EG-Fahrzeugklassen in Deutschland: Wozu sind sie gut?

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Der Unterschied zwischen Fahrzeugtyp, Auto-Klassen und EU-Fahrzeugklassen

Die EG-Fahrzeugklassen sind bei der Zulassung von Kfz wichtig.

Die EG-Fahrzeugklassen sind bei der Zulassung von Kfz wichtig.

In Deutschland und der Europäischen Union (EU) gibt es zahlreiche Begriffe rund um das Auto, die mitunter für Verwirrung sorgen können.

Vorab wollen wir ein wenig Klarheit schaffen und die Begriffe voneinander unterschieden. Es gibt nicht nur verschiedene Fahrzeugklassen für den Führerschein, sondern auch Fahrzeugkategorien, die beispielsweise für die Versicherung von Belang sind. Daneben existieren für das Auto noch verschiedene Typklassen.

Die Führerscheinklasse bestimmt, welche Fahrzeuge Sie nach Erlangungen der jeweiligen Fahrerlaubnis führen dürfen. Beim B-Führerschein sind das zum Beispiel PKW bis zu 3,5 t zulässigem Gesamtmasse. Außerdem schließt diese Führerscheinklasse noch die Klassen AM und L ein.

Doch gibt es bei den Autoklassen noch die Einteilung nach dem jeweiligen Typ des Fahrzeuges, der ein bestimmtes Modell einer Marke etwa innerhalb einer Serie bezeichnet.

Diese hat allerdings nichts mit der Typklasse zu tun. Diese spielt eine große Rolle bei der Kfz-Versicherung. Welche Typklasse Ihr Auto hat, entnehmen Sie dem Fahrzeugschein bzw. der Zulassungbescheinigung Teil I. Die Typschlüsselnummer steht im Feld 2.2.

In diesem Beitrag geht es aber um die EG-Fahrzeugklassen, auf die wir im Folgenden näher eingehen.

Die Kfz-Klassen nach EG-Richtlinie erfüllen diesen Zweck

Nicht nur in Deutschland gelten die EU-weit einheitlichen Fahrzeugklassen.

Nicht nur in Deutschland gelten die EU-weit einheitlichen Fahrzeugklassen.

Die Fahrzeugklassen, die in Europa genutzt werden, wurden erstmals 1970 einheitlich erfasst. Da dies innerhalb der Europäischen Gemeinschaft geschah, ist heute die Rede von EG-Fahrzeugklassen. Sie bestimmen, welche Bedingungen ein Fahrzeug erfüllen muss, damit dieses zugelassen werden darf. Zum Beispiel ist für jede EG-Fahrzeugklasse festgelegt, wie viele Abgase diese ausstoßen darf oder über wie viele Beleuchtungseinheiten sie an welcher Stelle verfügen muss.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erstellt zudem Statistiken über Fahrzeugdaten und deren Klassen und fasst diese systematisch – nach Kraftfahrzeugklassen – zusammen.

Fahrzeugklassen: Übersicht über PKW, Krafträder und Anhänger


Fahrzeug­klasseEnt­sprechen­de Fahr­zeuge
Lleichte 2 bis 4-rädrige Kfz wie Mopeds, Quads oder Motorräder
MKraftfahrzeuge, die zur Beförderung von Personen genutzt werden wie PKW oder Wohnmobile
NKraftfahrzeuge, die zur Beförderung von Gütern genutzt werden wie z.B. LKW und Lieferwagen
O(Sattel-)Anhänger
RAnhänger, die in der Land- und Forstwirtschaft verwendet werden
SMaschinen, die in der Land- und Forstwirtschaft zum Einsatz kommen und gezogen werden
TZugmaschinen, die in der Land- und Forstwirtschaft verwendet werden wie bspw.Traktoren
CZugmaschinen, die in der Land- und Forstwirtschaft verwendet werden und auf Gleisketten laufen wie etwa ein Bagger
Die verschiedenen Kraftrad-, Anhänger-, und Autoklassen lassen sich noch weiter unterteilen. Die Unterscheidung erfolgt etwa nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in km/h, die etwa für Zugmaschinen gilt, nach dem Gesamtgewicht und der Anzahl der Achsen.

FAQ: Kfz- und PKW-Klassen

Wozu gibt es die Fahrzeugklasseneinteilung?

Wichtig sind die jeweiligen Fahrzeugklassen bei der Zulassung solcher. Die EU schreibt vor, welche Klasse welche Punkte erfüllen muss, damit ein entsprechendes Fahrzeug zugelassen werden kann.

Welches Fahrzeug hat welche Klassen?

Unserer Tabelle können Sie eine Übersicht über die Fahrzeugklassen entnehmen und demnach auch, welchen Klassen etwa ein Auto angehören kann. Dort finden Sie auch die Fahrzeugklassifizierung von etwa Zugmaschinen oder die für Kraftfahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft.

Was ist die Führerschein-Fahrzeugklasse?

Die Fahrzeugklasse, welche Sie nach Erlangen der Fahrerlaubnis führen dürfen, hat nichts mit den EG-Klassen für Fahrzeuge zu tun. So können Sie beispielsweise einen Führerschein der Klasse B für normale PKW oder einen der Klasse A für Motorräder machen.

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