Ist schwanger das Autofahren erlaubt?

Dürfen Schwangere eigentlich Auto fahren?
Dürfen Schwangere eigentlich Auto fahren? Diese Frage stellen sich viele werdende Mütter. Dem Autofahren in der Schwangerschaft steht in der Regel nichts im Weg. Der Gurt muss allerdings aus Sicherheitsgründen trotzdem angelegt werden und auch regelmäßige Pausen bei langen Autofahrten sind besonders wichtig.
Ist Autofahren während der Schwangerschaft erlaubt? In diesem Ratgeber gibt’s die Antwort!

Ist Autofahren während der Schwangerschaft erlaubt? In diesem Ratgeber gibt’s die Antwort!

Eine Schwangerschaft ist ein Grund zur Freude. Ein Baby krönt meistens das Glück eines Paares und macht aus zwei Menschen eine Familie. In den ersten Monaten hat die werdende Mutter in der Regel mit Übelkeit zu kämpfen. Im späteren Verlauf der Schwangerschaft können bereits kurze Strecken mit dem Auto zum Problem werden.

Rücken- sowie Fußschmerzen sind bei wachsendem Bauch keine Seltenheit. Damit auch kleinere Wege ohne Mühe zu bewerkstelligen sind, wollen viele werdende Mütter mobil bleiben und auch schwanger auf das Autofahren nicht verzichten. Aber gefährdet dies die Gesundheit des ungeborenen Kindes oder der werdenden Mutter?

In diesem Ratgeber erfahren Sie, ob Sie während der Schwangerschaft das Autofahren ausüben dürfen. Gibt es ein Gesetz, welches sich dagegen ausspricht? Gibt es eine Pflichtfür das Anschnallen in der Schwangerschaft?

Autofahren in der Schwangerschaft: Ein Gurt ist Pflicht!

Frauen, die das erste Mal schwanger sind, machen sich schnell Sorgen um das ungeborene Baby. Besonders der Autogurt könnte dem Nachwuchs doch schaden, wenn er auf den Bauch drückt. Aber bedeutet dies, dass schwanger Autofahren verboten ist oder keine Anschnallpflicht für Schwangere gilt?

Wollen Sie schwanger das Autofahren nicht lassen, müssen Sie den Sicherheitsgurt unbedingt anlegen. Ohne Gurt mag es zwar bequemer sein, schwanger eine lange Autofahrt zu überstehen, allerdings ist dies laut Verkehrsrecht nicht erlaubt.

Laut der Straßenverkehrsordnung dürfen nur Personen beim Haus-zu-Haus-Verkehr ohne Sicherheitsgurt mit dem Auto fahren. Auch bei Fahrten in Schrittgeschwindigkeit auf Parkplätzen oder als Fahrgast in Bussen, bei denen auch das Stehen zugelassen ist, ist kein Gurt notwendig.

Möchten Sie beim Autofahren in der Schwangerschaft keinen Sicherheitsgurt anlegen, benötigen Sie dazu ein ärztliches Attest. Dieses muss zusätzlich vom Ordnungsamtgenehmigt werden. Liegt eine Genehmigung nicht vor, müssen Schwangere mit einem Verwarngeld von 30 Euro rechnen.

Sie sollten sich unbedingt anschnallen, wenn Sie schwanger sind. Tun Sie dies nicht und es kommt zu einem Unfall, prallt der Bauch gegen das Lenkrad. Durch diese Wucht kann sich die Plazenta von der Gebärmutter lösen. Dies löst im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt aus.

Wie Sie eine lange Autofahrt in der Schwangerschaft bewerkstelligen

Sie können schwanger mit dem Auto fahren, wenn Sie auf Ihre Sicherheit achten.

Sie können schwanger mit dem Auto fahren, wenn Sie auf Ihre Sicherheit achten.

Wenn Sie bereits im 9. Monat schwanger sind und weiterhin das Autofahren ausüben wollen, kann ein zusätzliches Kissen dafür sorgen, dass sich der Drei-Punkte-Gurt unter dem Babybauch befindet. Zusätzlich gibt es entsprechende Adapter, die dafür sorgen, dass der Gurt während der Fahrt unter dem Bauchbleibt.

Sie sollten allerdings beachten, dass lange Autofahrten in der Schwangerschaft sehr anstrengend sind. Regelmäßige Pausensollten daher unbedingt eingelegt werden. Ideal ist eine Erholungspause alle zwei Stunden. Währenddessen können Sie einen kleinen Spaziergang einlegen, um sich die Beine zu vertreten.

Sind Sie schwanger und das Autofahren sorgt für Schmerzen in den Beinen, können Sie auf langen Strecken Kompressionsstrümpfe tragen. Diese sorgen dafür, dass es nicht zu Krampfadern oder müden Beinen im Auto kommt. Denken Sie vor allem daran, mehr als zwei Liter pro Tag zu trinken, um keine Kreislaufprobleme zu bekommen.

Wenn Sie hochschwanger sind und Autofahren eine große Belastung für Sie darstellt, weil Sie sich nicht ausreichend konzentrieren können oder mit Schwindel zu tun haben, sollten Sie sich nicht hinter das Steuer setzen. In diesem Fall kann ein Familienmitglied oder eine Freundin als Fahrerin für Sie einspringen.
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