches. Jedes Messgerät weist hierbei einen individuellen Wert auf, der von dem Resultat des Messergebnisses abgezogen wird. Dabei hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt das Sagen und legt für alle Blitzer, die im Straßenverkehr verwendet werden sollen, eine definitive Toleranzgrenze fest.

Bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h werden in der Regel 3 km/h abgezogen. Darüber hinaus wird oft die sogenannte 3 %-Regel angewandt. Wer also mit 150 km/h geblitzt wird, bekommt demnach etwa 4,5 km/h vom Endresultat abgezogen.

Die Toleranzgrenzwerte gibt es hauptsächlich, um mögliche Ungenauigkeiten bei den Messungen auszugleichen. Doch auch mit einbezogener Toleranz muss ein Blitzer regelmäßig geeicht werden. Es können zwar auch Messergebnisse von Geräten ohne aktuelle Eichung vor Gericht vorgelegt werden, jedoch muss in diesem Fall die Toleranzgrenze deutlich höher angesetzt werden.

Genaue Gesetzesvorgaben für Geschwindigkeitsmessungen

Die Polizei setzt Blitzer auf der Autobahn, in Städten, auf Landstraßen und an anderen Orten ein. Mobile und stationäre Blitzer werden nach Belieben verwendet, so scheint es zunächst. Doch auch hier gibt es gesetzliche Regelungen, an die sich die Beamten bei Geschwindigkeitsmessungen halten müssen.

Die Nutzung einer Blitzerwarner-App ist illegal. Der Besitz wird jedoch nicht verfolgt.
Die Nutzung einer Blitzerwarner-App ist illegal. Der Besitz wird jedoch nicht verfolgt.

So ist beispielsweise der Abstand zwischen Blitzer und Gebotsschild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung klar geregelt.

Die Meterangaben unterscheiden sich zwischen den Bundesländern. Generell gilt aber, dass ein Weg von etwa 75 bis 250 Metern gewährt werden muss, um sich der Tempoänderung anzupassen. Das hat auch den Grund, dass gerade bei sehr hohen Geschwindigkeiten eine starke Bremsung eher verkehrsgefährdend ist.

Auch die Richtung, aus der ein Verkehrssünder per Beweisfoto erfasst wird, ist entscheidend. In der Regel reicht nicht die alleinige Erfassung des Fahrzeugs aus, da in Deutschland die Fahrerhaftung gilt. Heckfotos sind aus diesem Grund in Frage zu stellen und begünstigen unter Umständen einen Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid. Besonders kurios wird dadurch die Erfassung von Motorradfahrern. Wer mit seinem Motorrad von einem Blitzer fotografiert wird, ist in der Regel aufgrund des Motorradhelmes und der Kennzeichenpositionierung hinten am Fahrzeug nur schwer zu erkennen. Eine eindeutige Identifizierung wird hierdurch erschwert, was auch die Nachverfolgung kompliziert.

Ist es legal, eine Blitzer-App zu benutzen?

Apps, also Programme für das Handy bzw. das Smartphone, sind heute omnipräsent. Da wundert es nicht, dass mittlerweile auch mit Blitzer-Apps geworben wird, die als Frühwarnsysteme funktionieren. Sogar Navigationsgeräte bieten mittlerweile solche Funktionen. Autofahrer sollten diese Programme aber in keinem Fall verwenden, denn die Nutzung dieser ist illegal.

Wer dabei erwischt wird, wie er mit einem Radarwarner oder einer Blitzer-App Messgeräte, wie beispielsweise Radarfallen, aufspürt oder sogar stört, muss für die Ordnungswidrigkeit 75 Euro Bußgeld bezahlen und erhält einen Punkt in Flensburg.

Dagegen ist es jedoch Radiosendern erlaubt, Blitzer zu melden – denn dies geschieht unabhängig vom Standort des Hörers. Autofahrer dürfen sich auch gegenseitig mit einem Handzeichen auf Kontrollen hinweisen; die Lichthupe darf dafür aber nicht genutzt werden (diese ist ausschließlich für Gefahrenstellen gedacht). Beim Missbrauch der Lichthupe können Autofahrer mit 10 Euro Verwarngeld belangt werden.
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