Das Fahrrad und die StVO – Bußgeldkatalog Fahrrad

Das Fahrrad in der StVO - Was gilt?

Die Straßenverkehrsordnung: Das Fahrrad gehört dazu

Im Straßenverkehr gelten die Verkehrsregeln auch für das Fahrrad und seinen Besitzer. Wer beispielsweise ein Verkehrszeichen mit dem Fahrrad missachtet, kann durchaus mit einem hohen Bußgeld rechnen. Die Verkehrsregeln für Radfahrer beziehen sich dabei hauptsächlich auf Vorschriften, die direkt in der Straßenverkehrsordnung (StVO) für das Fahrrad festgelegt wurden. So klärt dieser Ratgeber über die vorliegenden Regelungen auf und gibt zudem die Bußgelder an, die bei Missachtung gezahlt werden müssen.

Bußgeldtabelle: Fahrrad nach StVO

Tatbestands­nummerTatbestandStrafe
(€)
141446Beschilderten Radweg nicht benutzt (blaues Schild)20 €
141447...mit Behinderung25 €
141448...mit Gefährdung30 €
141449...es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung35 €
141149Beschilderten Radweg in falscher Richtung befahren20 €
141151 ...mit Gefährdung30 €
141152...es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung35 €
102142Rechtsfahrgebot missachtet15 €
102143...mit Behinderung20 €
102144...mit Gefährdung25 €
102145...es kam zum Unfall30 €
141169Unerlaubtes Fahrradfahren auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone15 €
141169...mit Behinderung20 €
141171...mit Gefährdung25 €
141172...es kam zum Unfall30 €
102167Nebeneinander Rad fahren und dadurch andere behindern20 €
102168...mit Gefährdung25 €
102169...es kam zum Unfall30 €
141187Als Radfahrer das Zeichen 267 (Verbot der Einfahrt) missachtet20 €
141188...mit Behinderung25 €
141189...mit Gefährdung30 €
141190...es kam zum Unfall35 €
123006Freihändig fahren5 €

Das Fahrrad und seine Verkehrsregeln

Das Fahrrad und die StVO: Viele Regeln für Radfahrer stehen in der Straßenverkehrsordnung.

Das Fahrrad und die StVO: Viele Regeln für Radfahrer stehen in der Straßenverkehrsordnung.

Nicht nur spezielle Verkehrsschilder weisen dem Fahrrad und seinen Anhängern den Weg, auch gewisse Grundregeln sind durch die Straßenverkehrsordnung festgelegt. Ein Großteil der Fahrrad-Regeln basieren auf § 2 Absatz 4 StVO.
Dort wird unter anderem festgelegt, dass stets hintereinander gefahren werden muss. Die Erlaubnis nebeneinander zu fahren, gilt nur dann, wenn dadurch nicht der Verkehr behindert wird. Weiterhin sagt das Gesetz:

“Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden. Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das allein stehende Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ angezeigt ist.”

Es ist also immer erlaubt, mit einem Fahrrad den Radweg auf der rechten Fahrbahnseite zu benutzen.

Ein Verkehrsschild für Fahrräder ist generell in blauer und weißer Farbe gehalten. Dazu zählen auch die genannten Zeichen. Ist ein Schild dieser Art vorhanden, ist ihm in jedem Fall Folge zu leisten. So entscheiden diese Zeichen auch, ob das Radfahren auf dem Gehweg gestattet ist. Sind keine Schilder vorhanden, gehört jedes Fahrrad auf die Straße. Wer dann sein Fahrrad auf dem Gehweg führt, riskiert ein Bußgeld von 15 Euro.

Die Ausnahme hier sind Heranwachsende. So sollen Kinder ihr Fahrrad auf dem Gehweg benutzen, bis sie acht Jahre alt sind. Bis zum zehnten Lebensjahr bleibt ihnen dieses Privileg auf freiwilliger Basis erhalten. Dabei sollten Eltern wissen, dass Sie nicht neben dem Kind auf dem Gehweg fahren dürfen, auch nicht, wenn sie das zum Aufsichtszweck tun.

Auch bei der Seitenwahl unterliegt jedes Fahrrad der StVO und ihren Regeln: So gehört das Rechtsfahrgebot zu den wichtigsten Verkehrsregeln für Radfahrer.
Fahrradfahren auf dem Gehweg ist Erwachsenen nicht erlaubt. Der Radweg oder die Fahrbahn ist zu benutzen.

Fahrradfahren auf dem Gehweg ist Erwachsenen nicht erlaubt. Der Radweg oder die Fahrbahn ist zu benutzen.

Ähnlich wie beim Auto gilt, dass bei Missachtung der Verkehrsregeln für Fahrradfahrer das jeweilige Bußgeld höher ausfällt, wenn durch den Verstoß eine Gefährdung vorgelegen hat oder ein Unfall ausgelöst wurde.

Damit beim Fahrrad die StVO durchgesetzt werden kann, sind müssen Polizeibeamte jedoch direkt vor Ort sein und Kontrollen durchführen.

Selbst wenn ein Vergehen durch elektronische Geräte erfasst wird, ist die Verfolgung des Täters kaum möglich, da Fahrräder keine Nummernschilder haben, die eine Identifikation ermöglichen. Trotzdem sollte jedes Fahrrad den Regeln im Straßenverkehr entsprechend geführt werden. Wer sich den Vorschriften für Fahrräder bewusst ist, kann sie auch leicht einhalten.

Es ist auch nicht erlaubt, im Straßenverkehr freihändig mit dem Fahrrad zu fahren. Verstößt jemand dagegen, riskiert er einen Bußgeldbescheid über 5 Euro. Gerade Kinder sollten darauf hingewiesen werden. Denn beim freihändigen Fahren können die Bremsen am Rad nur mit Verzögerung betätigt werden, in Folge dessen steigt das Unfallrisiko.
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