MPU ohne Vorbereitung: Ist ein Bestehen so überhaupt möglich?

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FAQ: MPU ohne Vorbereitung

Ist es schwer, die MPU zu bestehen, ohne eine Vorbereitung zu absolvieren?

Laut einer Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erhielten 2019 lediglich 57 Prozent ein positives Gutachten. Allerdings ist nicht bekannt, wie viel Prozent davon die MPU ohne eine spezielle Vorbereitung bestanden haben. Dennoch raten Experten grundsätzlich dazu, im Vorfeld einen Vorbereitungskurs zu besuchen, um die eigenen Chancen zu erhöhen. 

Was passiert, wenn man die MPU ohne Vorbereitung nicht besteht?

Haben Sie im Vorfeld der MPU der Übersendung des Gutachtens an die Fahrerlaubnisbehörde zugestimmt, wird ein negatives Gutachten im Fahreignungsregister vermerkt. Dies kann sich mitunter für eine spätere Neuerteilung der Fahrerlaubnis hinderlich auswirken.

Lassen sich ohne eine Vorbereitung zur MPU Kosten einsparen?

Eine solche Rechnung geht selten auf, denn die Gebühren für die Untersuchung der Fahreignung fallen unabhängig vom Ergebnis des Gutachtens an. So ist es in der Regel sinnvoller, einmalig die Kosten für einen Vorbereitungskurs zu investieren und die MPU beim ersten Mal zu bestehen, als bei diesen Ausgaben zu sparen und dafür mehrmals erfolglos die Untersuchung zu durchlaufen.

Lässt sich eine MPU ohne einen Vorbereitungskurs erfolgreich absolvieren?

Ist es sinnvoll, alles auf eine Karte setzen und bei der MPU ohne eine entsprechende Vorbereitung anzutreten?
Ist es sinnvoll, alles auf eine Karte setzen und bei der MPU ohne eine entsprechende Vorbereitung anzutreten?

Im Zuge der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) wird die Fahreignung von Personen geprüft. Die Gründe für eine MPU-Anordnung können dabei vielfältig sein und von zu vielen Punkten in Flensburg, über aggressives Verhalten beim Autofahren bis hin zu Drogen- und Alkoholverstößen reichen. Um für alle Beteiligten ein gewisses Maß an Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten, sind die Anforderungen, um die MPU erfolgreich zu bestehen, entsprechend hoch.

So wird die Verkehrstauglichkeit durch eine medizinische Untersuchung und ein Leistungstestverfahren überprüft. Außerdem sieht der Gesetzgeber ein Gespräch mit einem Verkehrspsychologen vor. Gerade diese „Unterhaltung“ kann zum Stolperstein werden, wenn Sie an der MPU ohne eine entsprechende Vorbereitung teilnehmen. Denn die betroffenen Personen müssen eindeutig nachweisen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt und ihre Ansichten bzw. Verhaltensweisen geändert haben.

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, dass eine MPU bestanden wird, ohne eine besondere Vorbereitung zu absolvieren. Allerdings ist nicht jede Person in der Lage, ihr eigenes Fehlverhalten im notwendigen Maß zu reflektieren und die richtigen Maßnahmen zur Bewältigung zu ergreifen. Daher raten Experten dazu, sich professionelle Unterstützung zu suchen.

Das es nicht sinnvoll ist, die MPU auf die leichte Schulter zu nehmen, zeigt sich aus den Zahlen der BASt. So erhielten im Jahr 2019 nur 57 Prozent der überprüften Personen ein positives Gutachten. Als ungeeignet für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis galten hingegen 38 Prozent. 5 Prozent wurde die Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung empfohlen.

An der MPU ohne Vorbereitung teilnehmen: Lassen sich so Kosten sparen?

Wer ohne Vorbereitung zur MPU geht, verliert ggf. Zeit und Geld.
Wer ohne Vorbereitung zur MPU geht, verliert ggf. Zeit und Geld.

Wollen Sie sich umfassend auf die MPU vorbereiten, kann dies ein sehr kostspieliges Unterfangen sein. Denn für mehrere Termine bei einem Verkehrspsychologen, die sowohl als Einzel- als auch als Gruppensitzung möglich sind, können sich die Ausgaben schnell auf einen vierstelligen Betrag belaufen. Allerdings kann es durchaus sinnvoll sein, dieses Geld in die Hand zu nehmen, wenn dadurch die Wahrscheinlichkeit für ein positives Gutachten steigt.

Denn auch wenn Sie durch die MPU ohne eine entsprechende Vorbereitung durchfallen, entstehen Kosten. Dabei sind neben den Ausgaben für die MPU an sich auch die Kosten für einen notwendigen Abstinenznachweis anzuführen. So kann auch ein negatives Gutachten mit durchschnittlich bis zu 1.000 Euro zu Buche schlagen.

Haben Sie ein negatives Gutachten erhalten, weil Sie die MPU ohne Vorbereitung absolvierten und die Verkehrspsychologen keine positive Entwicklung sahen, kostet dies neben Geld auch Zeit. Denn dadurch müssen Sie weiter auf die Neuerteilung des Führerscheins warten. Zudem besteht auch die Gefahr, dass die bestehende Auswertung der Urinproben oder Haaranalysen beim neuen MPU-Termin nicht mehr aktuell genug ist und somit weitere kostenpflichtige Nachweise in Auftrag gegeben werden müssen.

Wichtig! Die meisten MPU-Begutachtungsstellen bieten regelmäßig kostenlose Info-Abende an. Gerade für Personen, die sich zum ersten Mal mit einer MPU auseinandersetzen müssen, ist der Besuch sinnvoll. So können Sie sich einen allgemeinen Überblick verschaffen und hilfreiche Informationen sammeln. Gleichzeitig stellen sich die Beratungsstellen in diesem Zuge vor und berichten über ihre Angebote. Dabei geht es natürlich auch darum, neue Kunden zu gewinnen. Wollen Sie bei der MPU nicht ohne eine entsprechende Vorbereitung antreten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie sich für eine anerkannte Beratungsstelle entscheiden.

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