Stationäre Blitzer zur Geschwindigkeitskontrolle und Unfallprävention

Rasen kann durch feste Blitzer teuer werden.
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Stationäre Blitzer und ihre Aufgaben

Rasen kann durch feste Blitzer teuer werden.

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In Deutschland obliegt es der Polizei und den zuständigen Ordnungsbehörden, über die Einhaltung der Verkehrsregeln zu wachen und damit die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Zu den häufigsten Verstößen zählen nach wie vor Geschwindigkeitsüberschreitungen, zu dichtes Auffahren auf andere Fahrzeuge und das Überfahren der roten Ampel. Verkehrssünder werden für ihr Fehlverhalten mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg oder sogar dem Fahrverbot bestraft. Damit ist zugleich die Hoffnung verbunden, dass der Fahrer durch diese Sanktionen seinen Fahrstil schon in eigenem Interesse umstellen wird. Sie dienen eben nicht nur der Bestrafung, sondern verfolgen auch einen erzieherischen Aspekt.

Zur Verkehrsüberwachung werden bevorzugt Blitzer eingesetzt. Es gibt mobile und stationäre Blitzer in Deutschland, die jeweils für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt werden. In erster Linie sollen sie Geschwindigkeitsverstöße registrieren, doch sie können unter anderem auch die Abstände zwischen Fahrzeugen messen und dadurch Drängler, die sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden, identifizieren. Die sogenannten „Ampelblitzer“ werden gerne an Kreuzungen eingesetzt, um Rotlichtverstöße aufzuzeichnen. Kurz und gut: Blitzer sind für die Verkehrsüberwachung unverzichtbar.

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Feste Blitzer: Vor- und Nachteile

Durch feste Blitzer können in Deutschland Personalkosten gespart werden.

Durch feste Blitzer können in Deutschland Personalkosten gespart werden.

Im Gegensatz zu mobilen Blitzern, die rasch auf- und abgebaut und damit praktisch überall eingesetzt werden können, handelt es sich bei ihren Gegenstücken um fest installierte Blitzer. Sie werden nirgendwohin transportiert, sondern verharren dauerhaft an Ort und Stelle.

Genau das ist auch schon ihr größter Nachteil, denn ortskundige Fahrer kennen die Standorte der stationären Blitzer zumeist und können ihr Fahrverhalten auf dem überwachten Abschnitt an den bekannten Blitzer anpassen. Haben sie die Gefahrenzone hinter sich gelassen, können sie wieder unbehelligt Gas geben.

Ein fester Blitzer kommt in der Regel an Stellen zum Einsatz, wo ein großes Unfallrisiko besteht. Die Verkehrsteilnehmer sollen durch die Blitzer nicht vordergründig überrascht werden (wie bei der mobilen Variante), sondern hier vorsichtiger fahren, um Unfälle zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es unerheblich, ob sich die Fahrer des festen Blitzers bewusst sind. Im Sinne der Unfallprävention wäre dieses Wissen sogar hilfreich. Da sie den ausgewählten Bereich dauerhaft überwachen, ist die Wahl eines geeigneten Standorts für stationäre Blitzer besonders wichtig. Sie werden bevorzugt an Unfallschwerpunkten in Innenstädten oder Autobahnen eingesetzt.

Im Vergleich zu den mobilen Blitzern bieten Blitzer, die fest installiert sind, einen weiteren Vorteil. Einmal aufgestellt, verursachen sie keine weiteren Personalkosten. Im Gegensatz dazu müssen bei ihrem mobilen Gegenstück für Auf-, Abbau, die Durchführung der Messung und ihre Protokollierung eigens zwei Beamte abgestellt werden.

Wie funktionieren stationäre Blitzer?

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Blitzermodellen, die, direkt neben oder unter der Fahrbahn montiert, vorwiegend dazu genutzt werden, Geschwindigkeits- oder Rotlichtverstöße zu dokumentieren. Bei den Ampelblitzern, bei denen es sich fast immer um feste Blitzer handelt, werden Induktionsschleifen in den Straßenbelag eingelassen, die darauf reagieren, falls ein Fahrzeug sie während einer Rotphase überfährt und einen Blitz auslösen. Wenn mehrere Induktionsschleifen verlegt wurden, ist es manchen Blitzern auch möglich die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu ermitteln. Bei jedem Überfahren der Kontrollpunkte wird nämlich ein Blitz ausgelöst, sodass sich das zwischen den Schleifen gefahrene Tempo berechnen lässt.

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Stationäre Radarfallen zählen zu den häufigsten festen Blitzern.

Stationäre Radarfallen zählen zu den häufigsten festen Blitzern.

Die Geschwindigkeitsmessung mittels Piezosensoren ähnelt den Induktionsschleifen. Unter der Fahrbahn werden mehrere Messingstreifen verlegt, auf denen sich Piezokristalle befinden. Die Kristalle reagieren, wenn ein Fahrzeug sie überfährt, auf die mechanische Beanspruchung und entladen sich. Dieses elektrische Signal wird durch die Messingstreifen weitergeleitet und im Falle einer Geschwindigkeitsüberschreitung wird ein Blitz ausgelöst.

Stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen arbeiten allerdings fast alle ausschließlich mit der Radartechnik. Somit unterscheiden sich stationäre Blitzer in ihrer Funktionsweise. Es gibt etwa 4.500 feste Radarfallen in Deutschland, die sich für ihre Messungen den sogenannten Doppler-Effekt zunutze machen. Diese senden elektromagnetische Wellen aus, die von den Objekten in ihrer Umgebung als Sekundärsignal zurückgeworfen werden. Treffen die Wellen auf ein sich bewegendes Objekt, werden sie (abhängig von der Geschwindigkeit) gestaucht oder gedehnt. Je schneller das Objekt sich bewegt, desto stärker wird das Signal gestaucht. Aus dem zurückgeworfenen Signal kann die Messeinheit der Radarfalle die Geschwindigkeit berechnen und löst, falls diese zu hoch ist, den Blitz aus, damit ein Foto des Temposünders geschossen wird.

Eine rein stationäre Abstandsmessung gibt es nicht. Die Polizei kann auf viele mobile Geräte zurückgreifen, um die Einhaltung des Sicherheitsabstands zu überprüfen. Häufig arbeiten sie auch mit einer Videoabstandsmessanlage. Dazu wird eine Kamera auf einer Brücke aufgestellt, um von dort aus den Abstand zwischen den Fahrzeugen zu messen. Sobald ein Drängler ausgemacht wurde, können die Polizisten diesen herauswinken.

Gibt es stationäre Blitzer ohne Blitz?

Da viele Fahrer sich darüber beschwert haben, dass die Blitzer selbst ein gewisses Sicherheitsrisiko darstellen, weil sie beim Auslösen den Fahrer erschrecken können, wurden eigens neue stationäre Blitzer entwickelt, die nicht blitzen. Die sogenannten „Schwarzlichtblitzer“ lösen nicht den typischen Blitz, sondern einen Infrarotblitz aus, der für das menschliche Auge unsichtbar ist. Der Fahrer bemerkt bei dieser Technik also nicht einmal, dass er soeben geblitzt wurde. Bisher wird der Schwarzlichtblitzer vornehmlich in Tunneln eingesetzt, wo das Risiko, sich durch den üblichen Blitz zu erschrecken, auf Grund der schlechten Lichtverhältnisse größer ist.

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Stationäre Blitzer: Typische Modelle und Preise

Bevorzugt stehen feste Blitzer auf der Autobahn oder in der Innenstadt.

Bevorzugt stehen feste Blitzer auf der Autobahn oder in der Innenstadt.

Viele Modelle gibt es je nach Einsatzzweck sowohl als mobile, als auch feste Blitzer zu kaufen. Doch was kostet ein stationärer Blitzer eigentlich? Die Preise sind recht unterschiedlich und können je nach Typ von etwa 65.000 (Radaranlage) bis zu 250.000 Euro (Piezotechnik) schwanken. Diese Ausgaben von Kommunen oder Bundesländern rentieren sich in der Regel allerdings bereits nach wenigen Monaten. Da in ganz Deutschland jedes Jahr Beträge in Milliardenhöhe durch mobile und feste Blitzer eingenommen werden, wird den Verantwortlichen oftmals vorgeworfen, damit Haushaltslöcher zu stopfen und nichts von den Geldern in die Verkehrssicherheit zu investieren.

Seit 2016 wird die Section Control in Deutschland getestet, die in anderen Ländern bereits seit Jahren erfolgreich im Kampf gegen Verkehrssünder eingesetzt wird. Das besondere an diesem System ist, dass es einen bestimmten Straßenabschnitt überwacht. Die Fahrzeuge werden einmal beim Befahren der Strecke registriert und wenn sie sie wieder verlassen. Aus der Zeit, die zwischen den beiden Aufnahmen vergangen ist, kann das Gerät die gefahrene Geschwindigkeit berechnen. Ist diese zu hoch, werden die Beweisfotos gespeichert und der Fahrer erhält anschließend einen Bußgeldbescheid.
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Feste Blitzer: Welche Toleranz wird abgezogen?

Polizei und Ordnungsämter sind dazu verpflichtet, bei jeder Geschwindigkeitsübertretung pauschal einige km/h vom Messergebnis abzuziehen. Dadurch sollen kleine Ungenauigkeiten, die möglicherweise bei der Messung aufgetreten sind, relativiert werden, damit sie im Zweifelsfall dem geblitzten Fahrer nicht zum Nachteil gereichen. Bei den festgelegten Werten macht es auch keinen Unterschied, ob es ein mobiler oder stationärer Blitzer war, der die Aufnahmen gemacht hat.

Bei einer Geschwindigkeit unter 100 km/h werden immer 3 km/h von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen. Liegt das Tempo über 100 km/h, werden stets 3 Prozent von dem ermittelten Ergebnis abgezogen.

Gut zu wissen: In der Regel geht der Tacho im Auto nicht genau, sondern zeigt einen Wert an, der etwa 4 Prozent über der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit liegt.

Ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid kann durchaus Erfolg haben, da jede Messtechnik und jedes Messgerät Schwachstellen aufweist. Lassen Sie sich deshalb am besten von einem Anwalt beraten, der sich mit den Tücken der Blitzer, ob stationär oder mobil, auskennt.

Sind Warnsysteme für stationäre Blitzer erlaubt?

Nein, seit 2002 ist die Nutzung von Blitzer-Warnern, ob im Navigationssystem, per App oder in eigenständigen Geräten gesetzlich verboten (§23 Straßenverkehrsordnung). Hält sich ein Fahrer nicht an diese Regel, kann er mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg belegt werden.

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