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Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung (§ 3 StVO)

Bußgeldrechner: Geschwindigkeitsüberschreitung (Pkw & Lkw)

Bußgeldtabelle: Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit

Geschwindigkeitsüberschreitung mit Pkw, Krad, etc.

Innerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 1015
11 – 1525
16 – 2035
21 – 25801
26 – 3010011*Hier prüfen
31 – 4016021Hier prüfen
41 – 5020021Hier prüfen
51 – 6028022Hier prüfen
61 – 7048023Hier prüfen
über 7068023Hier prüfen
*Erst wenn es zwei Mal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 26 km/h kommt, gibt es ein Fahrverbot. Stichtag ist der Tag, an dem der Bußgeldbescheid rechtskräftig wird.

Außerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 1010
11 – 1520
16 – 2030
21 – 25701
26 – 308011*Hier prüfen
31 – 4012011*Hier prüfen
41 – 5016021Hier prüfen
51 – 6024021Hier prüfen
61 – 7044022Hier prüfen
über 7060023Hier prüfen
*Nur wenn es zwei Mal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 26 km/h gekommen ist, wird ein Fahrverbot erteilt. Stichtag ist der Tag, an dem der Bußgeldbescheid rechtskräftig wird.

Bußgeldtabellen gelten auch:

  • bei der Verwendung von Schneeketten
  • beim Überschreiten der Schrittgeschwindigkeit (7 – 10 km/h)
  • bei der Vorbeifahrt rechts
  • bei eigeschaltetem Warnblinklicht

Geschwindigkeitsüberschreitung mit Pkw Krad, etc. bei Sichtweite unter 50 m durch Nebel, Schneefall oder Regen

Innerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 25801
26 – 301001
31 – 4016021Hier prüfen
41 – 5020021Hier prüfen
51 – 6028022Hier prüfen
61 – 7048023Hier prüfen
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Außerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 25
26 – 30801
31 – 401201
41 – 5016021Hier prüfen
51 – 6024021Hier prüfen
61 – 7044022Hier prüfen
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Geschwindigkeitsüberschreitung mit Lkw, etc.

Innerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 10 20
10 – 15
30
16 – 20801
21 – 25951
26 – 3014021Hier prüfen
31 – 4020021Hier prüfen
41 – 5028022Hier prüfen
51 – 6048023Hier prüfen
über 6068023Hier prüfen

Außerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 10 15
10 – 15
25*
16 – 20701
21 – 25801
26 – 30951möglich**Hier prüfen
31 – 4016021Hier prüfen
41 – 5024021Hier prüfen
51 – 6044022Hier prüfen
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*für mehr als 5 Minuten Dauer oder in mehr als zwei Fällen nach Fahrtantritt – außerorts: 70 Euro, 1 Punkt
**Nur wenn es zwei Mal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 26 km/h gekommen ist, wird ein Fahrverbot erteilt. Stichtag ist der Tag, an dem der Bußgeldbescheid rechtskräftig wird.

Bußgeldtabellen gelten auch:

  • bei der Verwendung von Schneeketten
  • beim Überschreiten der Schrittgeschwindigkeit (7 – 10 km/h)
  • bei der Vorbeifahrt rechts
  • bei eigeschaltetem Warnblinklicht
  • bei Sichtweite unter 50 m durch Nebel, Schneefall oder Regen

Geschwindigkeitsüberschreitung mit Lkw mit gefährl. Gütern oder Kraftomnibussen mit Fahrgästen

Innerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 1035
11 – 1560*1
16 – 201601
21 – 2520021Hier prüfen
26 – 3028021Hier prüfen
31 – 4036022Hier prüfen
41 – 5048023Hier prüfen
51 – 6060023Hier prüfen
über 6076023Hier prüfen

Außerorts

Überschreitung in km/hStrafe (€)PunkteFahrverbot in Monat(e)Lohnt ein Einspruch?
bis 1030
11 – 1535*
16 – 201201
21 – 251601
26 – 3024021Hier prüfen
31 – 4032021Hier prüfen
41 – 5040022Hier prüfen
51 – 6056023Hier prüfen
über 6068023Hier prüfen
*für mehr als 5 Minuten Dauer oder in mehr als zwei Fällen nach Fahrtantritt: 120 Euro, 1 Punkt

Bußgeldtabellen gelten auch:

  • bei der Verwendung von Schneeketten
  • beim Überschreiten der Schrittgeschwindigkeit (7 – 10 km/h)
  • bei der Vorbeifahrt rechts
  • bei eigeschaltetem Warnblinklicht
  • bei Sichtweite unter 50 m durch Nebel, Schneefall oder Regen

Weitere Geschwindigkeitsverstöße

TBNRTatbestand Strafe (€) Punkte
103000Sie fuhren ohne triftigen Grund so langsam, dass der Verkehrs­fluss behindert wurde.
20
103178Sie überschritten die zulässige Höchst­geschwindig­keit innerhalb/außerhalb ge­schlossener Ortschaften um … km/h. Zulässige Geschwin­digkeit: … km/h;Fest­gestellte Geschwindig­keit (abzgl. Toleranz): … km/h.20
103214Sie überschritten die zulässige Höchst­geschwindig­keit mit Schneeketten innerhalb/außerhalb geschlossener Ortschaften um … km/h. Zulässige Geschwindigkeit: 50 km/h; Festgestellte Geschwindigkeit (abzgl. Toleranz): … km/h.20
103600Sie fuhren in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindig­keit.
1001
103601Sie fuhren in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindig­keit und gefährdeten dadurch andere.1201
103602Sie fuhren in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindig­keit. Es kam zum Unfall.1451
103606Sie fuhren ein kenn­zeichnungs­pflichtiges Kraftfahrzeug mit gefährlichen Gütern in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
1501
103607Sie fuhren ein kenn­zeichnungs­pflichtiges Kraftfahrzeug mit gefährlichen Gütern in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit und gefährdeten dadurch andere.
1801
103608Sie fuhren ein kenn­zeichnungs­pflichtiges Kraftfahrzeug mit gefährlichen Gütern in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall.217,501
103612Sie fuhren einen Kraftomnibus mit Fahrgästen in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
1501
103613Sie fuhren einen Kraftomnibus mit Fahrgästen in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit und gefährdeten dadurch andere.
1801
103614Sie fuhren einen Kraftomnibus mit Fahrgästen in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrs­verhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall.217,501
103618Sie fuhren bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
1001
103619Sie fuhren bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit und gefährdeten dadurch andere.
1201
103620Sie fuhren bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall.1451
103624Sie fuhren mit einem kenn­zeichnungs­pflichtigen Kraftfahrzeug mit gefährlichen Gütern bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
1501
103625Sie fuhren mit einem kenn­zeichnungs­pflichtigen Kraftfahrzeug mit gefährlichen Gütern bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit und gefährdeten dadurch andere.
1801
103626Sie fuhren mit einem kenn­zeichnungs­pflichtigen Kraftfahrzeug mit gefährlichen Gütern bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall.217,501
103630Sie fuhren einen Kraftomnibus mit Fahrgästen bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
1501
103631Sie fuhren einen Kraftomnibus mit Fahrgästen bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit und gefährdeten dadurch andere.1801
103632Sie fuhren einen Kraftomnibus mit Fahrgästen bei schlechten Sicht- oder Wetter­verhältnissen mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall.217,501
103854Sie verursachten infolge nicht angepasster Geschwindigkeit einen Unfall.
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Bußgeldkatalog Geschwindigkeit: innerorts vs. außerorts

Die Geschwindigkeitsüberschreitung zählt zu den häufigsten Verkehrsverstößen
Die Geschwindigkeitsüberschreitung zählt zu den häufigsten Verkehrsverstößen

Ordnungshüter bekommen mittlerweile den Eindruck, dass sich das zu schnelle Fahren auf Deutschlands Straßen zum Volkssport entwickelt, denn laut dem „Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung“, der seit Mai 2014 gilt, hagelt es bei diesem Vergehen so viele Fahrverbote, Punkte und Bußgelder wie bei fast keiner anderen Verkehrssünde.

Wer zu schnell gefahren ist und dabei geblitzt wurde, muss demnach mit beträchtlichen Konsequenzen rechnen, die häufig nicht nur einfach mit der Bezahlung des Bußgeldes abgeglichen sind, sondern für Lkw- und Pkw-Fahrer auch ein Fahrverbot von mindestens einem Monat verursachen können. Wie die Sanktionen genau aussehen beziehungsweise welche Strafen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf den Verkehrssünder zukommen, erfahren Sie in den folgenden Ausführungen. Hier erhalten Sie unter anderem eine Antwort auf die Frage, ab welcher Geschwindigkeit ein Fahrverbot droht oder aber worin der Unterschied zwischen einer Tempoüberschreitung innerhalb oder außerhalb von geschlossenen Ortschaften liegt.

Im Bußgeldkatalog „Geschwindigkeitsüberschreitung“ bestehen Unterschiede hinsichtlich möglicher Sanktionen im Zusammenhang, ob das Überschreiten der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit innerhalb oder außerhalb von geschlossenen Ortschaften erfolgte. Die StVO sieht vor, dass die Höchstgeschwindigkeit außerhalb von geschlossenen Ortschaften bei 100 km/h liegt, sofern kein Verkehrszeichen eine andere Geschwindigkeitsangabe vorgibt. Auf Deutschlands Autobahnen ist eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h festgelegt, wobei es sich hierbei ausschließlich um einen Richtwert – nicht für Lkw-Fahrer – handelt und Abweichungen, sofern diese die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefährden, keine Sanktionen verursachen. Stattdessen handelt es sich um eine empfohlene Maximalgeschwindigkeit, an die sich Pkw-Fahrer möglichst richten sollten.

Wer innerorts zu schnell gefahren ist und dabei geblitzt wurde, muss im Vergleich zu Tempovergehen außerhalb von geschlossenen Ortschaften neben einem Fahrverbot von 1 bis 3 Monat(en) mit höheren Bußgeldern rechnen. Denn im Stadtverkehr ist Allgemeinhin ein höheres Unfallrisiko und Gefahrenpotential zu erwarten. Dies berücksichtigt auch der Bußgeldkatalog von 2016. Die maximale zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb von geschlossenen Ortschaften liegt bei 50 km /h und darf, sofern nicht durch ein Verkehrszeichen anderweitig kenntlich gemacht, nicht überschritten werden. Welche Konsequenzen der Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsüberschreitungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb von geschlossenen Ortschaften, vorsieht, machen die folgenden Tabellen deutlich:

 Geschwindigkeitsüberschreitung
außerorts
BußgelderBei bis zu 20 km/h zu schnell
→ 10 bis 30 Euro Geldstrafe
PunkteAb 21 km/h und mehr
→ Punkte & höheres Bußgeld
FahrverbotAb 41 km/h zu schnell
→ Fahrverbot
 Geschwindigkeitsüberschreitung
innerorts
BußgelderBei bis zu 20 km/h zu schnell
→ 15 bis 35 Euro Geldstrafe
PunkteAb 21 km/h und mehr
→ Punkte & höheres Bußgeld
FahrverbotAb 31 km/h zu schnell
→ Fahrverbot (mind. 1 Monat)

Weitere Strafen laut Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf einer Kreuzung kann die Strafe noch höher ausfallen
Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf einer Kreuzung kann die Strafe noch höher ausfallen

Spezielle Verkehrssituationen, die im Zusammenhang von Tempoüberschreitungen von Pkw- und Lkw-Fahrer begangen werden, werden sogar noch härter als andere Delikte bestraft, da diese ein hohes Gefahrenpotential für alle Verkehrsteilnehmer erzeugen. Dazu zählt unter anderem das zu schnelle Fahren auf Kreuzungen, Kurven oder Bahnübergängen sowie auf verkehrsberuhigten Straßen, in deren unmittelbarer Nähe sich verstärkt Kinder aufhalten. Laut dem Bußgeldkatalog Geschwindigkeit gibt es für diese und weitere Fälle folgende Sanktionen:

  • Zu schnelles Fahren bei besonderen örtlichen Straßenverhältnissen: Bußgeld von 100 Euro & 1 Punkt in Flensburg
  • Zu schnelles Fahren auf gekennzeichneten Straßen, in deren Nähe sich vermehrt Kinder oder ältere Menschen aufhalten: Bußgeld von 80 Euro & 1 Punkt
  • Zu schnelles Fahren mit Schneeketten: Bußgeld ab 10 Euro

Egal, ob außerhalb oder innerhalb geschlossener Ortschaften, wer aufgrund von zu schnellem Fahren geblitzt wird, sei es durch stationäre Blitzer oder durch mobile Lasermessungen, muss mit Konsequenzen rechnen, die bei starken Überschreitungen sogar ein Fahrverbot bewirken können. Viele Autofahrer verwenden daher unrechtsmäßig sogenannte mobile Radarwarner, um sich vor möglichen Blitzattacken zu schützen. Jedoch sind derartige Warnsysteme laut StVO nicht erlaubt und ziehen ebenfalls eine Geldstrafe nach sich.

Geschwindigkeitsüberschreitung ist Unfallursache Nr. 1

Laut statistischen Erhebungen des ADAC gehört zu schnelles Fahren beziehungsweise das Überschreiten der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzung eindeutig zu den häufigsten Unfallursachen. Viele Autofahrer wissen leider nicht im vollständigen Maße, welche Höchstgeschwindigkeiten auf deutschen Straßen existieren. Daher soll an dieser Stelle noch einmal kurz aufgelistet werden, was die StVO in Bezug auf die Thematik „Geschwindigkeit“ festgelegt hat.

  1. Grundsätzlich gilt: Jeder Autofahrer darf nur so schnell fahren, wie er in der Lage ist, das Auto zu beherrschen. Ebenso muss die Geschwindigkeit an die äußeren Bedingungen angepasst werden. Dazu zählen Straßen-, Sicht- und Witterungsverhältnisse sowie eine mögliche Ladung des Fahrzeugs. Ein Lkw beispielsweise muss entsprechend seiner Gesamtmasse bzw. Ladung gefahren werden. Bei schlechten Witterungsbedingungen wie Nebel oder Schnee gilt demnach folgende Faustregel: Bei einer Sichtweite von weniger als 50 Metern darf nicht schneller als 50km/h gefahren werden. Bei sehr schmalen Straßen muss so langsam gefahren werden, dass bei entgegenkommenden Fahrzeugen mindestens innerhalb der Hälfte der einsehbaren Straß gehalten werden kann
  2. Ohne entscheidenden Grund dürfen Fahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie andere Autofahrer durch die Drosselung des Tempos behindern. Zudem verpflichten sich Autofahrer stets so zu fahren, dass sie die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefährden und gegebenenfalls die Geschwindigkeit vermindern, insbesondere gegenüber Kindern oder älteren Personen in Fahrbahnnähe. Das bedeutet rücksichtsvolles Fahrverhalten sowie ständige Bremsbereitschaft, damit eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer bestmöglich ausgeschlossen ist.
  3. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt für alle Kfz innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h und außerhalb  geschlossener Ortschaften für alle Kfz mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 t bis 7,5 t – mit einigen Ausnahmen – 80 km/h. Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 7,5 t sowie alle Kfz mit Anhänger, mit Ausnahme von Lastkraftwagen und Wohnmobilen, dürfen nur mit 60 km/h auf Deutschlands Straßen fahren. Für alle Pkws mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 t gilt 100 km/h als Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften. Kraftfahrzeuge mit Schneeketten dürfen nur maximal 50 km/h fahren.
  4. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen für außerhalb von geschlossenen Ortschaften gelten nicht auf Autobahnen und Straßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Fahrstreifen getrennt sind. Sie gelten auch nicht auf Straßen, die mindestens zwei Fahrbahnen durch Begrenzungsmarkierungen für jede Richtung haben.

Zu schnell gefahren? Punkte oder Fahrverbot?

Wer aufgrund zu schnellen Fahrens geblitzt wurde, hat nicht selten Angst, den Führerschein zu verlieren. Manchmal ist diese Befürchtung nicht unbegründet, denn gravierende Tempovergehen können den Verkehrssündern die Fahrerlaubnis kosten. Ab wann genau ein Entzug des Führerscheins von 1 Monat bis zu 3 Monaten droht, bei welcher Überschreitung lediglich ein Bußgeldbescheid im Briefkasten landet und wie viele Punkte in Flensburg entstehen können, ist der folgenden Auflistung aus dem Bußgeldkatalog Geschwindigkeit zu entnehmen:

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts führt schneller zu einem Fahrverbot
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts führt schneller zu einem Fahrverbot

Außerhalb geschlossener Ortschaften:

  • Ab 41 km/h = 1 Monat Fahrverbot, 160€ – 240€ Bußgeld, 2 Punkte
  • Ab 61 km/h = 2 Monate Fahrverbot, 440€ Bußgeld, 2 Punkte
  • Ab 70 km/h = 3 Monate Fahrverbot, 600€ Bußgeld, 2 Punkte

Innerhalb geschlossener Ortschaften:

  • Ab 31 km/h = 1 Monat Fahrverbot, 160 €- 200 € Bußgeld, 2 Punkte
  • Ab 51 km/h = 2 Monate Fahrverbot, 280€ Bußgeld, 2 Punkte
  • Ab 61 km/h = 3 Monate Fahrverbot, 480€ – 680€ Bußgeld, 2 Punkte

Sonderfall: Geschwindigkeitsüberschreitung bei schlechter Sicht

Bei widrigen Wetterbedingungen wie Nebel, Regen oder Schneefall schreibt das Verkehrsrecht eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vor. Wer trotz schlechter Sichtweite mit zu hohem Tempo fährt und geblitzt wird, muss nicht nur mit Punkten in Flensburg und einem hohen Bußgeld rechnen, sondern läuft auch Gefahr, dass der Führerschein für eine gewisse Zeit entzogen wird – zumindest dann, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts bei über 30 km/h und außerorts bei über 40 km/h liegt. Hier ist dann mit einem Fahrverbot von 1 Monat zu rechnen. Logischerweise erhöht sich das Strafmaß mit steigender Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts sowie außerorts. Zudem wirken sich auch mehrmalige Geschwindigkeitsdelikte über einen kurzen Zeitraum laut Bußgeldkatalog „Geschwindigkeit“ negativ auf das zu erwartende Strafmaß aus.

Bußgeldkatalog „Geschwindigkeit“: Thema Fahrverbot

Ein Fahrverbot bedeutet, dass einem Autofahrer für mindestens einem Monat untersagt wird, ein Kraftfahrzeug zu fahren. Das heißt, die Fahrerlaubnis bleibt zwar bestehen, kann aber in der verhängten Zeitspanne nicht eingesetzt werden. Ein Fahrverbot als Strafe für zu schnelles Fahren beinhaltet das Verbot, jegliche Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr zu führen. Während der Zeit des Fahrverbotes muss der Führerschein bei der Ordnungsbehörde hinterlegt werden und tritt dann sofort nach Abgabe außer Kraft. Betroffene haben jedoch das Recht, sich den Fristbeginn für das Fahrverbot innerhalb von vier Monaten selbst zu wählen. Wer gegen die Auflage des Verbotes verstößt und damit gegen eine Bestimmung des Bußgeldkataloges Geschwindigkeitsüberschreitung handelt, macht sich strafbar.

Fahrverbot umgehen?

Prinzipiell lässt sich sagen, dass ein verhängtes Fahrverbot im Zusammenhang mit einem offiziellen Bußgeldbescheid nur in den wenigsten Fällen widersprochen werden kann und eine explizite Begründung erfordert. Das Bußgeld aufgrund hoher Geschwindigkeit einfach zu erhöhen, um im Gegenzug das Fahrverbot zu umgehen, funktioniert jedoch nur in den seltensten Fällen. Dennoch gibt es einige Ausnahmen, in denen das Fahrverbot rückgängig gemacht werden kann. Die nachfolgenden Gründe können ein verhängtes Fahrverbot aufheben:

  • die Existenzgefährdung & drohender Verlust des Arbeitsplatzes
  • Verjährung: lange Zeitspanne zwischen Delikt und Urteil
  • Notsituation während der Tat
  • besondere persönliche Umstände (z. B. Fahrt ins Krankenhaus)
  • ein nachweisbarer Verbotsirrtum

Doch auch diese Gründe sind für Temposünder keine Garantie, das Fahrverbot zu umgehen, denn jeder Fall wird individuell beurteilt. Daher sollten besonders Pkw- und Lkw-Fahrer aufpassen, die beruflich vom Führerschein abhängig sind. Im Fall der Fälle können hierbei hilfreich kompetente Verkehrsanwälte sein, die sich im Verkehrsrecht gut auskennen und ihre Mandanten über ihre Möglichkeiten aufklären. Dazu gehört beispielsweise eine verkehrspsychologische Intensivberatung, die sich ebenfalls mildernd auf das Strafmaß auswirken kann.

Geblitzt worden? Das kostet Geld!

Das Bußgeld für eine Geschwindigkeitsüberschreitung beginnt bei 10€
Das Bußgeld für eine Geschwindigkeitsüberschreitung beginnt bei 10€

Wer geblitzt worden ist, muss auf jeden Fall dafür in die Brieftasche greifen und ein Bußgeld aufbringen. Je nachdem, welches Ausmaß die Tempoüberschreitung erreicht, werden die Sanktionen dahingehend angepasst. In besonders schwere Delikten müssen Pkw- und Lkw-Fahrer daher auch mit einem Fahrverbot beginnend mit einem Monat rechnen. Wenn ein Autofahrer zu schnell gefahren ist und dann im Rahmen einer polizeilichen Kontrolle durch eine Laserpistole erfasst wurde, muss dieser die aufgrund der Geschwindigkeitsüberschreitung entstandenen Strafen in der Regel gleich vor Ort bezahlen. Sehr viel häufiger werden Autofahrer jedoch von nicht auf den ersten Blick offensichtlichen, stationären Blitzern erwischt, die sich unauffällig am Straßenrand befinden. Nachdem der Temposünder beim Delikt nach dem Bußgeldbescheid „Geschwindigkeitsüberschreitung“ abfotografiert und identifiziert wurde, wird der Bescheid dann postalisch von der Verwaltungsbehörde zugeschickt. Dieser Bußgeldbescheid enthält nicht nur die Höhe der Strafe für zu schnelles Fahren, sondern auch einen Verwarnungsbogen, der die Verkehrssünder auffordert, das Geld innerhalb einer bestimmten Frist zu zahlen. Wird dem nicht nachgekommen, ist mit einem Bußgeldverfahren und zusätzlichen Verwaltungskosten zu rechnen.

Der Bußgeldkatalog Geschwindigkeit sieht Toleranzen vor!

Bei jeder Geschwindigkeitsüberschreitung gilt eine Toleranz, das heißt bei jeder Geschwindigkeitsmessung wird ein gewisser Toleranzwert von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen.  Dieser Wert wurde von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt festgelegt.

Geschwindigkeitsüberschreitung – Toleranz bei Blitzer-Anlagen:

  • Abzug von 3 km/h bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h (stationärer Blitzer)
  • Abzug von 3 % bei Geschwindigkeiten über 100 km/h (stationärer Blitzer)
  • Abzug von 4 – 5 km/h bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h (Videoaufzeichnung aus fahrendem Kfz)
  • Abzug von 4 – 5 % bei Geschwindigkeiten über 100 km/h (Videoaufzeichnung aus fahrendem Kfz)

Zudem muss darauf hingewiesen werden, dass die Tachoangaben lediglich einen Richtwert vermitteln und niemals einen ganz genauen Geschwindigkeitswert widergeben. Zumeist zeigen die Tachos eine um ein paar Prozentpunkte höhere Geschwindigkeit an, so dass aus diesem Grund auch der Toleranzbereich festgelegt wurde. Ein Blick auf das Navigationsgerät kann einen besseren Tempowert vermitteln und hilft die genaue Geschwindigkeit festzustellen und dadurch Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts sowie innerorts zu vermeiden.

Der Bußgeldkatalog Geschwindigkeit: Thema Fahranfänger

Generell sollten Fahranfänger während der Probezeit im Hinblick auf Verkehrsdelikte besondere Vorsicht walten lassen, denn sie müssen mit härteren Sanktionen rechnen. Mit dieser Maßnahme wollen Verkehrsrechtsverantwortliche insbesondere junge Menschen dazu bewegen, besonders achtsam zu fahren und fehlerhaftes Fahrverhalten zu minimieren. Die Probezeit beträgt 2 Jahre und beginnt nach Erhalt des Führerscheins.

Geblitzt in der Probezeit? Fahranfänger, die ein schweres Verkehrsdelikt oder aber innerhalb eines Jahres zwei weniger schwere Vergehen begehen, haben eine empfindliche Strafe für zu schnelles Fahren zu erwarten. Denn sie werden dazu aufgefordert, ein Aufbauseminar zu besuchen. Gleichzeitig wird die Probezeit automatisch verlängert.

Geblitzt in der Probezeit – Konsequenzen der Geschwindigkeitsübertretung bei Fahranfängern

  • Bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 20 km/h und mehr bei PKWs und 15 km/h und mehr bei LKWs handelt es sich um ein schweres Verkehrsdelikt und der Fahranfänger muss mit Bußgeld, Punkten und ein Fahrverbot rechnen. (Alle Temposünden, die unter diesen Werten liegen, sind weniger schwerwiegende Vergehen, so dass der Fahranfänger lediglich eine Verwarnung und gegebenenfalls ein Bußgeldbescheid erhält.)
  • Eine Verlängerung der Probezeit für Fahranfänger in Bezug auf Tempoverstöße tritt nur bei schweren Vergehen (A-Delikte) in Kraft und ist mit einem Eintrag ins Flensburger Verkehrszentralregister verbunden. Konkret heißt das: bei einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit bei einem Bußgeld von mindestens 60 Euro.

Schwere Verkehrsdelikte (A-Delikte) & weniger schwere Vergehen (B-Delikte)

A-Delikte (Beispiele)
Trunkenheit am Steuer
Nötigung durch dichtes Auffahren
Unerlaubtes Entfernen von der Unfallstelle
Gefährlicher Eingriff in d. Straßenverkehr
Missachtung rote Ampel & Überholverbot
Geschwindigkeitsübertretung über 20km/h
Abbiege- & Vorfahrtsfehler
B-Delikte (Beispiele)
Fahren mit nicht gesicherter Ladung
Fahren ohne Sicherheitsgurt
Fahren mit abgefahrenen Reifenprofil
Geschwindigkeitsübertretung unter 20km/h
Mitnahme von Kindern ohne Kindersitz
Unerlaubtes Befahren v. Umweltzone
Bei Kontrolle kein Führerschein vorlegen
Während ein schwerwiegendes Vergehen (A-Delikt) schon zu Probezeit-Maßnahmen für Fahranfänger führt, sind bei den weniger schweren Vergehen (B-Delikte) dahingehend zwei Verstöße innerhalb eines Jahres nötig.

In der Probezeit zu schnell gefahren? – Die Konsequenzen bei Temposünden

  • Bei erstmaliger Feststellung eines A-Delikts oder zwei B-Delikten: Verlängerung der Probezeit um vier Jahre und Teilnahmepflicht an Aufbauseminar
  • Bei zweiter Feststellung eines A-Delikts oder zwei B-Delikten (nach Aufbauseminar): Verwarnung sowie Empfehlung zu einer freiwilligen Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung
  • Bei dritter Feststellung eines A-Delikts oder zwei B-Delikten (nach Verwarnung): Führerscheinentzug

Bußgeldkatalog Geschwindigkeit – Thema Temposünden im Ausland

Wer im Ausland mit dem Auto unterwegs ist, drückt häufig stärker aufs Gaspedal, da die Straßengegebenheit allzu oft dazu animieren und Autofahrer kaum Konsequenzen befürchten. Doch dies ist ein weit verbreiteter Irrtum, denn mit Geschwindigkeitsüberschreitungen steigt nicht nur das Unfallrisiko, sondern kann bei Feststellung des Vergehens auch richtig teuer werden. Denn die Bußgelder im Ausland befinden sich im Vergleich zu den deutschen Strafgeldbestimmungen vom Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung größtenteils auf einem deutlich höheren Niveau. Während Temposünder hierzulande derzeit für zu schnelles Fahren mit 20 km/h mehr als erlaubt nur maximal 35 Euro zahlen müssen, kostet ihnen dasselbe Vergehen in der Schweiz 170 Euro. Spitzenreiter in Sachen hohe Bußgeldforderungen ist Norwegen, denn dort müssen Autofahrer für diese Temposünde 480 Euro Bußgeld aufbringen. Nachfolgend listen wir einige Beispiele aus aktuellen, europäischen Bußgeldtabellen für Strafbeträge aus dem Ausland auf:

Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung Ausland

  • Belgien: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 100 Euro
  • Dänemark: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 135 Euro
  • Estland: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 120 Euro
  • Finnland: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 70 Euro
  • Griechenland: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 100 Euro
  • Irland: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 80 Euro
  • Lettland: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 10 Euro
  • Malta: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 70 Euro
  • Niederlande: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 160 Euro
  • Österreich: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 20 Euro
  • Polen: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 25 Euro
  • Rumänien: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 95 Euro
  • Schweden: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 290 Euro
  • Tschechien: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 60 Euro
  • Ungarn: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 100 Euro
  • Zypern: Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h → ab 35 Euro

(Quelle: ADAC, Stand 03.2013)

Im Ausland kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung meist mehr als in Deutschland
Im Ausland kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung meist mehr als in Deutschland

Während auf Deutschlands Autobahnen zum großen Teil nur Richtgeschwindigkeiten bestehen, existieren im Ausland in Bezug auf den Bußgeldkatalog „Geschwindigkeitsübertretung“ deutlich strengere Bestimmungen sowie festgelegte Höchstgeschwindigkeiten. So darf in Norwegen, bis auf einige wenige Ausnahmen, nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 90 km/h auf den Autobahnen gefahren werden, in Schweden sind maximal 120 km/h erlaubt. Prinzipiell lässt sich sagen, dass bei den meisten europäischen Staaten die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit bei 120 km/h oder maximal 130 km/h liegt. Auf Land- oder Bundesstraßen beträgt in den meisten Ländern die Höchstgeschwindigkeit 80 oder 90 km/h und innerhalb von geschlossenen Ortschaften liegt der Durchschnitt im europäischen Ausland bei 50 km/h, was auch in Deutschland laut StVO die maximale Höchstgeschwindigkeit innerorts ist.

Wem es im Ausland trotz aller Vorsicht passieren sollte, aufgrund von zu schnellem Fahrens geblitzt zu werden, kann bei sofortiger oder zeitnaher Bezahlung des Bußgeldes einen Rabatt erzielen und Geld sparen.

Fazit: Zu schnelles Fahren begünstigt Verkehrsunfälle

Viele Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes machen es deutlich: Zu schnelles Fahren und Tempoüberschreitungen gehören in Deutschland nicht nur zu den häufigsten Ordnungswidrigkeiten laut dem Bußgeldkatalog Geschwindigkeit, sondern erhöhen maßgeblich die Unfallstatistik. Insbesondere Männer verstoßen häufig gegen die Tempobestimmungen der deutschen Verkehrsordnung und zwar fast viermal so oft wie Frauen (2.277.000 Verstößebei den Männern vs. 627.000 Verstöße bei den Frauen).

Ebenso wie außerhalb von geschlossenen Ortschaften ist das Delikt der Tempoüberschreitung auch innerorts eine der häufigsten Ordnungswidrigkeiten, was Experten als bedenklich einstufen. Da diese Verkehrssünde andere Verkehrsteilnehmer erheblich gefährden kann, soll das Strafmaß laut neuem Bußgeldkatalog 2017, der im Mai diesen Jahres in Kraft tritt, deutlich angehoben werden. Denn zu schnelles Fahren gehört zu den häufigsten Unfallursachen, die leider auch oftmals tödlich enden. So ist auf Deutschlands Autobahnen fast jeder zweite Verkehrstote auf eine Geschwindigkeitsüberschreitung zurückzuführen. Daher ist allen Autofahrern unbedingt anzuraten, die vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten nicht zu missachten und damit das Unfallpotential einzudämmen sowie Deutschlands Straßen sicherer zu machen. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich demnach bewusst machen, dass Tempolimits durchaus sinnvoll sind und ihre Daseinsberechtigung haben.

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26 Kommentare

  1. Guten Tag,

    Ich wurde beim Überholen eines zu langsamen Fahrzeugs Geblitzt. Der Fahrer vor mir ist mit etwa 40Km/h viel zu langsam gefahren und hat mich somit zum Überholen provoziert bzw genötigt. Ich bin bereit die 130€ Strafe zu bezahlen und 1 Punkt auf mein Konto zu kassieren, jedoch nicht 2 Jahre verlängerung meiner Probezeit und ein Aufbauseminar.

    MfG

    Lukas

    • Hallo Lukas,
      Bei einer Höchstgschwindigkeit von 50 km/h werden 60 km/h oft toleriert, nicht aber 40 km/h. Ist das hier auch so ? Wenn ja, Warum?
      Um 130 € aufgebrummt zu bekommen, muss die Differenz zur zulässigen Geschwindigkeit weit mehr als 10 km gewesen sein. Das zeugt von Unreife, die das Aufbauseminar m.E. mehr als rechtfertigt“
      Gute Besserung!

      • bussgeldkatalog.net

        Hallo Nina,

        grundsätzlich sollten sich alle Verkehrsteilnehmer an die geltenden Vorschriften halten. Somit darf weder zu schnell noch zu langsam gefahren werden.

        – Die Redaktion

  2. …wie sieht es denn aus mit der Toleranz bei nicht stationären Blitzern, auch nicht die Messnung aus dem fahrenden Auto, sonderen die mobilen, die am Straßenrand aufgestellt wurden.

  3. Mein Mann hat innerorts Geschwindigkeit übertreten max 50 km h erlaubt und ist mit einem lasergerät und Foto klar erkennbar zu schnell Gefahren 83 km also 33 km zu schnell, wie muss ich mich als Ehefrau und Halter verhalten . muss ich meinen Mann angeben . Wie hoch ist die zuerwartende Strafe

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Petra,

      als Halterin erhalten Sie einen Zeugenfragebogen. Auf diesem müssen Sie nur Ihre Daten abgleichen und falls Fehler darauf sind, diese vermerken. Sie müssen allerdings keine Angaben zur Sache machen. Als Ehefrau haben Sie zudem das Zeugnisverweigerungsrecht. Für einen Anhörungsbogen gilt dasselbe. Dort können Sie angeben, dass Sie nicht gefahren sind. Sie sind nicht verpflichtet den Fahrer zu nennen. Allerdings werden die Behörden vermutlich schnell auf die Idee kommen, dass Ihr Mann der Fahrer gewesen sein könnte. Haben Sie bereits einen Bußgeldbescheid erhalten, haben Sie die Möglichkeit zum Einspruch. Da Sie nicht gefahren sind, ist dieser durchaus berechtigt.

      – Die Redaktion

  4. Hallo,
    ich wurde kürzlich geblitzt und wegen innerorts Geschwindigkeit Übertretung (25km/h) Anhörung erhalten.
    Früher war auf der genannten Strasse 70 km/h. erlaubt.
    Da ich sehr selten Autofahre (z.B. zum Artzt), habe die Änderung der zulässigen Höchstgeschiwindigkeit auf dieser Strecke nicht gewusst.
    Darüber habe ich weder ein Hinweis für die Änderung der zulässigen Höchstgeschiwindigkeit, noch ein Vehrkersschild nach StVO-Nr. 274-50 gesehen.
    Muss ich mit einem Bußgeld rechnen oder Einspruch legen.
    M.f.G.

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Harun,

      die Geschwindigkeitsbeschränkung muss durch ein Verkehrsschild angekündigt werden. Steht an der Strecke tatsächlich kein Schild, dass die Geschwindigkeit auf 50 km/h beschränkt? Bedenken Sie aber, dass ein Ortseingangsschild auch ein solches Geschwindigkeit begrenzendes Schild ist. Ggf. fahren Sie die Strecke noch einmal mit maximal 50 km/h ab und prüfen, ob ein solches Schild vorhanden ist. Leider gilt hier kein Gewohnheitsrecht. Die Geschwindigkeitsbeschränkung kann jederzeit durch die Behörden angepasst werden, daher sind die Verkehrsschilder maßgebend. Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich keine Ankündigung für die Höchstgeschwindigkeit existiert, können Sie über einen Einspruch nachdenken.

      – Die Redaktion

  5. Hallo ich wurde heute geblickt mit einer Geschwindigkeit von ca. 170 km/h. erlaubt Warn es 80 km/h Auto ist an mein Vater angemeldet. Passiert mein Vater was wegen dem Fall o. Wie sollen wir uns verhalten

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo sekip,

      Ihr Vater wird einen Zeugenfragebogen bzw. Anhöhrungsbogen erhalten, auf dem er zum Vorfall Stellung nehmen kann. Hier hat er auch die Möglichkeit, zu erklären, dass er nicht der Fahrer war. Er muss aber keine Angaben zum Täter machen. Im Anschluss kann die Behörde oder die Polizei in seinem Umfeld nach dem wahren Täter suchen. Im Zweifel sollten Sie mit einem Anwalt die Situation erörtern und nach einer Lösung suchen.

      – Die Redaktion

  6. Hallo,

    ich wurde im Anfang Januar 2016 mit 32km/h zu schnell bei erlaubten 50km/h geblitzt und habe 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot bekommen. Aktuell habe ich den Führerschein abgegeben. Jetzt wurde ich Anfang April nochmal geblitzt und habe schon Bescheid bekommen, dass ich 27km/h zu schnell war bei erlaubten 70km/h ausserorts. Mit welchen Folgen muss ich rechnen, bezüglich Wiederholungstäter?
    MfG Fabian

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Fabian,

      da Sie innerhalb eines Jahres mit mehr als 26 km/h geblitzt worden sind, wird vermutlich ein weiteres Fahrverbot von einem Monat verhängt werden. Die Vier-Monatsregel findet dann höchstwahrscheinlich keine Anwendung, weil das bereits das zweite Fahrverbot für Sie darstellen wird. Nach Rechtskraft des Bescheid, muss das Fahrverbot angetreten werden.

      – Die Redaktion

  7. Hallo, ich habe eine Frage bezüglich der Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb der Probezeit. Stimmt es, dass wenn man zweimal innerhalb der Probezeit geblitzt wird (unter 21 km/h), dass sich die Probezeit verlängert + Aufbauseminar?

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Hans,

      unter 21 km/h werden in der Regel keine Probezeitmaßnahmen verhängt.

      – Die Redaktion

  8. Hallo,
    Ich bin in der Probezeit und wurde von der Polizei angehalten da ich auf der Autobahn von rechts überholt habe. Deshalb musste ich an einem aufbauseminar teilnehmen, meine Probezeit wurde verlängert und zusätzlich 1 Punkt.
    Nun wurde ich neulich innerorts geblitzt und war Ca 35-40kmh zu schnell. Die genaue gewchwindigkeit weiß ich noch nicht.

    Was wird auf mich zukommen?

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Ramos,

      beim ersten A-Verstoß innerhalb der verlängerten Probezeit ist die Folge normalerweise eine Verwarnung. Außerdem wird in der Regel empfohlen, an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen.
      Das Bußgeld bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts von 31-40 km/h beträgt in der Regel 160 Euro. Hinzu kommen üblicherweise 2 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.
      Bei einem erneuten A-Verstoß ist es üblicherweise so, dass die Fahrerlaubnis entzogen wird.

      – Die Redaktion

  9. Hallo
    Ich wurde außerorts geblitzt. Zulässige Geschwindigkeit war 70 Km/h. Ich fuhr laut Messung nach Toleranzabzug 95 und habe einen Bußgeldbescheid über 85 € erhalten. Bei recherchen im Netz kam ich auf eine Strafe von 70 €. Ich muss dazusagen, das ich im Juli diesen Jahres ebenfalls eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der AB in einer Baustelle zu verzeichnen hatte. Diese wurde mit 208 € bestraft. Auf meinem jetzigen Bußgeldbescheid steht ein Zusatzvermerk “ Aufgrund der Voreintragung wurde das Bußgeld angemessen erhöht “ Ist dies rechtens ? Ich wurde Jahrelang nicht geblitzt und hatte bis dato auch keine Punkte.

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Detlef,

      wir dürfen keine Rechtsberatung anbieten. Sie haben die Möglichkeit, sich an einen Anwalt zu wenden.

      – Die Redaktion

  10. Hallo,

    1.Was bedeutet Verstoß ohne Relevanz auf Probezeit? Also darf man beliebige Überschreitungen haben (mehr als zweimal), sobald jeder nicht mehr als 20 km/h ist?

    2.Wenn eine Überschreitungen in andere Land passiert, (z.B in Schweiz, Überschreitung um nur 2kmh…), gilt es auch eine B-Verstoß in Deutschland?

    LG

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Shan,

      bei zwei Überschreitungen von weniger als 20 km/h handelt es sich um zwei B-Verstöße. Dadurch verlängert sich die Probezeit in der Regel um zwei Jahre und die Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger wird angeordnet.

      – Die Redaktion

  11. Hallo
    Ich war in Belgien bei meinem Cousin und fuhr mit seinem belgischen auto , und wurde im außerorts in Belgien geblitzt. Zulässige Geschwindigkeit war 120 Km/h. Ich fuhr laut Messung nach Toleranzabzug 173 Km/h. Bei recherchen im.
    Ich wurde Jahrelang nicht geblitzt und hatte bis dato auch keine Punkte.

    Was wurde auf mich zugestoßen?
    Kann jemand mir helfen
    Bitte um info

  12. GUTEN TAG !!

    FINDET IHR DAS KORREKT; DAß BEI TEMPOÜBERSCHREITUNG:31-40KMH BEI NEBEL;SICHT UNTER 50M; REGEN UND SCHNEE K E I N FAHRVERBOT GIBT WÄHREND BEI GUTEN WETTER UND GLEICHER TEMPOÜBERSCHREITUNG-ES EIN FAHRVERBOT GEBEN KANN ?????????!!!!!!!!!
    MFG

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Radfahrer,

      in der Tabelle ist mit Sternchen gekennzeichnet, dass ein Fahrverbot angeordnet werden kann, wenn es wiederholt zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung kommt. Ein zusätzliches Fahrverbot kann natürlich auch dann angeordnet werden, wenn eine erneute Geschwindigkeitsüberschreitung bei Nebel stattfand.

      – Die Redaktion

  13. „Viele Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes machen es deutlich: Zu schnelles Fahren und Tempoüberschreitungen gehören in Deutschland nicht nur zu den häufigsten Ordnungswidrigkeiten laut dem Bußgeldkatalog Geschwindigkeit, sondern erhöhen maßgeblich die Unfallstatistik.“

    Die Lieblingslüge der Verkehrsstatistiker. Da hier (mal wieder) „zu schnelles Fahren“ und „Tempoübverschreitungen“ zusammengefasst werden, tut man so, als würde bei quasi jedem Unfall eine Übertretung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit vorliegen. Tatsache ist aber, dass „zu schnelles Fahren“ auch vorliegt, wenn man bei Glatteis und erlaubten 70km/h mit 10km/h Fahrgeschwindigkeit von der Straße rutscht. Bei jedem Unfall bei Nässe, Glätte, Schnee oder Rauhreif wird „zu schnelles Fahren“ von den Polizisten vor Ort als einer der Unfallgründe angegeben. Wenn Rollsplit auf der Straße war oder eine schwer einsehbare Kreuzung auch.
    So lässt sich dann die Statistik frisieren und die ganzen Blitzer an wenig unfallträchtigen Stellen begründen, mit denen dann den Fahrern das Geld aus der Tasche gezogen wird.

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