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§ 48 FeV (Der P-Schein: Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung)

Was ist ein P-Schein?

Der Personenbeförderungsschein – auch Taxischein – muss von Fahrern zusätzlich zur Fahrerlaubnis erworben werden, wenn Sie gewerblich im Fahrgastbetrieb – z. B. als Fahrer von einem Taxi – tätig sein wollen. Welche Unterlagen Sie benötigen, um den Personenbeförderungsschein zu beantragen und welche Voraussetzungen Sie gegebenenfalls erfüllen müssen, lesen Sie im Folgenden. Als Grundlage dient der Paragraph 48 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).

Bußgeldtabelle zu § 48 FeV

TBNRTatbestandStrafe (€)Punkte
248600Sie beförderten in dem Fahrzeug Personen, ohne die erforderliche Fahrerlaubnis zur Fahrgastbe­förderung.751
248100Sie beförderten in dem Fahrzeug Personen, ohne den erforderlichen Führerschein zur Fahrgastbe­förderung mitzuführen.10
248124Sie händigten auf Verlangen der zuständigen Person den erforderlichen Führerschein zur Fahrgastbe­förderung nicht aus.10
248106Sie ordneten die Inbetriebnahme des Fahrzeuges zur Fahrgastbe­förderung an bzw. ließen sie zu, obwohl dessen Führer die erforderlichen Orts­kenntnisse nicht nachgewiesen hat.35
248606Sie ließen es zu bzw. ordneten die Inbetrieb­nahme des o.a. Fahrzeuges an, obwohl dessen Führer keine Fahr­erlaubnis zur Fahrgastbe­förderung besaß.751
248112Sie lieferten ihren Führerschein zur Fahrgastbe­förderung nach Entziehung der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbe­förderung nicht unverzüglich bei der entscheidenden Behörde ab.25
248118Sie lieferten ihren Führerschein zur Fahrgastbe­förderung nach Entziehung der allgemeinen Fahrerlaubnis nicht unverzüglich bei der entscheidenden Behörde ab.25

Wer muss einen P-Schein beantragen?

Den Personenbeförderungsschein privat machen? Der Führerschein zur Fahrgastbeförderung ist nur für gewerbliche Zwecke vonnöten. Sobald Sie in diesem Rahmen beruflich tätig werden möchten, benötigen Sie einen Personenbeförderungsschein. In den letzten Jahren sind Fahrdienstanbieter in die Kritik geraten, deren Fahrer scheinbar selbstständig und privat agieren.

Der Personenbeförderungsschein: Jeder Taxifahrer muss einen besitzen.
Der Personenbeförderungsschein: Jeder Taxifahrer muss einen besitzen.

Es entfiel so die Pflicht, den Führerschein für die Personenbeförderung zu beantragen. In vielen europäischen Ländern und auch in Deutschland kam es vermehrt zu gerichtlichen Entscheidungen, die derartige Dienste verbieten.
In einigen Bereichen ist es für Fahrer unerlässlich, einen P-Schein zu beantragen. Doch nicht nur Taxifahrer müssen diese zusätzliche Fahrerlaubnis machen. Auch andere Fahrgastdienstleister wie z. B. Krankenwagenfahrer bzw. Krankentransportfahrer und Berufsfahrer von Mietwagen, die regelmäßig kostenpflichtige und gewerbliche Fahrdienste für Personen anbieten, sind verpflichtet, einen Personenbeförderungsschein zu besitzen (§ 48 Absatz 1 FeV).

Doch es gibt auch Ausnahmen zur Regel. Besonders Inhaber der Führerscheinklassen D oder D1 sind von der Pflicht, den Personenbeförderungsschein zu erwerben, befreit. Inhaber dieser Fahrerlaubnisse sind in der Regel Kraftomnibusfahrer. Für diese Klassen ist die regelmäßige Prüfung von Fahrtauglichkeit und verkehrssicherem Fahren ohnehin alle fünf Jahre vorgesehen.

Der Personenbeförderungsschein ist gewissermaßen in den Führerschein D bzw. D1 bereits integriert.

Doch auch für die Fahrer von Krankenwagen zeigt § 48 FeV Ausnahmeregelungen auf. Für folgende Fahrdienste gilt die Vorschrift der zusätzlichen Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung nicht:

  • Krankenwagen der Bundeswehr, Polizei, Bundespolizei, Truppen der Mitglieder des Nordantlantikpakts
  • Krankenwagen vom Katastrophenschutz
  • Krankenwagen von Feuerwehren und anerkannten Rettungsdiensten

Können Sie bei einer Kontrolle den benötigten Personenbeförderungsschein nicht vorweisen, müssen Sie mit Geldbußen von bis zu 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

P-Schein: Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Der Personenbeförderungsschein ist kein vollwertiger Führerschein! Der P-Schein ist nur zulässig in Verbindung mit einem gültigen Führerschein (Klasse B oder vergleichbar).

Die Erteilung des zusätzlichen Prüfscheins kann nicht jede beliebige Person beantragen. Die Fahrer müssen hierzu einige Voraussetzungen erfüllen. Als wichtigste Grundlage ist hier zu nennen, dass die Bewerber bereits im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sein müssen – in der Regel betrifft dies die Führerscheinklasse B (Pkw).

Die Fahrer müssen zudem noch das 21. Lebensjahr abgeschlossen haben. Ist die Fahrerlaubnis nur auf Krankenwagen beschränkt, liegt das gesetzliche Mindestalter bei 19 Jahren.
Besonders wichtig ist es, den Nachweis der Eignung durch Vorlage eines Führungszeugnisses zu erbringen. Das Führungszeugnis wird vom Bundeszentralregister des Bundesamts für Justiz ausgestellt.

Führungszeugnis

Im Führungszeugnis sind die Eintragungen einer Person im Bundeszentralregister aufgelistet. Im Bundeszentralregister werden sämtliche, gerichtliche Verurteilungen eingetragen. In das Führungszeugnis aufgenommen werden jedoch keine Jugendstrafen, die zur Bewährung ausgesetzt sind und auch keine Verurteilungen zu einer Geldstrafe von weniger als 90 Tagessätzen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Monaten – sofern keine weiteren Eintragungen vorhanden sind.

Ihr Führungszeugnis können Sie jederzeit – auch online – beim Bundesamt für Justiz (BfJ) in Bonn bzw. der für Sie zuständigen Meldbehörde beantragen. Hierzu benötigen Sie das Nachfolgende:

  • Antragsformular oder auch formloses Schreiben mit Angabe der Personendaten (Geburtstag, Geburtsname, Familienname, Vorname, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Anschrift)
  • Personalausweis bzw. Pass
  • 13 Euro Gebühr für die Ausstellung des Führungszeugnisses

Auch die “geistige und körperliche Eignung” (§ 48 Absatz 4 FeV) des Fahrers muss nachgewiesen werden. Dies erfolgt in der Regel über ein ärztliches Gutachten. Führerscheininhaber der Klassen C, C1, CE und C1E (allesamt für große Fahrzeugklassen wie Lkw und Sattelzug) sowie der Klassen D, D1, DE und D1E müssen ihre Eignung für den Fahrbetrieb während des Führerscheinerwerbs und hiernach alle fünf Jahre erneut nachweisen, wenn sie die Verlängerung des Führerscheins beantragen.

Neben der gesundheitlichen Eignung, müssen Anwärter für den P-Schein auch folgende Merkmale und Anforderungen erfüllen (Anlage 5 FeV):

  • Belastbarkeit
  • Orientierungsleistung
  • Konzentrationsleistung
  • Aufmerksamkeitsleistung
  • Reaktionsleistung
Der P-Schein: Busfahrer müssen Ihre Eignungsprüfung unabhängig davon bereits bei der Fahrerlaubnisprüfung erbringen.
Der P-Schein: Busfahrer müssen Ihre Eignungsprüfung unabhängig davon bereits bei der Fahrerlaubnisprüfung erbringen.

Für den Nachweis der erforderlichen Eignung muss der Bewerber einen psychologischen Test durchlaufen. Der untersuchende Arzt muss die Ergebnisse der Untersuchung, auch zur gesundheitlichen Gesamtdarstellung, in einem Fragebogen eintragen. Diesen müssen Sie dann bei der Behörde mit dem Antrag auf den Personenbeförderungsschein einreichen. Die Behörden können gegebenenfalls weitere psychologische oder ärztliche Gutachten anfordern.

Folgende gesundheitliche und psychische Mängel können auf den Erwerb des Personenbeförderungsscheins Einfluss haben (Anlage 4 FeV):

  1. Sehschwäche: Kann die Sehschwäche korrigiert werden (etwa durch eine Brille oder Kontaktlinsen), ist der Erwerb des P-Scheins möglich.
  2. hochgradige Schwerhörigkeit (60 % und mehr) oder Gehörlosigkeit: Der Erwerb ist dennoch möglich, sofern keine weiteren schwerwiegenden Mängel vorliegen. Der Fahrer muss jedoch regelmäßig ärztlich untersucht werden. Außerdem muss er mindestens drei Jahre geeignete Fahrpraxis mit dem Pkw nachweisen können.
  3. Bewegungsbehinderungen: Eine Einschränkung auf spezielle Fahrzeugklassen kann hier erforderlich sein. Gegebenenfalls ist der Einsatz besonderer technischer An- und Umbauten am Fahrzeug möglich. Den Personenbeförderungsschein dürfen Sie unter Auflagen also erwerben.
  4. Herz- und Gefäßkrankheiten: Den Personenbeförderungsschein dürfen Sie mit derartigen gesundheitlichen Einschränkungen nicht erwerben. Eine Ausnahme ist nur dann möglich, wenn Sie erfolgreich ärztlich behandelt wurden (Herzschrittmacher, Arzneimittel o.a.). Dies gilt jedoch nicht bei angeborenen Herzfehlern. Nach einem zweiten Herzinfarkt fällt die gesundheitliche Eignung ebenfalls weg.
  5. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Die Zulässigkeit für den Erwerb des Personenbeförderungsscheins ist in der Regel nur dann möglich, wenn der Blutzucker sich durch medikamentöse Behandlung gut kontrollieren lässt. Neigen Sie jedoch zu regelmäßigen und schweren Anfällen, sind Sie gesundheitlich nicht für die Fahrgastbeförderung geeignet.
  6. Krankheiten des Nervensystems: Bei Schäden des Rückenmarks und dauerhaften Schädigungen oder Erkrankungen des Gehirns ist die Erteilung des P-Scheins unter Berücksichtigung der fehlenden gesundheitlichen Eignung abzulehnen. Dies gilt nicht für behandelte Hirnverletzungen oder angeborene Schädigungen, wenn Sie keine anderen schwerwiegenden motorischen Einschränkungen zeigen. Bei Epilepsie ist die Erteilung des Personenbeförderungsscheins in der Regel nur dann möglich, wenn Sie kein hohes Anfallrisiko haben (etwa fünf Jahre kein Anfall ohne Therapie).
  7. psychische Störungen: Leiden Sie unter organischen Psychosen, Schizophrenie oder Manien bzw. Depressionen sind Sie geistig für das Führen eines Fahrzeuges ungeeignet. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn die Symptome abklingen oder nur noch in leichter Ausprägung gegeben sind. Eine entsprechende, therapeutische Behandlung ist dabei unerlässlich. Bei einer geistigen Behinderung ist der Erwerb von Führerschein und P-Schein möglich, sofern keine schweren Persönlichkeitsstörungen vorliegen.
  8. Alkoholabhängigkeit: Sind Sie mehrfach im Straßenverkehr beim Fahren unter Alkoholeinfluss aufgefallen oder kann Ihnen gar der regelmäßige Alkoholmissbrauch im Rahmen eines Suchtverhaltens nachgewiesen werden, sind Sie nicht geeignet, den P-Schein zu erwerben. Generell kann Ihnen in diesem Falle gänzlich die Fahreignung abgesprochen werden. Bei Abhängigkeit ist der Erwerb erst dann wieder möglich, wenn eine mindestens einjährige Abstinenzphase nachgewiesen ist.
  9. psychoaktive Stoffe und Betäubungsmittel (BTM): Generell gilt jeder Fahrer als untauglich, der Betäubungsmittel und andere psychoaktive Arzneimittel einnimmt oder gar eine Abhängigkeit zeigt. Ausgenommen ist hierbei nur der Cannabiskonsum. Erst bei regelmäßigem Missbrauch ist eine Fahreignung nicht mehr gegeben. Bei einjähriger Abstinenz kann – bei regelmäßiger Kontrolle – das Führen von Fahrzeugen wieder gewährt werden.
  10. Nierenerkrankungen: Bei schweren Nierenschäden ist nur dann der Erwerb eines P-Scheins oder Führerscheins möglich, wenn diese sich gut behandeln lassen (Dialyse) oder aber eine Nierentransplantation erfolgreich durchgeführt wurde.
  11. Störung des Gleichgewichtsinns: Auch bei einer vegetativen Störung des Nervensystems, die zu einer Störung des Gleichgewichtsinns führen, sprechen in der Regel gegen den Erwerb von Führerschein und Personenbeförderungsschein.

Wie lange ist der P-Schein gültig?

Ähnlich den Fahrerlaubnisklassen C und D gilt die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung für einen Zeitraum von fünf Jahren. Hiernach müssen Sie den P-Schein verlängern lassen.

Der Personenbeförderungsschein ist 5 Jahre lang gültig!

Es ist möglich, dass Ihnen die Erlaubnis, Fahrgäste zu befördern, abgesprochen wird, sollten Sie aufgrund Ihres Fahrverhaltens zu viele Punkte in Flensburg gesammelt haben oder Ihnen gar der Führerschein entzogen worden sein.

Personenbeförderungsschein: Kosten für Prüfung und Belege

Was kostet ein Personenbeförderungsschein? Den P-Schein zu machen ist mit zahlreichen Kosten verbunden, die nicht übernommen werden. Neben dem Betrag für den eigentlichen Antrag von etwa 40 Euro kommen noch weitere Posten hinzu.

Kosten für den Personenbeförderungsschein:

  • Antragskosten: zirka 40 Euro
  • Kosten für das Führungszeugnis: 13 Euro
  • P-Schein-Ausbildung (Ortskundeprüfung): zirka 50 Euro
  • ärztliche Untersuchung (nicht von der Krankenkasse getragen): zirka 140 Euro
  • ärztliche Nachuntersuchung (mindestens alle 5 Jahre): zirka 70 Euro

Personenbeförderungsschein: Prüfung der Ortskunde

Für den P-Schein ist eine Prüfung abzulegen. Die sogenannte Ortskundeprüfung basiert in der Regel auf einem Katalog mit zum Teil mehr als 1.000 Detailinformationen des entsprechenden Gebietes. Er wird dem Antragsteller in der Regel online oder als Ausdruck zur Verfügung gestellt. Hierzu zählen vor allem:

  • Straßennamen und Plätze
  • Behörden und Gerichte
  • Polizeistationen
  • Hotels
  • Botschaften
  • Krankenhäuser und Altersheime
  • Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen
  • Theater und Museen

Sie möchten den Taxischein machen? Zu den Voraussetzungen zählt zusätzlich zu den gesundheitlichen und rechtlichen Nachweisen, die angehende Fahrer von einem Taxi für den P-Schein vorweisen müssen, auch die Ablegung der sogenannten Ortskundeprüfung.

Auch für Mietwagen- und Krankenwagenfahrer ist dies dann erforderlich, wenn der Einsatzort mehr als 50.000 Einwohner aufweist. Da dies in vielen Fällen jedoch nicht nötig ist, heißt die zusätzliche Prüfbescheinigung hier kleiner P-Schein (kleiner Personenbeförderungsschein).

Der P-Schein: Busfahrer müssen Ihre Eignungsprüfung unabhängig davon bereits bei der Fahrerlaubnisprüfung erbringen.
Der P-Schein: Der Führerschein Klasse B ist zwingende Voraussetzung.
In der Ortskundeprüfung müssen die zukünftigen Taxifahrer nachweisen, dass sie bei der Personenbeförderung ausreichende Kenntnisse von dem jeweiligen Gebiet mitbringen. Straßennamen, Abkürzungen und mögliche Verkehrshindernisse müssen ihnen ausreichend bekannt sein.

Auch wenn sich die Fahrer von Taxen immer mehr auf Navigationsgeräte verlassen, sollten Sie dennoch ausreichend Kenntnisse unabhängig hiervon besitzen. Vor allem, um bei plötzlichen Verkehrshindernissen schnell eine entsprechende Ausweichroute zu nutzen, benötigt er daher eine genauere Kenntnis der Umgebung.
Es ist den Fahrgästen in der Regel nicht zuzumuten, dass sie längere Wartezeiten in Kauf nehmen, weil der Fahrer in ihrem Taxi erst noch eine Alternative Route über das Navigationsgerät oder aber eine Karte finden muss.

Die Ortskundeprüfung ist dabei jeweils in dem Gebiet abzulegen, in dem der Fahrer zukünftig tätig sein soll. Wenn er in einem anderen Ort fahren muss, ist daher eine erneute Ortskundeprüfung vonnöten, die für die neue Fahrumgebung gilt (§ 48 Absatz 6 FeV).

Die Ortskundeprüfung ist bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde oder aber bei einer von Landesseite bestimmten Einrichtung abzulegen. Seit November 2014 sind z. B. in der Bundeshauptstadt Berlin die Prüfstellen von DEKRA und TÜV die zuständigen Ansprechpartner.

Voraussetzung für die Ablegung der Prüfung zur Ortskunde ist die Einreichung des Antrags auf den P-Schein (inklusive aller Belege) bei der entsprechenden Behörde (Bürgeramt oder Fahrerlaubnisbehörde). Stehen der Antragsgenehmigung hiernach keine Gründe entgegen, erlässt die Behörde die sogenannte “Prüfzulassung”.

Diese wird dabei automatisch an die zuständige Prüfstelle übersandt – eine freie Wahl der Prüforganisation ist nicht möglich. Die Prüfzulassung ist nur für ein Jahr gültig. Legen Sie in dieser Zeit die Ortskundeprüfung nicht ab, wird bei erneutem Wunsch ein neuer P-Schein-Antrag benötigt.

Die Ortskundeprüfung besteht dabei oftmals aus zwei Teilen: einem schriftlichen und einem mündlichen. Den schriftlichen Part können Sie bei Erlass der Prüfzulassung jederzeit in der Ihnen genannten Prüfstelle während deren Öffnungszeiten absolvieren. Sie findet am PC statt.

Haben Sie die schriftliche Prüfung erfolgreich absolviert, können Sie einen Termin für die mündliche Ortskundeprüfung vereinbaren. Die Prüfungen dauern in den meisten Fällen etwa 60 Minuten. In diesem Zeitraum müssen Sie zirka 20 Fragen beantworten.

In einigen kleineren Kommunen ist unter Umständen auch nur eine mündliche Prüfung vorgesehen. Manchmal kann auch ganz auf eine mündliche Prüfung verzichtet werden.

Die Ortskundeprüfung ist beim P-Schein-Erwerb für Taxifahrer erforderlich.
Die Ortskundeprüfung ist beim P-Schein-Erwerb für Taxifahrer erforderlich.

Doch was müssen Sie bei der Ortskundeprüfung leisten? In der Regel werden imaginäre Zielfahrten konstruiert. Anfangs- und Endpunkt sind Ihnen vorgegeben und Sie müssen nun erläutern, über welche Verbindungen und Wege Sie von Punkt A nach Punkt B gelangen würden. Wichtig ist dabei jedoch auch, dass keine zu weiten Umwege gefahren würden. Wer nicht nah genug an der kürzesten Route ist, bekommt keine Punkte.
Außerdem können auch allgemeinere Fragen gestellt werden. Folgende Fragen wären zum Beispiel in Berlin möglich:

  • In welchem Stadtteil liegt der Kurfürstendamm?
  • Welche Straßen gehen vom Rosenthaler Platz ab?
  • An welcher Straße bzw. Anbindung liegt das Naturkundemuseum?
  • Welche Straßen kreuzen die Seestraße?
  • Welche Bezirke gibt es in Berlin?
  • Welche Bezirke grenzen an Mitte?
  • Welche Städte und Gemeinden liegen in der näheren Umgebung?

Eine bundeseinheitliche, allgemeine Regelung jedoch, wie die Fragen auszusehen haben, gibt es jedoch nicht. Auch Fragen zu den Taxitarifen können Teil der Prüfung sein.

Personenbeförderungsschein: Wo Sie ihn beantragen können? Im zuständigen Bürgeramt oder der entsprechenden Führerscheinstelle können Sie den Antrag zusammen mit den Anlagen einreichen. Haben Sie den P-Schein verloren bzw. freiwillig darauf verzichtet? Wenn Sie nach einigen Monaten oder Jahren doch wieder den Personenbeförderungsschein beantragen möchten, kann dies recht teuer werden. Etwa 200 Euro veranschlagen die Behörden für die Neuerteilung.
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25 Kommentare

  1. Für Ausfahrten eines Vereins,an dem Vereinsmitglieder aber auch Nichtmitglieder teilnehmen und für die ein Entgelt verlangt wird, benötigt der Fahrer u.U. einen Personenbeförderungsschein.

  2. Recht ordentliche Information. Was jedoch ist, wenn eine MPU erforderlich wird ( in Sachen P-Schei), die wegen anderer strafrechlicher Vorbelastungen außerhalb des Verkehrsrechtes, erforderlich wird. Wie hoch sind die Kosten. Wer führt solche Prüfungen durch und welcher P-Schein kann dadurch erreicht werden (z.B. nur der kleine fur Mietwagen oder auch alle anderen, wenn die Vorraussetzungen über die MPU erfüllt sind)? Vielen Dank für die evtl. Antworten.

  3. Ich wohne in Mannheim und habe seid 1982 mein Führerschein. keine Punkte in Flenburg
    Jetzt meine Frage…
    Ich befördere Schulkinder in einem 9 sitzer, die Stadt verlangt von mir den P – Schein, ist das Rechtens ?

    LG
    Angelika

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Angelika,

      eine Rechtsberatung dürfen wir nicht vornehmen. Hier könnte Ihnen unter Umständen die Beratung durch einen Anwalt weiterhelfen.

      – Die Redaktion

  4. In Berlin fahren hunderte Krankentransporte. Kaum einer der Fahrer hat einen P-Schein. Ich selbst fahre seit zehn Jahren und wurde selbst nach einem Unfall nicht nach meinem P-Schein gefragt.
    LG Peter

  5. Ich bin 68 j. und möchte auf 450 € Basis etwas dazu Verdienen. Mir wurde angeboten bei einem Fahrservice Schulkinder und andere – 8 Personen von A-B fahren. Ich habe aber keinen P-Schein, ist er sofort nötig, oder ist während der Probezeit von einem 1/2 j. dieser noch nicht nötig ?
    mfg.Reinhard

  6. Wenn man während der Verlängerung des Personenbeförderungsscheins, also zwischen Antrag und Erteilung, am Steuer eines Taxis angehalten werde, welche Strafe ist dann zu erwarten ? Beschränkt sich das dann auf 75 Euro und einen Punkt ?
    MFG reinhard

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Reinhard L.,

      in der Regel ja, unsere Angaben sind jedoch trotz aller Sorgfalt ohne Gewähr. Die individuelle Sanktion ist stets Sache der ausstellenden Behörde.

      Das Team von bussgeldkatalog.net

  7. Habe die Untersuchung für den P-Schein gemacht auch bestanden ! Fahre Behinderte von A nach B ! Frage : Muss ich den Erste Hilfe Kurs machen ? Da ich meìne Bescheinigung nicht mehr finde und es auch 17 Jahre her ist !

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Renate,

      für den Antrag eines P-Scheines für Kranken- und Behindertentransporte ist ein Nachweis über einen grundlegenden Erste-Hilfe-Kurs in der Regel erforderlich.

      Das Team von bussgeldkatalog.net

  8. Ich habe den Führerschein schon seit 1971 den P-Schein auch schon länger. Vor meinem 60. Geburtstag habe ich die MPU gemacht,muß ich die MPU jetzt wieder machen?

  9. Wenn ich privat ein Haustier samt Besitzer von A nach B transportiere und mir nur meine Kosten von z.B. 0,24€ erstatten lasse, dann fällt dies doch unter den privaten Bereich und ich benötige keinen Personenbeförderungsschein, oder?

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Anja,

      der Personenbeförderungsschein ist erst nötig, wenn Sie vorhaben Personen gewerblich zu befördern.

      Das Team von bussgeldkatalog.net

  10. Guten Abend ich habe alle Prüfungen bzw Tests bestanden trotz Depression und Medikament. Mein Arzt bescheinigte mir und der Ärztin das ich durch das Medikament seid Jahren stabil bin. Meine Frage ist kann ich trotzdem auf die Erteilung des P Scheins hoffen

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Silke,

      ob Sie den P-Schein bekommen, hängt von der Fahrerlaubnisbehörde ab. Wir können dazu leider keine Einschätzung vornehmen.

      Das Team von bussgeldkatalog.net

  11. Hi wollte mal fragen ich habe den kleinen p Schein und würde gerne den großen p Schein machen was muss ich dafür machen

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Bopp,

      dazu müssen Sie einen Antrag auf Prüfzulassung stellen und anschließend eine Prüfung ablegen.

      Das Team von bussgeldkatalog.net

  12. Hallo ich habe da mal eine Frage unzwar ich mache gerade mein p schein hab mein Führerschein jetzt 6 Jahre hab aber allerdings schon 3 Punkte in Flensburg habe ein mal 1 bekommen wegen Handy am Steuer das jetzt ca 3 Jahre her und und das 2 mal wahr zu schnell hatte da 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot bekommen das jetzt ca 2 Jahre her besteht trotzdem noch die Möglichkeit ein p schein zubekommen ? Ich muss keine ortskundeprügung machen. Mache den p schein um Kinder mit Behinderung zur Schule zu bringen. Danke schön mal

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Nadine,

      es kann sein, dass der P-Schein eine kürzere Gültigkeit hat als üblich. Es ist aber auch möglich, dass sich die Punkte nicht auf den Erwerb des P-Scheins auswirken.

      – Die Redaktion

  13. Was unterscheidet Cannabis denn von anderen psychoaktiven Stoffen? Denn es heißt ja, dass psychoaktive Stoffe verboten sind, aber Cannabis da ausgeschlossen ist

    • Hallo Karl,

      Cannabis ist nicht generell ausgeschlossen. Wer regelmäßig Cannabis konsumiert, gilt häufig ebenfalls als fahruntauglich.

      – Die Redaktion

  14. Hallo,
    Ich möchte demnächst den P- Scein beantragen. Überall wird geschrieben, dass das Sehvernögen auch eine Rolle spielt. Beim Busführerschein wird die Rot Grün Schwäche zum Hindernis. Ist das bei P-Schein auch der Fall?
    GRÜSSE ausm Schwabenländle
    Markus

    • Hallo Markus,

      für den P-Schein müssen Sie einen Sehtest bestehen. Das kann bei einer Rot-Grün-Schwäche schwierig sein, ein Bestehen des Tests ist aber nicht ausgeschlossen.

      – Die Redaktion

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