Bei der MPU durchgefallen: Was ist nun zu unternehmen?

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FAQ: Bei der MPU durchgefallen

Was passiert, wenn man die MPU nicht besteht?

Können Sie die Verkehrspsychologen nicht überzeugen, fällt das MPU-Gutachten negativ aus. Was nun konkret bedeutet, dass Sie bei der Führerscheinstelle keinen Nachweis Ihrer Fahreignung erbringen können. Allerdings können Sie einen neuen Termin bei der Begutachtungsstelle vereinbaren, wenn Sie bei der MPU durchgefallen sind. Eine Sperrfrist gibt es nämlich nicht.

Kann man gegen ein negatives MPU-Gutachten vorgehen?

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, negative MPU-Gutachten anzufechten. Allerdings müssen Sie bzw. Ihr Anwalt dabei Beweise für eine Fehleinschätzung der Prüfstelle vorbringen. In der Praxis gestaltet sich dies oft schwierig.

Erhalte ich, wenn das MPU-Gutachten negativ ausfällt, trotzdem meinen Führerschein zurück?

Um den Führerschein ohne positives Gutachten zurückzubekommen, müssen Sie, wenn die MPU nicht bestanden haben, eine Wartezeit von 15 Jahren in Kauf nehmen. Denn nach diesem Zeitraum verjährt der Führerscheinentzug. Allerdings können die Behörden danach erneut die Durchführung der Führerscheinprüfungen verlangen.

MPU nicht bestanden: Was ist nun wichtig?

Bei der MPU durchgefallen: Was kann ich tun?
Bei der MPU durchgefallen: Was kann ich tun?

Sind Sie bei der MPU durchgefallen, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass die Führerscheinstelle das negative Gutachten nicht erhält. Denn damit liefern Sie der Behörde einen Beweis für die mangelnde Fahreignung. Aus diesem Grund sollten Sie bereits im Zuge der Anmeldung bei der Begutachtungsstelle eine automatische Weitergabe des Gutachtens an die Fahrerlaubnisbehörde untersagen.

Liegt nach der MPU ein negatives Gutachten vor, sollten Sie dieses zudem aufmerksam und gründlich lesen. Denn sind Sie bei der MPU durchgefallen, verrät dieses, was jetzt zu unternehmen ist. So formulieren die Verkehrspsychologen im Gutachten Hinweise und Empfehlungen, die Sie für die Vorbereitung nutzen können, wenn Sie die MPU wiederholen.

Bekommt man irgendwie den Führerschein zurück, trotz negativer MPU-Gutachten?

Tatsächlich gibt es eine Möglichkeit, um die Fahrerlaubnis wiederzuerlangen. Gerade bei einem kleinen Geldbeutel eine gute Nachricht, denn bei einer erneuten Überprüfung der Fahreignung fallen wieder Kosten an. Allerdings unterschätzen Personen, die durch die MPU gefallen sind, wie lange sie dafür warten müssen. Denn die Verjährung tritt erst nach 15 Jahren ein und nach so vielen Jahren ohne Fahrpraxis fordern die Behörden in der Regel erneut das Ablegen der Führerscheinprüfung.

Warum ist das MPU-Gutachten negativ?

Sie sind bei der MPU durchgefallen? Die Gründe dafür sind vielfältig. So können zum Beispiel fehlende Abstinenznachweise zu einem negativen Gutachten führen oder Sie konnten den psychologischen Gutachter nicht davon überzeugen, dass Sie aus Ihren Fehlern gelernt und Ihre Verhaltensweisen geändert haben. Auch eine mangelnde Vorbereitung kann sich nachteilig auswirken.

Haben Sie bei der MPU lediglich den Reaktionstest nicht bestanden, besteht in der Regel die Möglichkeit, diesen zu wiederholen. Alternativ dazu können Personen, die beim MPU-Reaktionstest durchgefallen sind, auch eine Fahrprobe in Begleitung eines Fahrlehrers und eines Verkehrspsychologen ablegen.

Wichtig! Lassen Sie sich von einem negativen Gutachten nicht entmutigen! Denn auch wenn die MPU umgangssprachlich als Idiotentest bezeichnet wird, ist es nicht einfach diese erfolgreich zu bestehen. Dies zeigt sich auch anhand der Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) für 2019. Demnach erhielten 38 Prozent der überprüften Personen ein negatives Ergebnis.

Bei der MPU durchgefallen: Wann kann ich diese wiederholen?

MPU-Gutachten negativ: Wann ist die nächste Untersuchung möglich?
MPU-Gutachten negativ: Wann ist die nächste Untersuchung möglich?

Für jeden Autofahrer ist es ärgerlich, wenn die MPU negativ ausfällt. Doch was ist nun zu unternehmen bzw. wie geht es weiter? Tatsächlich sieht der Gesetzgeber für den Fall, dass die MPU nicht bestanden wird, keine Sperrfrist oder Wartezeit vor. Sie können die Begutachtung also grundsätzlich direkt wiederholen.

Allerdings sollten Sie, wenn die MPU nicht bestanden wurde, überlegen, wann die nächste Überprüfung der Fahreignung sinnvoll ist. Lässt sich das negative Gutachten nicht nur auf Pech zurückführen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch eine erneute Untersuchung zu keinem positiven Ergebnis führt. Schließlich wollen die Gutachter sehen, dass Sie sich mit bestehenden Problemen auseinandersetzen und Maßnahmen ergreifen, um ein zukünftiges Fehlverhalten zu unterbinden.

Außerdem sollten Sie bedenken, dass auch Kosten anfallen, wenn Sie bei der MPU 2- oder 3-Mal durchgefallen sind. Denn auch ein negatives Gutachten kann mit Kosten von durchschnittlich 1.000 Euro einhergehen. Daher ist es in der Regel sinnvoll, erst wieder zur MPU anzutreten, wenn sich die Bedingungen verändert haben und der Erhalt eines positiven Gutachtens tatsächlich möglich ist.

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