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Führerschein – Alle Regelungen auf einen Blick

Welche Schlüsselzahlen gibt es auf dem Führerschein?

Fahranfängerin mit Führerschein
Fahranfängerin mit Führerschein
Der Führerschein, der das Führen eines Fahrzeugs und dessen Teilnahme am Straßenverkehr erlaubt, existiert seit dem Jahre 1888.

Die erste Führerscheinprüfung, die durch eine amtliche Behörde stattfand, erfolgte bereits im Jahre 1901. Fünf Jahre später entstand die erste Fahrschule in Deutschland. Diese Jahreszahlen machen deutlich, dass schon seit langer Zeit verkehrsrechtliche Bestimmungen bestehen, die eine Fahreignung aussprechen oder untersagen.

Jeder Verkehrsteilnehmer, der im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, muss sich an die Richtlinien der StVO halten, ansonsten drohen laut Bußgeldkatalog ein Bußgeldbescheid, Punkte in Flensburg, ein vorübergehendes Fahrverbot oder im schlimmsten Fall sogar ein Entzug des Führerscheins. In diesem Fall ist laut Verkehrsrecht die Teilnahme im öffentlichen Verkehr verboten, da hierfür eine amtliche Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen notwendig ist und auch stets mitgeführt werden muss.

In Deutschland gibt es den Führerschein jeweils für bestimmte Fahrzeugklassen, wie zum Beispiel die Führerscheinklasse B oder die Führerscheinklasse BE, die zu den PKW-Klassen gehören. Ebenso gibt es einen Mofa-Führerschein mit den Motorrad-Klassen (A, A1, M) oder einen LKW- Führerschein mit den LKW-Klassen (C, CE, C1, C1E).

Welche spezifischen Führerscheinklassen derzeit in Deutschland bestehen, welche Änderungen durch die Einführung des neuen, einheitlichen EU-Führerscheins auf die Verkehrsteilnehmer zukommen und wie die Kosten im Durchschnitt sind, erfahren Sie in dem nachfolgenden Artikel.

Liste der Schlüsselzahlen

Schlüsselzahlen der Europäischen Union
01Sehhilfe und/oder Augenschutz
wenn durch ärztliches Gutachten ausdrücklich gefordert:
01.01Brille
01.02Kontaktlinsen
01.03Schutzbrille
02Hörhilfe/Kommunikationshilfe
03Prothese/Orthese der Gliedmaßen
05Fahrbeschränkung aus medizinischen Gründen
05.01nur bei Tageslicht
05.02In einem Umkreis von km des Wohnsitzes

oder innerorts
05.03Ohne Beifahrer/Sozius
05.04Beschränkt auf eine höchstzulässige

Geschwindigkeit von nicht mehr als… km/h
05.05Nur mit Beifahrer
05.06Ohne Anhänger
05.07Nicht gültig auf Autobahnen
10Angepasste Schaltung
15Angepasste Kupplung
20Angepasste Bremsmechanismen
25Angepasste Beschleunigungsmechanismen
30Angepasste kombinierte Brems- und

Beschleunigungsmechanismen
35Angepasste Bedienvorrichtungen
40Angepasste Lenkung
42Angepasste(r) Rückspiegel
43Angepasster Fahrersitz
44Anpassungen des Kraftrades
44.01Bremsbetätigung vorn/hinten mit einem

Hebel
44.02(Angepasste) handbetätigte Bremse
44.03(Angepasste) fußbetätigte Bremse
44.04Angepasste Beschleunigungsmechanismen
44.05Angepasste Handschaltung und Handkupplung
44.06Angepasste Rückspiegel
44.07Angepasste Kontrolleinrichtungen
44.08Sitzhöhe muss im Sitzen die Berührung des Bodens mit beiden Füßen gleichzeitig ermöglichen
45Kraftrad nur mit Beiwagen
50Nur ein bestimmtes Fahrzeug (Fahrzeugidentifizierungsnummer)
51Nur ein bestimmtes Fahrzeug (amtliches

Kennzeichen)
55Kombination von Anpassungen des

Fahrzeugs
70Umtausch des Führerscheins Nummer ausgestellt durch (EU-Unterscheidungszeichen, im Falle eines Drittstaates UNECE-Unterscheidungszeichen des Ausstellungsstaates)
71Duplikat des Führerscheins Nummer (EU-Unterscheidungszeichen,

im Falle eines Drittstaates UNECE-Unterscheidungszeichen)
72Nur Fahrzeuge der Klasse A mit einem

Hubraum von höchstens 125 cm³ und einer Motorleistung von höchstens 11 kW (A1)
73Nur dreirädrige und vierrädrige

Kraftfahrzeuge der Klasse B (B1)
74Nur Fahrzeuge der Klasse C mit einer

zulässigen Gesamtmasse von höchstens 7 500 kg (C1)
75Nur Fahrzeuge der Kategorie 8 mit höchstens

16 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz (D1)
76Nur Fahrzeuge der Klasse C mit einer zulässigen Gesamtmasse von höchstens 7 500 kg (C1), die einen Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mindestens 750 kg mitführen, sofern die zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination 12 000 kg und die zulässige Gesamtmasse des Anhängers die Leermasse des .Zugfahrzeuges nicht übersteigen (C 1 E)
77Nur Fahrzeuge der Kategorie D mit höchstens 16 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz (D1), dieeinen Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg mitführen, sofern

a) die zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination 12000 kg und die zulässige Gesamtmassedes Anhängers die Leermasse des Zugfahrzeuges nicht übersteigen und

b) der Anhänger nicht zur Personenbeförderung verwendet wird (D1E)
78Nur Fahrzeuge mit Automatikgetriebe
79 (…)Nur Fahrzeuge, die im Rahmen der Anwendung von Artikel 10 Abs. 1 der Richtlinie 91/439/EWG (Äquivalenzen und bisherigen Fahrerlaubnisklassen) den in Klammern angegebenen Spezifikationen entsprechen
79(C1E>12 000 kg, L<3)Beschränkung der Klasse CE aufgrund der aus der bisherigen Klasse 3 resultierenden Berechtigung zum Führen von dreiachsigen Zügen mit Zugfahrzeug der Klasse C 1 und mehr als 12.000 kg Gesamtmasse und von Zügen mit Zugfahrzeug der Klasse dl und zulassungsfreien Anhängern, wobei die Gesamtmasse mehr als 12 000 kg betragen kann (nicht durch C 1 E abgedeckter Teil). Der Buchstabe L steht in dieser Schlüsselung für die Anzahl der Achsen.

Führerscheine – Allgemeine Informationen

Für viele Erwachsene ist der Führerschein und die damit verbundene Mobilität unersetzlich, so dass fast jeder mit 18 Jahren einer Führerscheinprüfung entgegen sieht. Doch was macht einen Führerschein aus? Nachfolgend listen wir Ihnen die wichtigsten auf:

  • Der Führerschein ist eine amtliche Urkunde, die eine Fahrerlaubnis zum Führen von bestimmten Kfz im öffentlichen Verkehrsraum enthält.
  • Alle Kfz werden in bestimmte Fahrzeugklassen unterteilt, die wiederum in unterschiedliche Führerscheinklassen zugeordnet werden. Demnach gibt es verschiedene Führerscheine wie z. B. den Mofa-Führerschein oder den LKW-Führerschein.
  • Wer den Führerschein einer bestimmten Fahrzeugklasse besitzt, darf ausschließlich ein Kfz dieser Klasse führen bzw. fahren. Das heißt, wer beispielsweise ein Auto fahren möchte, benötigt die Führerscheinklasse B.
  • Wer ohne gültige Fahrerlaubnis am öffentlichen Verkehr teilnimmt, macht sich mit dem Delikt „Fahren ohne Fahrerlaubnis“ strafbar und muss laut aktuellem Bußgeldrechner bzw. aktueller Bußgeldtabelle mit erheblichen Sanktionen rechnen. Dies sind in der Regel ein erhöhtes Bußgeld und/oder eine Freiheitsstrafe. Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot erfolgen laut Bußgeldkatalog nur dann, wenn ein verkehrswidriges Delikt trotz Besitz eines Führerscheins erfolgt.

Mindestalter und begleitetes Fahren

Das Mindestalter ist je nach Führerschein unterschiedlich
Das Mindestalter ist je nach Führerschein unterschiedlich
In Deutschland ist ein Führerschein bereits mit 17 Jahren möglich, allerdings nur mit einer im Führerschein eingetragenen Begleitperson. Das Mindestalter für das Fahren mit einem PKW liegt laut deutschem Verkehrsrecht bei 18 Jahren. Ein Mofa-Führerschein darf schon mit 15 Jahren gemacht werden. Das Mindestalter bezieht sich stets auf den Tag an dem die Fahrerlaubnis ausgestellt wird – die Vorbereitung und Ausbildung darf vorher schon ausgeführt werden, idealerweise aber nicht früher als ein Jahr vor Erreichen des Mindestalters.

Voraussetzungen zur Beantragung der Führerscheinprüfung:

  • Mindestalter sollte erreicht sein
  • Wohnsitz sollte in Deutschland sein
  • physische und psychische Eignung sollte vorhanden sein
  • Fahrschule beauftragen, die einen Fahrerlaubnis-Antrag ausstellt (formales Führerschein beantragen)
  • Bescheinigungen wie z.B. Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs
  • Geld, um die Führerschein-Kosten zu begleichen & Zeit

Die Wahl der richtigen Fahrschule ist für das Bestehen der Führerscheinprüfung nicht unerheblich. Sowohl die Fahrschule als auch der Fahrlehrer sollten zum jeweiligen Prüfling passen – zumal die Führerschein-Kosten je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen können. Häufig sind Tipps von Freunden und Bekannten, die bereits ihren Führerschein gemacht haben, eine gute Möglichkeit für die Wahl der Fahrschule. Zudem ist es ratsam, sich so viele Informationen wie möglich zur jeweiligen Fahrschule einzuholen, zum Beispiel welches Auto für das Training verwendet wird oder ob der Unterricht regelmäßig stattfindet.

Die Führerscheinprüfung im Überblick

Theoretische FührerscheinprüfungPraktische Führerscheinprüfung
muss vor der praktischen Prüfung erfolgenVoraussetzung: Sehtest, Sehhilfe muss zur Prüfung mitgeführt werden & Erste-Hilfe-Kurs-Bescheinigung, Führerscheinantrag (auch bei Führerschein-Probezeit), Personalausweis (Feststellung des Mindestalters)
darf frühestens drei Monate vor Erreichen des Mindestalters (18 Jahre) absolviert werdenOrt und Zeit der Prüfung werden vom Prüfer bestimmt
darf erst nach einer vorgeschriebenen Anzahl an Theoriestunden abgelegt werden (Ausstellung einer Ausbildungsbescheinigung für die Theoriestunden)Prüfung dauert ca. 45 Minuten, neben dem Prüfer sitzt auch immer der Fahrlehrer mit im Auto
amtlicher Prüfantrag muss vorab bei der Prüfstelle (DEKRA oder TÜV) eingegangen seinvor Fahrtantritt alle Einstellungen prüfen (Sitz einstellen, Gurt anlegen)
Fahrlehrer muss überzeugt sein, dass die notwendigen Kenntnisse beim Prüfling vorhanden sindalle Verkehrszeichen und Anweisungen des Prüfers sind zu beachten
Prüfung findet am Computer statt (Multiple Choice-Prinzip) mit genormten FragenkatalogErgebnis wird sofort nach der Prüfung mitgeteilt und bei Erfolg wird der Führerschein sofort ausgestellt
30 Prüfungsfragen müssen beantwortet werden, 10 Fehler dürfen zum Bestehen der Führerscheinklasse B (PKW) gemacht werden (Ausnahme: Prüfling darf nur eine einzige Frage mit 5 Fehlerpunkten falsch beantworten)zuvor muss eine Theorieprüfung bestanden worden sein & Nachweis von speziellen Fahrstunden wie Überlandfahrt, Nachtfahrt & Autobahnfahrt
die Theorieprüfung darf unbegrenzt jeweils nach 2 Wochen wiederholt werdenKosten für die Prüfung müssen separat an die Prüfungsstelle gezahlt werden und variieren leicht (auch bei Wiederholung der Prüfung)
Prüfung dauert ca. 45 Minuten, Ergebnis wird sofort danach mitgeteilt und bildet die Voraussetzung für die Zulassung zur praktischen PrüfungPrüfung darf nach 2 Wochen unbegrenzt häufig wiederholt werden (zwischen Theorie-& Praxisprüfung darf max. 1 Jahr liegen, sonst muss die theoretische Prüfung wiederholt werden)

Die durchschnittlichen Führerschein-Kosten

Die Kosten für den Führerschein können je nach Fahrschule unterschiedlich sein
Die Kosten für den Führerschein können je nach Fahrschule unterschiedlich sein
Der Führerschein bietet zwar eine erhöhte Mobilität und Freiheit, ist jedoch stets mit gewissen Führerschein-Kosten verbunden, die von Fahrschule zu Fahrschule variieren können. Zudem fallen häufig auch Zusatzkosten durch vermehrte Fahrstunden an, so dass sich nur schwer eine konkrete Preisangabe formulieren lässt. Die praktische Vorbereitung in einer Großstadt ist beispielsweise aufgrund des höheren Anspruchs und Aufwands kostenintensiver als in einer Kleinstadt, so dass der Preis auch von regionalen Gegebenheiten beeinflusst wird. Ebenso gilt: Je mehr Service eine Fahrschule anbietet, desto so teurer ist sie.

Grobe Führerschein-Kosten:

  1. Kosten für Erste-Hilfe Kurs (ab ca. 18,00 Euro), Sehtest (ca. 6,00 Euro), Passfoto (4,00-8,00 Euro)
  2. Verwaltungskosten bei der Straßenverkehrsbehörde wie z. B. Erfassung der Führerschein-Probezeit, Herstellung des Führerscheins oder Bearbeitung des Führerscheinantrags (insgesamt ca. 43, 00 Euro).
  3. Kosten für die Ausbildung und das Lernmaterial bei der Fahrschule: (insgesamt ca. 1.470,00 Euro).
  4. Prüfungsgebühren (ca. 240 – 300 Euro)
  5. Gesamtkalkulation: ab ca. 1.800 Euro als grobe Preisangabe der Führerschein-Kosten

Führerschein verloren – Was passiert nun?

Den Führerschein verloren oder ist er geklaut worden? Beim Verlust des Führerscheins spielt genau diese Frage eine entscheidende Rolle in Hinblick auf die Antragstellung eines Ersatzführerscheins. Wenn Sie ihren Führerschein verloren haben, sind Sie in jedem Fall verpflichtet, sich ein Ersatzdokument ausstellen zu lassen. Denn in Deutschland gilt die Mitnahmepflicht des Führerscheins – ein Verstoß diesbezüglich wird mit einem Bußgeld von aktuell 10 Euro geahndet. Bei einem Diebstahl sind Sie zudem verpflichtet, bei der Polizei Anzeige zu erstatten, wobei diese Anzeige als vorläufiger Führerschein dient, bevor das neue Dokument ausgehändigt wird.

Unterlagen zur Neubeantragung des Führerscheins – Ersatzführerschein

Zur Fahrerlaubnisbehörde ist mitzubringen:

  • Reisepass o. Personalausweis
  • aktuelles biometrisches Lichtbild (45 x 35mm)
  • ggf. Karteikartenabschrift (vorab bei der Fahrerlaubnisbehörde zu beantragen)
  • Eidesstattliche Versicherung, dass der Führerschein verloren wurde (bei Diebstahl entfällt dies)
    Die Bearbeitungszeit beträgt etwa 2 bis 6 Wochen – in der Zwischenzeit wird eine vorläufige Fahrerlaubnis ausgestellt, die als Nachweis bei einer Polizeikontrolle ausreichend ist. Die Kosten für das neue Führerscheindokument belaufen sich inklusive der Bearbeitungs- und Herstellungsgebühren auf insgesamt 24 Euro.

Führerscheinprüfung: Umgang mit hoher Durchfallrate

Während der praktischen Prüfung gehören Fehler bei den meisten Prüflingen fast schon zur Routine und sollten keinesfalls ein Grund zu Selbstzweifeln sein. Häufig besteht das Problem der Fahr- oder Prüfungsangst, die zur mangelnden Konzentration führen können und Fehler bewirken. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Fahrlehrer über Ihre Ängste, denn dieser kann Ihnen für derartige Situationen hilfreiche Informationen und Tipps geben. Auch diejenigen, die schon mehrmals durch die Prüfung gefallen sind, sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und Maßnahmen zur Stressbewältigung ergreifen.

Tipp: Machen Sie sich vor Antritt der praktischen Führerscheinprüfung mit dem Ablauf vertraut und stellen Sie ruhig bei Unklarheiten Fragen an den Fahrlehrer oder Prüfer.

Beantworten Sie sich folgende Fragen selbst:

  • Welche Erwartungen hat der Fahrprüfer an mich?
  • Wie gibt der Fahrprüfer Anweisungen?
  • Sind alle technischen Details richtig eingestellt? (Spiegel, Licht, Lenkrad, Handbremse etc.)
  • Sind alle Türen richtig verschlossen?
  • Sind alle Insassen angeschnallt?

Den Führerschein umschreiben lassen

Den Führerschein umschreiben zu lassen ist beispielsweise dann ein Thema, wenn ein er im Ausland anerkannt werden soll oder jemand einen neuen beantragen möchte, beispielsweise um den bestehenden mit bestimmten Führerscheinklassen zu erweitern. Zudem muss der Führerschein, der laut Verkehrsrecht ein amtliches Dokument ist, stets aktuell sein. Ändert sich demnach der Familienname muss das bestehende Führerscheinformular umgeschrieben werden.

Das zuständige Straßenverkehrsamt ist für das Umschreiben des Führerscheins verantwortlich und kann beim Bürgeramt vorgenommen werden. Die Einführung vom scheckkartenförmigen EU-Führerschein bedingt ebenfalls eine Umschreibung.

Für die Umschreibung benötigen Sie:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • biometrisches Lichtbild (35 x 45 mm)
  • alten/bestehenden Führerschein
  • Gebühren (etwa 24,00 Euro)

Für die Umschreibung ausländischer Führerscheine benötigen Sie:

  • Antragsformular
  • Personalausweis oder Reisepass
  • gültiger Führerschein im Original
  • ggf. Übersetzung des ausländischen Führerscheins inkl. Beglaubigung
  • ggf. erneute Absolvierung der theoretischen & praktischen Fahrerlaubnisprüfung
  • biometrisches Passfoto
  • Sehtestbescheinigung & Bescheinigung über Teilnahme des Erste-Hilfe-Kurses
  • Gebühren 35,00 bis 39,30 Euro

Neuregelungen beim Führerschein

Diese Neuregelungen gibt es zum Führerschein
Diese Neuregelungen gibt es zum Führerschein
Seit dem 19. Januar 2013 ist die so genannte dritte EU-Führerscheinrichtlinie in Kraft getreten, die besagt, dass alle Führerscheine, die ab diesem Datum erteilt oder verlängert werden,
auf einen Zeitraum von 15 Jahren befristet sind. Auch beim Ersatz eines verlorengegangenen Führerscheins wird nur noch der zeitlich limitierte EU-Führerschein ausgegeben. Eine weitere Veränderung: die bisherigen Führerscheinklassen werden zum Teil neu geordnet und bezeichnet.

Die Änderungen im Überblick:

  • Alle vor dem 19. Januar 2013 ausgehändigten Führerscheine bleiben bis zum 18. Januar 2033 gültig. Erst danach müssen sie gegen eine Gebühr umgetauscht werden. Dabei ist es völlig irrelevant, ob es sich bei den alten Führerscheinen um einen Karten- oder Papierführerschein handelt – die Gültigkeit bleibt erhalten. Die Eintragungen auf dem neuen Führerschein stellen sicher, dass erworbene Besitzstände, wie zum Beispiel die alten deutschen Führerscheinklassen 1 (Mofa-Führerschein), 2 (LKW-Führerschein) oder 3 (PKW-Führerschein) bei der Neuausstellung ebenfalls erhalten bleiben.
  • Der Umtausch nach 15 Jahren dient vordergründig der Aktualisierung von Namen und Lichtbild. Der neue EU-Führerschein ist auf der Rückseite mit allen 15 EU-weit einheitlichen Führerscheinklassen versehen, inklusive der neuen Zweiradklassen AM und A2 sowie der zwei nationale Klassen L und T für landwirt- oder forstwirtschaftliche Zug- beziehungsweise Arbeitsmaschinen. Jeder Führerschein ist zudem mit einem Ablaufdatum versehen.
  • Beim Pkw-Führerschein der Klasse B, bei dem das Mindestalter bei 18 Jahren liegt oder bei begleitetes Fahren 17 Jahre ist, vereinfacht die Neuregelung vieles. So dürfen jetzt Anhänger mit mehr als 750 Kilogramm zulässigen Gesamtgewichtes mit Zugkombinationen von bis zu 3,5 Tonnen zulässigen Gesamtgewichts gefahren werden – das heißt, das zulässige Gesamtgewicht des Zugfahrzeugs und des Anhängers wird einfach addiert. Bislang galt die Regel, dass die zulässige Gesamtmasse des Anhängers nicht gleich oder größer sein durfte, als das Leergewicht des Zugfahrzeugs.
  • Wer größere Anhänger wie Caravans, Wohnwagen oder geräumige Transporter ziehen will, muss sich jetzt zum Führerschein der Klasse B die neue Schlüsselzahl 96 eintragen lassen. Denn damit dürfen Zugkombinationen von mehr als 3,5 bis maximal 4,25 Tonnen zulässiger Gesamtmasse gefahren werden. Voraussetzung hierfür ist eine theoretische und praktische Fahrschulung von mindestens sieben Stunden. Für schwere Anhänger bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewichts, wie z. B. das Fahren eines LKW, ist nach wie vor der Besitz der Führerscheinklasse BE notwendig, Für Anhänger, deren zulässiges Gesamtgewicht die 3,5 Tonnen überschreitet, ist die Führerscheinklasse C1E erforderlich.
  • Die neue Klasse AM (Mindestalter 16 Jahre) umfasst zwei- und dreirädrige Kleinkrafträder sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge, jeweils mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h und 50 Kubikzentimetern Hubraum beziehungsweise 4 kW / 5,4 PS Leistung. Diese Fahrzeuge gehörten vor dem 19.01.2013 zu den Führerscheinklassen M und S.
  • Die leistungsbeschränkte Motorradklasse wird als Klasse A2 (Mindestalter 18 Jahre) zu einer eigenständigen Fahrzeugklasse, die sich nicht mehr automatisch nach zwei Jahren zur unbeschränkten Klasse A erweitern lässt. Die Fahrzeugklasse A2 definiert sich durch eine Motorleistung von bis zu 35 kW / 48 PS und einem Leistungsgewicht von nicht mehr als 0,2 kW pro Kilogramm. Inhaber der bisherigen Fahrzeugklasse A dürfen Krafträder der neuen Fahrzeugklasse A2 unbeschränkt fahren. Inhaber der neuen Fahrzeugklasse A2 benötigen hingegen nach Ablauf von zwei Jahren eine erneute Fahrschulausbildung um auf die Fahrzeugklasse A aufzusteigen
  • Die bisherige Definition der Klasse A1 (Mindestalter 16 Jahre) wird in Bezug auf Krafträder mit einem Hubraum von bis zu 125 Kubikzentimetern und einer Motorleistung von nicht mehr als 11 kW / 15 PS ergänzt. Nach der neuen Regelung muss auch ein Verhältnis von Leistung/Gewicht von höchstes 0,1 kW/kg eingehalten werden. Leichtkrafträder mit Erstzulassung vor dem 19. Januar 2013 können weiterhin mit der Klasse A1 gefahren werden, ohne dass die neue Regelung berücksichtigt werden muss. Die bisherige Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h für 16- und 17-Jährige entfällt mit dem neuen EU-Führerschein.
  • Dreirädrige Kraftfahrzeuge sind jetzt nicht mehr dem Pkw-Führerschein der Klasse B, sondern den Motorradklassen zugeordnet. So erlaubt die Führerscheinklasse A1 das Führen von dreirädrigen Kraftfahrzeugen mit bis zu 15 kW / 20 PS. Leistungsstärkere Dreiräder benötigen die Klasse A. Wer allerdings den PKW-Führerschein der Klasse B vor dem 19. Januar 2013 absolviert hat, darf auch weiterhin dreirädrige Kraftfahrzeuge fahren.
  • Bus-Klassen (D, DE, D1, D1E) und Sonderklassen T, L werden durch die Neuregelungen einheitlicher zugeordnet. Bisher gab es innerhalb der EU für diese Fahrzeugklassen viele unterschiedliche Führerscheinkonzepte.

Bei einem Verstoß gegen eine dieser neuen Bestimmungen in Hinsicht auf die unterschiedlichen Fahrzeugklassen und der Fahrerlaubnisberechtigung drohen laut Bußgeldkatalog unterschiedliche Sanktionsmaßnahmen, die dem aktuellen Bußgeldrechner oder der aktuellen Bußgeldtabelle zu entnehmen sind. Denn auch hier gilt: Ein Verstoß gegen die StVO kann zu einem Bußgeldbescheid, einem Fahrverbot, Punkte in Flensburg oder gar zum Führerscheinentzug führen; dann muss vor dem erneuten Erwerb eines Führerscheins zunächst eine MPU bestanden werden.

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2 Kommentare

  1. warum finde ich nichts über eu führerschein wie aus cz 2008 erworben gültig in deutschland kann man fahren damit in deutschland? mfg

    • bussgeldkatalog.net

      Hallo Thorsten,

      wir können nicht alle Länder einzeln behandeln. Tschechien zählt zur EU, weshalb Sie mit einem dort erworbenen Führerschein unbegrenzt innerhalb der EU fahren dürfen.

      Das Team von bussgeldkatalog.net

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